Kaufkraftverlust

Hallo an Alle!
Ich weiß jetzt nicht, ob ich in diesem Forum richtig bin. Aber ich versuche es mal.
Wie berechnet man den Kaufkraftverlust von z.B. 10.000 € vom 1.1.1988 - 31.12.2005?
Vielen Dank für Ihre Antworten.
Hans

Man teilt die Inflations %te durch 100
addiert 1 drauf und multipliziert die Zahl fortlaufend
mit dem Vorgänger
(erfundene %te, aber nicht ganz realitätsfern.
demnach sollten wir eine Entwertung von 1,12=12% haben,
aus 10000 mach 8800 etwa.
In der summe ergeben sie nur 11,6%, Man kann also durchaus
summieren und trifft die Kernaussage ganz gut.
Wenn die Inflation höher wär, kann man das nicht mehr.

Inflation% Entwertung
1998 2 1,020 1,020
1999 1 1,010 1,030
2000 1,5 1,015 1,046
2001 1,7 1,017 1,063
2002 1 1,010 1,074
2003 1,1 1,011 1,086
2004 1,2 1,012 1,099
2005 2,1 1,021 1,122

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Hallo an Alle!
Ich weiß jetzt nicht, ob ich in diesem Forum richtig bin. Aber
ich versuche es mal.
Wie berechnet man den Kaufkraftverlust von z.B. 10.000 € vom
1.1.1988 - 31.12.2005?

Der Verbrauchsgüterpreisindex lag 1991 (ältere Daten habe ich grad nicht griffbereit) bei 81,9 und 2004 bei 106,2. Das sollte für eine näherungsweise Berechnung reichen, wenn man berücksichtigt, daß die Inflation in den fehlenden Jahren zwischen 2 und 3% betrug.

Gruß,
Christian

WOW!
Erst einmal vielen Dank für Euere Antworten.
Aber ich habe leider Schwierigkeiten mit der Umsetzung, da ich von der sozialpädagogischen Berufssparte her komme und ich mich mehr mit persönlichen und menschlichen Problemen herum schlagen mußte, als mit volkswirtschaftlichen.
Ich habe mir in der mir eigenen einfachen Weltanschschauung gedacht, daß es gar nicht so kompliziert ist, meine ursprünglich gestellte Frage zu beantworten. Ich hätte wahrscheinlich eine Frage stellen sollen, welche niederschmetternde Selbsterkenntnis, die für mich verständliche Antworten zuläßt.
Also, vielen Dank nochmal und viele Grüße von einem in seinen wirtschaftlichen Grundkenntnissen überforderten
Hans

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Nimm’s mir nicht übel,
aber auch da muss man rechnen können,
ein grosser Teil ist da sicherlich
auch Psyscholgie, aber auch da
ist viel rechnen angesagt,
bis zum Abschluss.
Viele soziale Probleme
ergeben sich aus Überschuldung,
weil die Leute nicht rechnen können
und auf zB Kreditwerber reinfallen.
Das ist natürlich gut für die Arbeitsplätze
der Sozialpädagogen, aber nicht für die Leute,
die sie betreuen sollen. Also Du solltest
das aufarbeiten. Pisa lässt grüssen.
Auch wenn Du später oder jetzt schon
einen öffentlich finanzierten Arbeitsplatz
haben solltest, musst Du dich ständig
mit Budgetierproblemen rumschlagen.
Die Leute des Stadtkämmers ziehen Dich
(also dein berugliches aufrichtiges anliegen)
dann über den Tisch, wenn du das nicht kannst.

HALLO!
Zu Deiner Beruhigung: Ich bin durchaus in der Lage, 2 und 2 zusammen zählen zu können, ich habe mein Fachabitur in Mathe mit 1 absolviert.
Der Gruß vom „Schiefen Turm“ ist also nicht unbedingt erforderlich.
Es möge mir nachgesehen werden, daß ich mit den fachspezifischen ökonomischen Termini nicht so vertraut bin, mit Rechnungen und Zahlen kann ich durchaus umgehen. Mein letzter Beitrag sollte eigentlich die Angelegenheit etwas unverkrampfter umschreiben.
Viele Grüße
Hans

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Also ich stand unterm dem Eindruck,
dass Du den Lösungsweg dazu haben willst, wie man
den Kaufkraftverlust ausrechnet, nicht die wie er war,
das kann man auf den Seiten des Statistikamts nachlesen.
Dazu sagte ich, ohne zu wissen dass Du in Mathe eine 1 hast,
dass man die prozentuale Inflationsrate jeden Jahres
durch 100 teilt und 1 aufaddiert.
Dann multipliziert man nacheinander
die Zahlen miteinader vom ersten
bis zum letzen Jahr. Da die Inflations
raten sehr niedrig waren, kann man sie auch
einfach addieren, was nicht so lange dauert
und nicht so mühsam ist, dazu muss man
wirklich nur 1 und 2 zusammenzählen können,
in einem Meeting mit dem Stadtkämmerer
hat man schneller sein Argumente zur Hand.
Wenn die Inflationsraten höher werden,
muss man multiplizieren.

Ich weiss jetz nicht, wer Dir diese Aufgabe gegeben hat,
aber sie ist sehr interessant.
10000 Euro sind ungefähr der Betrag
der steuerfrei von einem Geringerverdiener pro Jahr verdient
werden kann. Da nun in Zukunft die Inflation aufgrund
der Mwst-Erhöhung und der ÖNPV und Energiekosten steigen könnte,
sollte es auch Lohnerhöhungen geben, die aber nicht
oder nur im geringen Masse den Kaufkraftverlust des
Verdienstes auffangen.
Sagen wir mal:
Inflation
2006 3%
2007 4%
2008 3%
2009 4%
macht 1,03*1,04*1,03*1.04=1,14
=14,7% Kaufkraftverlust
wenn man addiert, machts nur 14%.
Also 5% des Verlustes weniger.
Aber macht ja nix, der Arbeitgeber gleichts ja fast
wieder aus. Wenn da nicht die Steuer wär.
Denn bei 11400 muss der Arbeitnehmer auch noch Steuern
bezahlen, vielleicht so 30-50 Euro pro Monat plötzlich,
obwohl er sich vom höheren Lohn nicht mehr kaufen kann,
eben wegen der Inflation.
Vielleicht rutsch er auch noch über die Gebührenfreiheitsgrenze
des Kindergartens/hortes und kann auch noch da Gebühr zahlen.
Auch die Busmonatskarte zur Arbeitstätte steigt im Preis und zwar heftig, da es nicht mal 15KM sind, kann er das neuedings nicht mal absetzen auch hat er einen niedrigeren Arbeitnehmerfreibetrag,
genau wie die Heizkosten, der Vermieter will auch noch mehr Miete, da er auf der Bank nun höhere Zinsen bezahlen muss,
für die Hypothek des Mietobjekts, die steigen nämlich auch bei Inflation, und zwar stärker als die Inflation, die Bank braucht eine Prozentuale Marge zwichen selbst geliehenem Geld und verliehenem
Geld. Da die Mehrzahl der Wohnungen an H4 Empfänger
vermietet werden, und das Amt mitzieht, ist er nicht bereit
für den letzten verleibenden Arbeitnehmer in seinem Mietblock
eine Ausnahme von seinem getiegenem Mietschema zu machen.

Da guckt der Geringverdiener sich seinen Nachbarn an, der H4 empfängt.
Der braucht keine Monatskarte, die Mieterhöhung übernimmt das
H4-Amt, wie die Heizkosten, Kindergartengebühren zahlt der auch
nicht, zufällig verliert der Geringverdiener seinen Arbeitsplatz, bekomm aber zu gleichen Konditionen einen neuen angeboten, er rechnet nach, er brauch nicht mehr arbeiten, H4 bringt mehr Freizeit bei gleichem Geld oder gar mehr Geld, er wird mit seiner Familie Kunde des Sozialenbetreuungsapparates des Staates, was genau an diesen 5%
liegen kann.

Das ist gut für die Arbeitsplätze im Ausland und die Arbeitsplätze
der Betreuungsbeamten, erstmal, dann aber nicht mehr,
denn der Arbeitnehmer speist keine 600 Euro ins System ein
sondert zieht nun 900 netto ab, nur wegen dieser ömmeligen 50 euro.

Es ist auch im Monent nicht so entscheidend, was das Statistikamt
als allgemeine Inflatonrate ausrechnet, sondern im Sinne
der Reduzierung der Arbeitslosigkeit ist es wichtig,
wie der Konsumkaufkraftsverslust (nach Miete und Heizkosten und Arbeitswegkosten), für eben genau die Menschen ist, die so an der persönlichen Renatbilitätsgrenze zwischen H4 und Niedriglohnjob sind.
Ich schätze den auf so 5-10% pro Jahr. Wenn sich da nichts dran
ändert (Durch Steuer und Gebührennachlass, Kombilöhne)
und/oder Sozialkürzungen, das wirds nichts geben mit Reduktion der Arbeitslosigkeit.

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