Kaufen oder mieten

Hallo,

angenommen jemand wüßte, dass er für einen bestimmten, längeren Zeitraum in einer Stadt wohnen wird. Würde es sich zwangsläufig für denjenigen lohnen eine Wohnung zu kaufen statt zu mieten? Ich höre immer wieder, dass es blöde ist X € miete zu zahlen, wenn man damit auch ein darlehen kündigen könnte und so nach Ablauf des darlehens man eine Wohnung erhält.
Allerdings muss es doch auch Gründe geben, die dagegen sprechen. Mir fallen nur folgende ein:

  1. Man ist lange an ein bestimmtes objekt gebunden.

  2. Man hat das risiko eines wertverlustes. Allerdings hat man, wenn der Wertverlust nicht 100% beträgt am ende gewinn gemacht.

  3. Eventuelle reperaturen muss man selbst zahlen. Auch hier verlängert sich zwar die Zeit, bis man die wohnung abbezahlt hat, allerdings gehört sie einem im anschluss.

irgendwie seh ich nur punkt 1 als nachteil und damit könnte ich leben. Theoretisch könnte man aber so auch 20 miethäuser kaufen und wieder vermieten und würde immer gewinn machen, solange die miete höher ist als die zinsen der bank. sobald 1 cent für die tilgung bleibt macht man gewinn. Das kann doch nicht sein.

gruß
Simon

Hallo,

Hallo,
ja, wer zahlt schon gerne Miete, wenn man damit eine Wohnung kaufen könnte, aber das ist hier ja keine realistische Berechnung, denn die Kosten des Kaufs, der evt. Tilgung, Zinsen, ( Unterhalt/Reparaturen) etc. müssen berücksichtigt werden.

Wo ist die Sicherheit, dass nach Ablauf des Zeitraums die Wohnung auch tatsächlich zu dem Preis verkauft werden kann, dass damit unter Berücksichtigung aller entstandenen Kosten und der ggf. zu zahlenden Miete für den gleichen Zeitraum hier noch „Gewinn“ übrig bleibt.
Hierbei ist noch nicht berücksichtigt, dass ein evtl. vorhandenes Eigenkapital statt zum Kauf aufgezehrt durch Zinsen anwächst.

LG

angenommen jemand wüßte, dass er für einen bestimmten,
längeren Zeitraum in einer Stadt wohnen wird. Würde es sich
zwangsläufig für denjenigen lohnen eine Wohnung zu kaufen
statt zu mieten? Ich höre immer wieder, dass es blöde ist X €
miete zu zahlen, wenn man damit auch ein darlehen kündigen
könnte und so nach Ablauf des darlehens man eine Wohnung
erhält.
Allerdings muss es doch auch Gründe geben, die dagegen
sprechen. Mir fallen nur folgende ein:

  1. Man ist lange an ein bestimmtes objekt gebunden.

  2. Man hat das risiko eines wertverlustes. Allerdings hat man,
    wenn der Wertverlust nicht 100% beträgt am ende gewinn
    gemacht.

  3. Eventuelle reperaturen muss man selbst zahlen. Auch hier
    verlängert sich zwar die Zeit, bis man die wohnung abbezahlt
    hat, allerdings gehört sie einem im anschluss.

irgendwie seh ich nur punkt 1 als nachteil und damit könnte
ich leben. Theoretisch könnte man aber so auch 20 miethäuser
kaufen und wieder vermieten und würde immer gewinn machen,
solange die miete höher ist als die zinsen der bank. sobald 1
cent für die tilgung bleibt macht man gewinn. Das kann doch
nicht sein.

gruß
Simon

Hallo,
eigentlich ist diese Überlegung einfache Mathematik. Miete schmeißt man immer zum Fenster raus also kann man mit einem Wohnungskauf (wenn man ein paar wichtige Regeln berücksichtigt) nie etwas falsch machen. Grund und Boden wächst nicht nach und es gibt kein Jahr wo die Mieten in Deutschland gesunken sind. Die Idealkonstellation ergibt sich, wenn man den ortsüblichen Mietpreis nimmt und dieser nach Abzug von Instandhaltungsrücklagen und Hausverwaltung, noch für Zins und Tilgung reicht. Einen neutralen Überblick über aktuelle Immobilienpreise findet man auf meiner Seite: http://confido-wirtschaftskanzlei.de/immobilien_deut…

Grund und Boden
wächst nicht nach und es gibt kein Jahr wo die Mieten in
Deutschland gesunken sind.

meine Freundin hat letztes Jahr eine Mietsenkung bekommen von 6%

Die Idealkonstellation ergibt sich,
wenn man den ortsüblichen Mietpreis nimmt und dieser nach
Abzug von Instandhaltungsrücklagen und Hausverwaltung, noch
für Zins und Tilgung reicht.

wenn man selbst während der kompletten tilgung dort wohnt oder es immer nahtlos vermieten kann. Zusätzlich dürfen keine extra kosten (defekte Heizung, schimmelbildung…) anfallen. Versicherungen kommen auch noch hinzu.

meine Freundin hat letztes Jahr eine Mietsenkung bekommen von
6%

Dann waren das bestimmt besondere Umstände auf Grund von Mängeln oder der „hervorragenden“ Lage. Wichtigster Grundsatz bei Immobilien: Lage, Lage, Lage…

wenn man selbst während der kompletten tilgung dort wohnt oder
es immer nahtlos vermieten kann. Zusätzlich dürfen keine extra
kosten (defekte Heizung, schimmelbildung…) anfallen.
Versicherungen kommen auch noch hinzu.

Ok das mit der einfachen Mathematik war nicht richtig angekommen. Ich gehe nicht davon aus, dass man sich eine x-beliebeige Wohnung kauft, sondern etwas ordentliches zum Top-Preis. Dabei geht man immer von der Vermietungssituation aus „was wäre wenn“ Weiterhin sollte man sich erstmml mit Instandhaltungsrücklagen, Gemeinschafts- und Sondereigentum beschäftigen bzw. mit umlagefähigen Kosten. Eine defekte Heizung z.b. ist i.d.R. eine Sache der Gemeinschaft und wird aus den Rücklagen bezahlt.
Einfach mal die jähliche Belastung vergleichen wenn man mietet und wenn man kauft (auch mit allen Sonderausgaben) und sich dann überlegen was man von den Ausgaben als Gegenleistung hat :wink:
BG