Hallo Jörg,
Achtung. Ist hier jemand im Brett, der als Mieter oder
Vermieter Gelder in eine Immobilienfirma gesteckt hat mit dem
Versprechen 4,5 oder gar 8 % Zinsen zu erhalten ?
Sind hier Mieter, die ihre Kaution dem Makler oder dem
Hausverwalter ausgehändigt haben, der dann das „Geld mit den
sicheren Zinssätzen“ im Immobilienbereich, auch in anderen
Unternehmen angelegt hat.
=> Dein Posting ist so allgemein, daß sich ja bald jeder
Mieter oder Eigentümer angesprochen fühlen muß.
Es kann wohl nicht sein, dass sich Mieter oder Eigentümer allgemein angesprochen fühlen. Denn wenn ein Hausverwalter Kautionsgelder - auch mit Zustimmung des Vermieters - im Immobilienbereich zu höheren Zinsen anlegt, macht er sich strafbar. Dieses Geld ist nicht gesichert.
Grundsätzlich ist es ja auch nicht verboten, Kautionen oder
andere Gelder mit mehr als dem vorgeschriebenen Zinssatz für
Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist anzulegen. In
diesem Fall muß die erreichte Verzinsung allerdings voll an
den Mieter weitergegeben werden.
Das ist ein völlig anderes Thema. Mit meinem Hinweis nichts zu tun.
In solchen Fällen bitte setzt Euch mit mir in Verbindung. Ich
kann dann die Kontakte mit der zuständigen Kripo und dem
zuständigen Dezernat des LKA Baden-Württemberg herstellen.
=> Mal abgesehen von Studenten, die erst mit 21 volljährig
sind könnte das jeder mit entsprechenden Informationen selber
tun.
Ich nehme durchaus an, wenn jemand in Leipzig, Berlin, Köln, Waiblingen usw. die Information erhält, wenn eine Firma, in die Geld investiert wurde, im IMMO Bereich „denn Bach hinunter ging“ oder seine Kaution als „Zertifiziertes Anlagekapital mit halbjährlicher Zinsausschüttung“ verzeichnet hat, wird sich wohl der Eine oder Andere melden.
Es wird jeder verstehen, dass der Klarname des Unternehmens
nicht ins Netz gestellt werden kann…
=> nein, verstehe ich nicht. Wenn schon die Kripo
ermittelt, dürfte der Verdacht des Betruges, der Untreue oder
sonstiges gegeben sein und damit die stellt Bekanntgabe des
Unternehmens keine Verleumdung dar.
Überlasse mir ruhig die juristische Bewertung, ob es zulässig ist, einen Namen ins Netz zu stellen. Ich habe kein überflüssiges Geld, um einer von der StA oder dem LKA vorgesehenen Pressemitteilung vorzugreifen und mich, durch Nennung des Namens haftbar machen zu lassen.
…und derzeit die Recherchen der Presse erst am Laufen sind.
=> Ermittelt die Kripo auch, oder nur die Presse?
Es ermitteln Kripo und LKA. Der Fall, der erst am Anfang ist, greift über das gesamte Bundesgebiet. Zudem recherchiert derzeit ein Presseorgan.
Sorry, aber das klingt zunächst mal wie Adreßgenerierung…
Deswegen bitte ein wenig mehr Informationen. Ist nicht böse
gemeint. Aber mir ist trotz guter branchenkenntnis nichts
bekannt, was grade im großen Stil läuft (außer den hinlänglich
bekannten Strukturvertrieben). Und ein paar Strolche laufen
(leider) immer rum und machen uns das Leben schwer.Nur kümmert
sich da keine Kripo drum.
Das ist richtig, sofern nicht angelegte Gelder weg sind und Kautionsguthaben von Mietern mit 4, 5 oder 8 % als Firmenanlage mit Zustimmung der Vermieter nicht ordnungsgemäss angelegt worden sind.
Also nichts für ungut, aber ein wenig mehr Info wäre
wünschenswert.
Ich gehe davon aus, dass wir uns - auch wenn Ermittlungen laufen - darüber klar sind, dass die Nennung eines Namens durch eine Privatperson zu Schadenersatzansprüchen führen kann.
Gruss Günter