Kegel und Kegelschnitte

Hallo!

ich muss meine Facharbeit über Kegelschnitte schreiben.
Das ist leider auch so ziemlich das einzige, was ich als vorgabe bekommen habe.

Ich find im Internet und Büchern nur irgendwelche Formeln wie z.b.

x²+y²=ez² (Fläche eines Doppelkegels)

Was gibt denn diese Formel genau an, bzw. was kann ich damit anfangen und wofür stehen die variablen x,y und z und was ist e?

Und wie kann ich denn einen Kegel in einemKartesischen Koordinatensystem angeben? Ist das die Formel?

Und hat jemand Tipps, wo man etwas Verständliches über Kegel und schnitte finden kann. Irgendwelche Bücher oder Seiten im Netz.

Über antworten würde ich mich sehr freuen.
Danke

Hallo,

Und hat jemand Tipps, wo man etwas Verständliches über Kegel
und schnitte finden kann. Irgendwelche Bücher oder Seiten im
Netz.

na wie immer:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kegelschnitt

Olaf

da war ich natürlich schon drauf, aber das hilft mir leider nicht weiter beim verstehen der formel

x²+y²=ez²

Ein Kreis mit dem Radius R, der parallel zur x-y-Ebene in der Höhe z=h verläuft, wird im kartesischen x-y-z-Koordinatensystem durch die Gleichungen

x2 + y2 = R2
(laut Satz des Pythagoras: x-Koordinate, y-Koordinate und Radius bilden immer ein rechtwinkliges Dreieck mit dem Radius als Hypothenuse)

und z=h

beschrieben.

Wenn wir die Gleichung z=h weglassen, erhalten wir eine unendliche Zylinderfläche (ohne Deckflächen), die sich unendlich in beide Richtungen der z-Achse erstreckt.

Nun gehen wir über zu einer Kegeloberfläche mit der Höhe h. Ein Kegel ist dadurch charakterisiert, daß sich bei Schnitt mit einer Ebene parallel zur Grundfläche immer ein Kreis ergibt.

Der Radius r(z) dieses Schnittkreises beträgt in Höhe der Grundfläche (hier ist z=0) r(z) = R

und in Höhe der Kegelspitze r(z)= 0.

Laut Strahlensatz gilt:

r(z)/(h-z) = R/h, also

r(z) = (h-z)*R/h

Die Gleichung der Kegeloberfläche lautet somit:

x2 + y2 = r(z)2

und wegen der gerade angestellten Überlegungen x2 + y2 = (h-z)2 * R2/h2

Wegen (h-z)2 = (z-h)2 beschreibt diese Gleichung einen Doppelkegel.

Durch die Koordinatentransformation zneu = h-z

erhält man die Gleichung

x2 + y2 = z2 * R2/h2

Der Faktor R2/h2 wird nun noch gleich e gesetzt.

Damit erhalten wir deine Ausgangsgleichung

x2 + y2 = ez2 für die Oberfläche eines Doppelkegels im dreidimensionalen kartesischen Koordinatensystem.

Genau die Punkte (x,y,z) des Raumes R 3, welche diese Gleichung erfüllen, liegen auf der Oberfläche eines Doppelkegels.

e ist hier ein Parameter. Er beschreibt, in welchem Verhältnis das Quadrat des Radiusses der Grundfläche und das Quadrat der Höhe des Kegels zueinander stehen.

da war ich natürlich schon drauf, aber das hilft mir leider
nicht weiter beim verstehen der formel

x²+y²=ez²

Hallo!

erst einaml vielen Dank für deine Ausführungen! Ich kann ihr teilweise folgen. Jedoch versteh ich nicht,was x und y in dieser Formel angeben:
x2 + y2 = R2

Eigentlich kann man einen Kreis doch nur angeben, wenn man Radius und Mittelpunkt hat. Von welchem Punkt sind in deiner Formel x und y Koordinaten? Vom Mittelpunkt?

MfG
BioLoser

In der Gleichung

x2 + y2 = R2

sind x und y die Koordinaten von den Punkten der Kreisperipherie.

R steht für einen beliebig wählbaren festen Radius. Für R könnte jede beliebige reelle Zahl dastehen.

Die ganze Betrachtung gilt für einen Kreis mit dem Koordinatenursprung, also dem Punkt (0,0) als Mittelpunkt.

Wenn der Mittelpunkt woanders läge, z. B. im Punkt (xm,ym), würde die Kreisgleichung lauten:

(x-xm)2 + (y-ym)2 = R 2.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Noch ein Nachtrag zu meinen Ausführungen von soeben.

In der Hauptantwort zur Herleitung der Gleichung für den Doppelkegel liegt der Mittelpunkt des Grundflächenkreises am Anfang der Betrachtungen zunächst im Punkt (0,0,0).

Durch die Koordinatentransformation zneu = h-z wird die Spitze des Doppelkegels in den Punkt (0,0,0) verschoben.

Der Parameter e in der Gleichung
x2 + y2 = ez2

kann geometrisch auch wie folgt gedeutet werden:

e = R2/h2

=> Quadratwurzel aus e = R/h = tan alpha, wobei
alpha die Hälfte des Öffnungswinkels an der Kegelspitze ist.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Vielen vielen Dank!!!
Du hast mir ersteinmal sehr weiter geholfen.

Danke