HALLO
Nehmen wir mal an, eine Frau (41) bekommt ab dem 1.9.08 keine EU-Rente mehr (wurde ohne Unterbrechung seit 1991 gezahlt); Widerspruch wurde mit dem VdK bereits eingereicht.
Da ihr die BfA erst vor einer Woche mitgeteilt hat, dass die Rente eingestellt wurde, hatte sie leider kaum Zeit, sich zu erkundigen, wie es jetzt weitergehen soll.
Normalerweise würde sie am Montag zur Arbeitsagentur gehen und den Antrag auf Arbeitslosengeld abgeben, den sie sich bereits besorgt hat.
Dort müsste sie dann einen Antrag, der eine Woche vorher gestellt werden muss, stellen, damit sie zu ihrer Mutter fahren kann, die 250 km entfernt lebt.
Sie weiß seit knapp zwei Wochen, dass die Mutter Bauchspeicheldrüsenkrebs im Endstadium hat und die nächsten Wochen sterben wird. Sie muss und möchte so schnell es geht zu ihr nach Hause, da die Mutter alleine lebt und ihr Sohn keinen Urlaub mehr bekommt und auch restlos überfordert ist, um sie weiterhin zu pflegen.
Es wurde ein Antrag auf Pflegedienst gestellt, da die Frau mit ihrer eigenen Erkrankung bei der Mutter nur einfache Pflege wie füttern, Medikamente geben usw. übernehmen kann.
Ist sie jedoch ab Montag bei der Arbeitsagentur gemeldet, darf sie nicht so lange bei ihrer Mama bleiben, bis diese stirbt, ohne zigmal eine Erlaubnis einzuholen.
Und sie muss immer bereit sein, sofort eine evtl. Arbeit annehmen oder Beratungsgespräche usw. wahrnehmen zu können.
Aufgrund der Entfernung und der Familiensituation kann sie das aber nicht machen, vom Benzingeld ganz zu schweigen.
Nun meine Frage:
Wenn sie ab dem 1.9. von niemandem mehr Geld bekommen – weder Rente noch Alg – und in diesem Fall auch nicht wollen würde: Kann sie zur Krankenkasse hingehen und sagen, dass sie ihre Beiträge bis auf Weiteres aus ihrer eigenen Tasche zahlt, damit sie krankenversichert ist?
Sie hat bis jetzt pro Monat ca. 70 € Beiträge gezahlt.
Wird das dann das Doppelte sein, da ja die BfA nicht mehr die andere Hälfte zahlt, oder ist es in diesem Fall teurer, wenn man das von sich aus machen möchte?
Ich bitte um ganz schnelle Antwort! Niemand kennt sich aus und ihrer Mama läuft die Zeit weg. [MOD] gelöscht
Die Frau hat vor, nachdem ihre Mama gestorben ist, alles in Ruhe zu beantragen und evtl. anwaltlichen Rat einzuholen. Aber das dauert jetzt alles viel zu lange. Bis sie die nötigen Termine bekäme und alles bearbeitet würde, würde die Mutter nicht mehr leben.
Sie weiss, dass sie erst ab dem Zeitpunkt Alg bekommt, wenn sie den Antrag abgegeben hat. Aber irgendwie wird sie die Zeit mit finanzieller Unterstützung einiger Leute schon hinbekommen [MOD] gelöscht.
Danke schon mal im Voraus!
Ich hoffe, Ihr könnt der Frau einen Rat geben. Sie würde Montag früh gleich loslegen und vielleicht schon am Nachmittag im Auto auf dem Weg zu ihrer Mutter sitzen wollen.
Liebe Grüße
ELIANA
MOD:
– Titel Archiv-tauglich gemacht
– Text zur besseren Verständlichkeit formell überarbeitet
– Passagen wg. FAQ-Verstoßes gelöscht (kursiv)