Liebe/-r Experte/-in,
ich hoffe, ihr könnt mir einen guten Rat geben.
Mein Elternhaus wurde unserer Familie, das heißt meinen Eltern und „deren Angehörigen“, im Jahre 2004 zum Kauf angeboten. Das Haus wurde seit Errichtung von meinen Eltern bewohnt. Ein Verkauf an Dritte sollte, so stand es in dem Angebotsschreiben, nicht erfolgen.
Nun ist nach meinem Vater auch meine Mutter verstorben und mein Sohn hat sich entschlossen das Haus, wenn er es finanzieren kann, doch zu kaufen.
Ich rief also bei der gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft an, und bat den Mitarbeiter um ein aktuelles Kaufangebot und bezog mich auch auf das Schreiben von 2004. Und nun kommts. Da wollen die jetzt, nach knapp 7 Jahren 21 Prozent mehr haben. Ihre Begründung: Die Nachfrage und die bislang erzielten Verkaufspreise verbunden mit der guten Wohnlage, haben eine große Gewichtung bei der Neubewertung erhalten.
Ich dachte ich spinne: Die Nachfrage? Das Haus sollte doch an die ersten Mieter verkauft werden. Die bislang erzielten Verkaufspreise? Wenn Außenstehende kaufen, können sie auch einen angemessenen Preis bezahlen, Angebot-Nachfrage. Bislang hat noch kein Erstmieter oder deren Angehöriger das Haus gekauft. Die gute Wohnlage? Die war vor 7 Jahren auch schon da, das Haus wurde nicht versetzt. Eine Neubewertung infolge Begehung hat auch nicht stattgefunden und in den über 40 Jahren wurde an dem Bau außer neue Fenster und einen Anstrich nichts getan, geschweige denn die letzten sieben Jahre. Auf eine Schimmelwand hat man nur eine Platte geklebt. Auf Rücksicht auf unsere alte Mutter haben wir das nicht weiter beanstandet.
So, nun sitze ich hier mit einer großen Wut im Bauch und weiß nicht, wie ich mich verhalten soll, geschweige denn vorgehen soll. Mein Sohn ist in dem Haus groß geworden und es hängen viele Erinnerungen daran.
Was kann ich tun??
Ich denke rechtlich werde ich keine Handhabe haben oder?
Über eure Tipps wäre ich sehr dankbar!
Es grüßt euch
sissi