Kehlsteinhaus

hallo,

hoffe, ich bin im richtigen brett.

wer kennt sich zum thema kehlsteinhaus/eagles nest aus?

mir gehts im speziellen um die frage:

zum bau der strasse „durch“ den berg, wurden arbeiter vom „amtskollegen“ mussolini herangeschafft.
waren das juden?

danke und gruß

rasta

hallo,

hoffe, ich bin im richtigen brett.

wer kennt sich zum thema kehlsteinhaus/eagles nest aus?

mir gehts im speziellen um die frage:

zum bau der strasse „durch“ den berg, wurden arbeiter vom
„amtskollegen“ mussolini herangeschafft.
waren das juden?

Hallo !

Warum das? Mussolini hat sich in Italien nicht so benommen, wie die Nazis?

Es gab erst eine Judenverfolgung in Italien, nachdem Italien Deutschland 1943 den Krieg erklärt hat.

Gruß max

Hallo Max,

erstmal danke für Deine Anwort.
Ich hatte so eine Art „Heft“, das sich um das Kehlsteinhaus dreht.

Dort steht beschrieben, das die Strasse und Lift, etc von italienischen Gastarbeitern irgendwie(sorry, ist schon etwas her) in Verbindung mit Mussolini gebaut wurde.

Ein Bekannter sagte mir, das dies von Zwangsarbeitern(Juden) gebaut wurde. Darüber stand aber nichts indem Heft.
Deswegen wüsste ich gerne wirklich bescheid

gruß

rasta

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Hallo Diskutanten,

einer der ersten (soviel ich weiß 1941 oder 1942) nach Deutschland gekommenen italienischen Gastarbeiter, Beppo Agnoli aus Mainz, hat mir einmal berichtet, daß der Unterschied zwischen den Begriffen „Gastarbeiter“ und „Fremdarbeiter“ sich auf das politische Verhältnis zu den Herkunftsländern bezog. Gastarbeiter waren „Brüder der Achse“ und „Gast-“ bezeichnete die (relativ!!) ggü. den Fremdarbeitern, von denen ja auch ein wesentlicher Teil „freiwillig“ nach Deutschland gekommen waren, geringfügig bessere Behandlung. Kasernierte Unterbringung und viele andere Ekligkeiten wurden allerdings auch den Gastarbeitern zuteil, so daß sie sich in den Augen von Zeitzeugen wohl kaum von Fremd-, Zwangsarbeitern unterschieden.

Eine weitere mögliche Fährte ist das Hitler-Mussolini-Abkommen betreffend Südtirol. Darin wurde ein Kontingent von (auszusiedelnden) Deutschen festgelegt, bevor man die Südtiroler gefragt hatte. Dies führte unter anderem zur „Eindeutschung“ einer großen Zahl von entmündigten südtiroler Psychiatriepatienten, die als staatenlose displaced persons noch Jahrzehnte nach 1945 u.a. im PLK Schussenried lebten, weil sie zu einem Zeitpunkt angekommen waren, als die systematische Ermordung von Psychiatriepatienten mit Zyklon B durch das weniger auffällige Aushungern abgelöst worden war. Das Thema „italienische Zwangsarbeiter“ müßte in diesem Zusammenhang in der Richtung beleuchtet werden, ob eventuell südtiroler Häftlingen im Gegenzug für eine „Deutschland-Option“ Hafterleichterungen versprochen worden waren. Dies ist aber eine rein spekulative Fährte, ausgehend von dem Anhaltspunkt der von Dir zitierte Aussage offenbar eines Zeitzeugen „Zwangsarbeiter aus Italien in Deutschland“.

Schöne Grüße

MM

Hallo,

das einzige was Mussolini herangeschafft hat, ist der Marmor des Kamins im Kehlsteinhaus.

Das Kehlsteinhaus entstand auf Grund einer Idee Martin Bormanns. Es war das Geschenk der NSDAP für Hitler an dessen 50. Geburtstag (1939).

Das Haus und die Straße wurden mit Hilfe der Organisation Todt gebaut. Die verwendeten Baumaterialen wurden aus ganz Deutschland herbei geschafft.

Einen Hinweis, das „Gastarbeiter“ oder „jüdische Häftlinge“ an dem Bau beteiligt waren, habe ich nicht gefunden. Meiner Meinung nach spricht auch die Bauzeit dagegen. Der Bau wurde 1937 angefangen und die Inhaftierung und Verschleppung von Juden doch später. 1937 - 1939 beschränkte sich die Judenverfolgung noch auf die wirtschaftliche Zerschlagung und Entmündigung der Juden. Sie sollten definitiv von den „Deutschen“ zu unterscheiden sein. Die Deportationen haben dann erst 1940 angefangen. Eine interessante Zeitleiste findet sich unter http://judenverfolgung.no-sa.de

„Gast“- oder „Fremdarbeiter“ hat es in Deutschland auch nur während des Krieges gegeben. Da die Bauzeit des Hauses vor dem Krieg liegt, denke ich, kann man auch den Einsatz solcher Arbeiter ausschließen.

Bedauerlich finde ich nur, was auf manchen Homepages über das Kehlsteinhaus zu lesen ist. Die Informationen sind mehr als dürftig, besonders was die Geschichte des Hauses angeht.

Es sollte nicht vergessen werden, dass dieses Haus für einen Verbrecher gebaut wurde, der sich dort oben an der frischen Luft und der (unbestreitbar) schönen Aussicht ergötzen konnte (was er anscheinend nicht oft gemacht hat) um neue Verbrechen zu planen. Es wäre besser gewesen, wenn das Haus mit dem Rest des Berghofes gesprengt worden wäre.

hallo kumbayer,

danke für deine antwort.

das mit dem geschenk usw. wusste ich bereits.
mir ging es nur um die judenfrage-

ich finde den bau(strasse durch den berg, tunnel mit aufzug und das haus selber) beeindruckend. wäre es auf menschenleben entstanden, hätte das nen bitteren nachgeschmack.

dann wäre meiner meinung nach eine sprengung gerechtfertigt gewesen.
die allierten haben sich auch gedanken darüber gemacht und eine kommission kam zu dem schluss, das haus bestehen zu lassen.
(und nachdem von den allierten sehr viel zensiert wurde…)
deswegen glaube ich, das es müsig ist, wenn wir darüber diskutieren

viele grüße

rasta

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