Ich befinde mich im BWL-Studium an der Berufsakademie und beende
dieses im Sept. 04, also demnächst. Ich wollte gern weiter studieren
(entw. Uni oder FH in höheres Semester einsteigen oder neues Studium
Kommunikationswissenschaft zum Bachelor-3 Jahre), aber durch das
abgeschlossene BA-Studium hab ich keinen Anspruch mehr auf BAföG,
obwohl ich es zum einen nie in Anspruch genommen habe und zum anderen
nach dem Verdienst meiner Eltern in jedem Fall Anspruch hätte.
Ohne BaföG kann ich aber mein Studium nicht finanzieren. Ich weiß,
dass ich den Bildungskredit z.B. beantragen könnte. Aber der
Höchstsatz von 300 EUR im Monat reicht nicht mal, um die Miete in
München für das WG-Zimmer zu bezahlen (außer ich hab Glück und find
was relativ Günstiges).
Habe ich Anspruch auf Sozialhilfe/Wohngeld oder andere Beihilfen??
Was soll ich tun??
Was soll ich tun??
Hallo Steffi,
so hart es klingt : Arbeiten !
Der Steuerzahler hat kein Interesse daran, dir auch noch ein zweites Studium zu finanzieren.
Du solltest dankbar für das erste sein !
Nix für ungut !
Heidi
Habe ich Anspruch auf Sozialhilfe/Wohngeld oder andere
Beihilfen??
Hi,
kurz und knapp: nein! Sozialhilfe ist nicht dazu gedacht, Ausbildungen zu finanzieren. § 26 BSHG schließt dies ausdrücklich aus. Es gibt zwar Härtefälle (Ausnahmen), aber dazu gehört kein Zweitstudium. Und Wohngeld bekommen Studenten m.E. auch nicht. Könntest aber mal beim Wohngeldamt nachfragen.
Gruß
Nelly
Hallo Steffi,
ein Zweitstudium finanziert Bafoeg natürlich nicht. Aber wenn du im bisherigen Fach weiterstudierst, einen höheren als den erreichten Abschluss anstrebst, halte ich es für denkbar. Wer den Bachelor erreicht hat kriegt ja auch noch Bafoeg bis zum Master.
Ansonsten: Wenn du Arbeit suchst, aber keine findest, bekommst du Sozialhilfe. Wenn du die Zeit nutzt, um trotzdem weiterzustudieren, kommt da keiner hinter. Du müsstest aber belegen, dass du dich ernsthaft um eine Stelle bemühst und sie auch antreten, falls du eine findest.
Solltest du aber schnell eine finden bleibt dir noch berufsbegleitend das Fernstudium an der Uni Hagen.
Gruß
Peter
Hallo Nelly,
Habe ich Anspruch auf Sozialhilfe/Wohngeld oder andere
Beihilfen??
Und Wohngeld bekommen Studenten m.E. auch nicht.
im Erststudium nicht (BaföG deckt alles ab), im Zweitstudium klappt es.
Tschuess maxet.
Hallo Carmen,
guter Tip zum Volkssport Sozialschmarotzen!!
hast du das überlesen?:
…, dass du dich ernsthaft um eine Stelle bemühst und sie auch antreten,
falls du eine findest.
Wenn man arbeitslos ist, und das sind heutzutage ja leider viele, halte ich es für unsinnig, die Zeit nicht zum Studierenzu nutzen.
Und dann hatte ich auch noch das angesprochen:
Solltest du aber schnell eine finden, bleibt dir noch berufsbegleitend das
Fernstudium an der Uni Hagen.
Gruß
Peter
Hallo Peter,
mir gings vornehmlich um den Spruch „…da kommt keiner dahinter…“
Sicherlich ist es sinnvoll sich nebenbei weiterzubilden. Und vor allem ist es noch sinnvoller (wenn möglich) zu arbeiten. Aber Steffi geht es ja scheinbar darum ein reines Zweitstudium per Staat zu finanzieren… und auf das bezogen wäre es nun einmal Sozialschmarotzen…
Gruß
Carmen
Hallo Carmen,
Sicherlich ist es sinnvoll sich nebenbei weiterzubilden.
Dann sind wir uns ja einig. 
mir gings vornehmlich um den Spruch „…da kommt keiner dahinter…“
Na ja. Das Problem ist halt:
-
Wenn du studierst, bist du nicht arbeitslos, bekommst also nichts.
-
Wenn du nach Arbeit suchst, und in der Wartezeit studierst, anstatt die Decke anzustarren, wirst du unter 1 eingeordnet.
Aber Steffi geht es ja scheinbar darum ein reines Zweitstudium per Staat
zu finanzieren… und auf das bezogen wäre es nun einmal Sozialschmarotzen…
Ich habe eher den Eindruck, dass sie sie Lage nicht kennt und einfach mal fragt, was so geht. Wenn sie 22 ist und schon einen Abschluss hat, ist sie ja fast so etwas wie ein Blitzstarter. Andere machen in dem Alter geade mal ihr Abitur und überlegen dann ganz langsam, was sie studieren könnten. Und wenn manchen Studenten bis zum 28., 29., oder 30. Lebensjahr problemlos Befoeg bezahlt wird, weil sie ein Fach mit langer Studiendauer gewählt haben, warum dann nicht auch jemandem, der einen Zwischenabschluss erzielt hat, aber mehr machen möchte?
Gruß
Peter
Hallo Heidi,
jobben werde ich sowieso, das steht gar nicht zur Debatte. Nur muss ich einen gewissen Grundstock zur Versorgung haben, denn es kann immer mal sein, dass ich zeitweise mal nicht arbeiten kann, weil ich für Prüfungen lernen muss o.Ä… Wenn das passiert, dann kann ich nicht einmal mehr Miete zahlen und was tue ich dann?
Arbeiten tue ich schon Zeit der Schulzeit nebenher, denn das, was vom Staat kommt, ist ein Witz.
Für das erste dankbar sein? Wie meinst du das? Ich hab während meines ersten Studiums Geld verdient und kein BAföG bezogen.
Das war ja einer der Hauptgründe, warum ich überhaupt an der BA studiert habe. Weil ich nämlich nebenher offiziell eine Ausbildung mache und mir das Studium sozusagen vom Arbeitgeber finanziert wird. Ich hatte also auch den doppelten Stress und kein typisches Studentenleben, von Semesterferien ganz zu schweigen. Dafür hatten wir gar keine Zeit…
Nun möchte ich gern ein Studium anhängen und zwar höchstens 2 Jahre. Da ist doch Unterstützung nicht zuviel verlangt, wenn ich an andere denke, die ständig ihr Studium abbrechen oder sich umorientierten und auf viele Jahre Unterstützung beziehen, weil sie sich nicht entscheiden können, was sie denn nun eigentlich wollen.
Es geht darum, dass ich mich nicht auf Geld aus diversen Jobs verlassen kann, denn wenn da mal nix kommt, und sei es nur einen Monat, siehts schon wieder böse aus. Du weißt ja sicher, wie die Mietpreise in München aussehen…
Hallo Carmen,
wo bitte ist das Sozialschmarotzen? Bisher habe ich immer alles selbst finanziert und u.a. auch aus diesem Grund mein Erststudium an der BA absolviert. Da habe ich nebenher eine Ausbildung gemacht und damit Geld verdient, um überhaupt leben zu können und nicht auf den Staat angewiesen zu sein. Ich halte überhaupt nix von Leuten, die sich ständig umorientieren, ihr Studium abbrechen und überhaupt dem Staat ewig auf der Tasche liegen. Ich bin innerhalb von 3 Jahren zum Diplom-Betriebswirt gekommen, ohne auf staatliche Hilfe zurückzugreifen und bin jetzt 22. Also, wenn ich nun den Wunsch habe, noch ein Hauptstudium von ca. 2 Jahren an der Uni oder FH anzuhängen und dafür BAföG zu beziehen, bin ich sicherlich kein Schmarotzer.
Nebenher jobben tue ich sowieso, aber was ist, wenn ich mal nicht jobben kann wg. diverser Prüfungen, für die ich viel lernen muss oder andere Hindernisse? Das kommt immer mal wieder vor und dann kann ich plötzlich keine Miete mehr zahlen… ups???
Toll, weißt du, was ein WG-Zimmer in München kostet?
Also ich spreche von einem gewissen Grundstock, mit dem ich notfalls, wenn eben dieser Fall eintritt, überleben kann. Ansonsten jobbe ich schon seit der Schulzeit nebenher, das ist eh keine Frage.
Aber wenn man mir beim BAföG-Amt am Telefon vorwirft, warum ich denn überhaupt nachfrage, weil der Staat pleite ist, aber tausende von Leuten Sozialhilfe beziehen, die eigentlich gar keinen Bock haben, morgens aufzustehen, finde ich das ziemlich grotesk.
Die paar Euro, die ich dann dem Staat koste, sind im Gegensatz dazu in Bildung investiert, damit ich eben mal nen tollen Job habe.
Aber von Bildung hält die dt. Bürokratie nicht viel, hier geht es anscheinend in erster Linie darum Leute zu unterstützen, die auf der faulen Haut liegen, damit sie genau das noch viele Jahre tun können…
Möchte mal wissen, wo du das Wort „schmarotzen“ hernimmst… da fallen mir eben genau andere Sachen ein…
Hallo Steffi,
ich hab mich bei Peter vornehmlich über den Spruch „Fällt ja eh keinem auf!“ aufgeregt. Weil genau so entsteht die Schmarotzerei (wenns eh keiner rausfindet) - egal ob jetzt vielleicht aus persönlicher Sicht berechtigt oder nicht. Weil wenn jeder nach der Meinung agiert - ich hab ja schon was reingezahlt also hol ich mir jetzt auch wieder was raus - dann mag das zwar für einen persönlich sozial sein, aber so funktioniert nun mal kein Sozialstaat.
Klar du bist wirklich superschnell, ich hatte mit 21 auch ne Ausbildung fertig (also auch Geld an Staat bezahlt und bezahl noch immer) und studier auf eigene Kappe (ohne Barfög - ohne Staat - mit Nebenjob und bin mit spätestens 24 fertig). Nur irgendwo kann der Staat nur ein Studium finanzieren, und ehrlich gesagt bin ich zwischenzeitlich für Studiengebühren und gegen das famose Barfög… weil es zumindest hier an der Hochschule von vielen nur ausgenützt wird - ich hab ja Zeit…
Nur genau das, dass du dich am Anfang selbst finanziert hast und über die BA gegangen bist ist halt dir zum Verhängnis geworden… Mir ist auch klar, dass man nach der ersten Ausbildung vielleicht nicht genau weiß wohin und, dass sich im Moment schier kein Job als Abgänger findet und das München nicht billig ist. Aber auf der anderen Seite gibt es nun mal staatliche Regelungen und wenn die jeder ausnützt dann ärgern sich die die noch zahlen nur noch mehr und ändern ihre Stategie!
Gruß
Carmen