Kaufberatung zu GPS-Daten mit Handy versenden

Guten Tag!

Ich benötige einen extrem Energiesparsamen GPS-Empfänger, den ich an ein einfaches Mobiltelefon koppeln kann. In der kompaktesten Darstellung benötigen GPS-Koordinaten 20 Zeichen und eine SMS fasst 180 Zeichen, sodass 9 Koordinaten in eine SMS passen. Das Mobiltelefon soll alle 15 Minuten die aktuellen GPS-Koordinaten einer SMS anhängen und nach 135 Minuten absenden, was ungefähr 11 SMS pro Tag macht. Wenn das Handy drei Wochen lang senden soll, werden also 231 SMS versandt.

Das Handy und der GPS-Empfänger sollen versendet werden und ich möchte so den Weg des Paketes verfolgen. Der Versand von SMS-Nachrichten soll durch den Aufbrauch eines Prepaid-Guthabens gesteuert werden. Mein JAVA Programm parst den NMEA-Stream, baut die SMS zusammen und versendet diese dann. Die Stromversorgung für Mobiltelefon und GPS-Empfänger muss aber für die vollen drei Wochen genügen! Gegebenenfalls muss eben eine zusätzliche Stromversorgung angelötet werden.

  1. Welches Mobiltelefon und welchen GPS-Empfänger sollte ich dafür verwenden? Es gibt bei Conrad ja auch Mobiltelefone die man direkt programmieren kann nur 200,-EUR ist etwas teuer dafür. 2) Wie komme ich an eine SIM-Karte die nicht auf meinen Namen registriert ist und 3) wird bei der Abfertigung von Paketsendungen an Flughäfen darauf geachtet bzw. geprüft ob die Funkwellen aussendet?

Nun für alles die es interessiert der Hintergrund:

Vor ein paar Tagen erhielt ich über den Amazon-Kommunikationsmanager eine Anfrage in mäßigem Deutsch zu einem Artikel den ich gerade bei Amazon Marketplaces anbiete. Gegenstand der Anfrage war die Bitte um Zusendung von Bildern des angebotenen Artikels. Da es sich um hochwertige Elektronik handelt und ich den Artikel verkaufen möchte habe ich entsprechende Bilder angefertigt und an die angegebene Email-Adresse verschickt.

Aus Sicherheitsgründen unterhalte ich mehrere Email-Adressen mit unterschiedlichen Vertrauens-Levels. Die Antwort-Email mit den Bildern habe ich von einer Email-Adresse mit sehr niedrigem Vertrauens-Level aus geschickt. Kurze Zeit später bekam ich eine Email von Amazon das dieser Artikel verkauft wurde.

Da ich Amazon Marketplaces nicht so oft nutze ist es mir im ersten Moment gar nicht aufgefallen das die Email gar nicht an die Amazon bekannte Email-Adresse einging, sondern an jene mit geringem Vertrauens-Level von der aus ich die Bilder versendet habe.

Aus Sicherheitsgründen lasse ich keine HTML-Darstellung in Emails zu. Ich wusste aber noch das man von der Amazon-Seite einen Packzettel ausdrucken und der Sendung beilegen muss. Diesen entsprechenden Link fand ich bei der Versandvorbereitung nicht. Jetzt bin ich stutzig geworden. Die in der Email von Amazon angegebene Versandadresse liegt in Nigeria. Jetzt war ich wirklich stutzig geworden. Nach der Überprüfung meines Amazon-Verkäuferkontos stellte sich heraus das der Artikel noch gar nicht verkauft wurde.

Nach etwas Recherche im Internet bin ich auf die Nigeria-Connection gekommen. Die Masche war exakt die gleiche, die auch bei mir versucht wurde. Gut gemacht, aber eben nicht gut genug. Ich dachte mir in dem Moment nur mit mir nicht! Also habe ich ein wenig weiter gegraben:

Die Email in der die Bilder angefordert wurden, wurde von einer Yahoo-Adresse unter Nutzung des Webmail-Interfaces von Yahoo versendet. Die Email wurde auch tatsächlich von einem Computer in Nigeria aus verschickt. Ob der Betrüger tatsächlich vor diesem Computer saß, oder nur eine von ihm kontrollierte Malware auf diesem Computer aktiv wurde weiß ich nicht. Die Bestätigung von Amazon kam von einem gefakten Server aus Pakistan, der tatsächlich in den USA steht und von einem Dienstleister aus Australien betrieben wird. Die Adresse an die ich versenden soll ist in Nigeria.

Was ich jetzt nicht verstehe ist das es die Adresse in Nigeria gar nicht gibt! Was hat dann der Betrüger davon frage ich mich. Sollte es nicht das Ziel des Betrügers sein den Artikel zu erhalten ohne dafür zu bezahlen und dann als Hehlerware weiterzuverkaufen um so das Geld zu waschen?

Wenn ich in Deutschland etwas an eine Adresse in Berlin verschicke die es nicht gibt, landet die Sendung erst in Berlin und vor Ort wird festgestellt das es die Adresse nicht gibt und die Sendung kommt zurück. Gesetz dem Fall das ist in Nigeria genauso, würde der Betrug nur funktionieren wenn bereits vor dem Abschluss der Zustellung die Sendung in den Besitz der Betrüger gelangt. Sprich noch auf dem Postweg muss die Sendung aussortiert werden und in das Netzwerk des Betrügers gelangen. Der nicht existierende Empfänger wäre dann ein Code um zu wissen welche Sendungen aussortiert werden müssen. Alles in diesem Absatz jetzt ist aber nur Spekulation!

Bei meiner Recherche stellte sich heraus das man das bei Amazon alles recht gelassen sieht. Also beschloss ich mir den Anruf zu sparen. Der Anruf bei der Polizei war allerdings noch ernüchternder! Der Polizeibeamte war recht genervt und meinte nur knapp ich solle die Email ignorieren. Meine Anwältin bestätigte mir das was ich bereits wusste: An die Hintermänner kommt man nicht ran und da alle im Ausland sitzen ist der Fall hoffnungslos. Nun will ich aber selbst aktiv werden!

MfG

Hallo,

Ich benötige einen extrem Energiesparsamen GPS-Empfänger, den
ich an ein einfaches Mobiltelefon koppeln kann.

Vergiss es.
Es gibt keinen billigen GPS-Empfänger, den man an ein billiges Mobiltelefon koppeln kann. Und wie die SMS dann weltweit aus einem Paket heraus durch eine Schiffswandung hindurch ohne Netz an Dich gesendet werden soll, und das ganze mit einem nicht programmierbaren Billighandy, solltest Du Dir auch mal überlegen. (Was in einem Flugzeug mit der SMS passiert, mag ich mir gar nicht vorstellen - nicht umsonst ist in allen älteren Maschinen Handybenutzung strengstens untersagt).

Abgesehen davon, dass Du-gegen-den Rest-der-Welt eh’ Blödsinn ist. Willst Du hinfliegen und den Empfänger festnehmen? Oder aufgrund welchen Gesetzes von wem festnehmen lassen?

Komplette Schnapsidee, sorry, dass ich das so deutlich sage.

Gruß
loderunner

Hallo,
ich schließe mich praktisch meinem Vorredner an. Wenn du dich Interpol als Lockvogel zur Verfügung stellen willst, werden die auch die Technik stellen :wink:

kompaktesten Darstellung benötigen GPS-Koordinaten 20 Zeichen

Das kann man loker noch weiter komprimieren.

eine SMS

Viel zu teuer, dafür verwendet man GPRS. Es gibt Anbieter, bei denen man quasi weltweit 1ct/kB bezahlt.

Das Handy und der GPS-Empfänger
…nur 200,-EUR ist etwas teuer

Es gibt schon günstige gebrauchte Handys mit GPS-Empfänger für deutlich unter 100 Euro. Java können die natürlich auch.

Paketsendungen an Flughäfen

Kein Kommentar, mal davon abgesehen, daß die Fracht oft in (Blech-)Container kommt.
Auf See wirst du kein Netz haben.

Cu Rene

Guten Tag!

Es gibt keinen billigen GPS-Empfänger, den man an ein billiges
Mobiltelefon koppeln kann. Und wie die SMS dann weltweit aus
einem Paket heraus durch eine Schiffswandung hindurch ohne
Netz an Dich gesendet werden soll, und das ganze mit einem
nicht programmierbaren Billighandy, solltest Du Dir auch mal
überlegen. (Was in einem Flugzeug mit der SMS passiert, mag
ich mir gar nicht vorstellen - nicht umsonst ist in allen
älteren Maschinen Handybenutzung strengstens untersagt).

Falsch: http://www.shop-alarm.de/alarm_GPS-Ortung_Peilsender…
Ich möchte lediglich wissen ob es noch billiger geht.

Abgesehen davon, dass Du-gegen-den Rest-der-Welt eh’ Blödsinn
ist. Willst Du hinfliegen und den Empfänger festnehmen? Oder
aufgrund welchen Gesetzes von wem festnehmen lassen?

Wieder falsch: Das beantwortet nicht meine Frage.

Komplette Schnapsidee, sorry, dass ich das so deutlich sage.

Und noch mal Falsch: Auch danach war nicht gefragt, aber trotzdem Danke.

MfG

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Guten Tag!

Paketsendungen an Flughäfen

Kein Kommentar, mal davon abgesehen, daß die Fracht oft in
(Blech-)Container kommt.
Auf See wirst du kein Netz haben.

Das auf See und in einem Container kein Netz ist leuchtet ein, aber dann ist eben eine Lücke im Track. Ich vermute kaum das überall auf der Welt außer in Deutschland Pakete in Blechcontainern zugestellt werden und genau diese letzten Meter sind doch die interessanten. Die Frage geht in eine andere Richtung: Wenn geprüft wird ob eine Sendung Funwellen aussendet, dann könnte es ja auch sein das so eine Sendung erst gar nicht mitfliegt.

MfG

Hallo,

abgesehen davon, dass ich das auch lassen würde:

Es gibt schon günstige gebrauchte Handys mit GPS-Empfänger für
deutlich unter 100 Euro. Java können die natürlich auch.

Sowas einzusetzen bringt nix. Handy-GPS ist viel zu ungenau - Wenn man die Idee tatsächlich durchziehen wollte, müsste man den Standort im Zweifelsfall mindestens auf ein einzelnes Haus eingrenzen können. Da drin wiederum wäre aber der Empfang vermutlich so schlecht, dass man das vergessen kann.

Angenommen, man würde es doch irgendwie hinkriegen, den Paketweg exakt zu vefolgen. Wenn die Meldungen planmäßig nach einer gewissen Zeit aufhören, weißt du nicht, ob der Betrüfer das Paket überhaupt schon hat. Also bringen die Positionsdaten nichts.
Verstummt das Signal vorzeitig, könnte man davon ausgehen, dass der Betrüger den Sender abgeschaltet hat. Auch dann bingen einem die Positionsdaten aber nicht unbedingt was. Es ist davon auszugehen, dass das Paket nicht innerhalb eines Umschlagpunkts geöffnet wird, sodass du trotz allem nicht genau sagen kannst, wo die „undichte Stelle“ ist. Dass der Dieb es mit nach Hause nimmt, ist auch nicht sicher. Und in jedem Fall hätte er viel Zeit, seine Spuren zu verwischen und zu verschwinden, bevor irgendwer aufgrund so einer Meldung (falls sie überhaupt verfolgt wird) aufkreuzt.

lg
ventrue

Nach etwas Recherche im Internet bin ich auf die
Nigeria-Connection gekommen.

Tja, und damit hat sich die Sache erledigt: selbst wenn du nicht nur Koordinaten, sondern Name und Adresse hättest, es würde absolut nichts bringen. In Nigeria ist die sogenannte Connection eine staatstragende Industrie und bringt dem Land Deviseneinnahmen, da wird niemand von Staats wegen deshalb verfolgt. Es gab schon deutsche Geschäftsleute, die haben einen Termin in der Staatsbankzentrale bekommen und wurden trotzdem bzw. gerade dadurch hereingelegt.

Das einzige wäre ein persönlicher bewaffneter Rachefeldzug, von dem du garantiert nicht zurückkehrst.

Die ersten Faxe aus Nigeria habe ich glaube ich so vor 25 oder 30 Jahren bekommen. Ist schon eine richtige Traditionsbranche.

Gruss Reinhard