Hallo,
ich habe im Moment ein ziemliches Problem. Ich bekomme kein BaföG, da mein Vater zu viel verdient. Meine Eltern trennen sich gerade, mein Vater muss meiner Mutter wahrscheinlich Unterhalt bezahlen und er bezahlt auch noch ein Haus ab. Das Amt rechnet aber zum Beispiel die Zahlungen für das Haus nicht mit ein und auch nicht, dass mein Vater weil meine Mutter einfach die Steuerklasse geändert hat jetzt Netto ca. 500 Euro weniger hat. (Ich habe noch zwei Schwestern, die wohnen bei meinem Vater)
Er sagt also, dass er nicht mehr als mein Kindergeld bezahlen kann, das reicht aber natürlich nicht zum Leben. Mir stehen laut BaföG Amt 550 Euro zu. Es ist auch nicht so, dass mein Vater sich drücken will.
Ich habe wie gesagt alles ausprobiert und bin jetzt total verzweifelt. Zu Hause wohnen geht nicht (zu wenig Platz) und arbeiten würde ich auf jeden Fall auch gehen, aber ich habe mein Jurastudium gerade erst angefangen und es ist eine Menge Arbeit, ich weiss schon jetzt nicht mehr wo ich die Zeit hernehmen soll.
Alle Jobs, die ich bisher hatte waren so ausgelegt, dass man mindestens 20 Stunden arbeiten musste. Soviel geht nicht und selbst dann würde es noch nicht reichen.
Hat jemand von Euch eine Idee, ob es Studienkredite auch schon für Studienanfänger gibt?
Das wäre die einzige Lösung die mir noch einfällt.
Danke schon mal und sorry für die lange mail, aber es ist alles irgendwie kompliziert:frowning:
schneehase
Er sagt also, dass er nicht mehr als mein Kindergeld bezahlen
kann, das reicht aber natürlich nicht zum Leben.
Mir stehen laut BaföG Amt 550 Euro zu.
das verstehe ich jetzt nicht ganz? Ist das der mögliche Höchstsatz wenn du Bafög bekommen würdest, oder bekommst du doch BaföG?
Dein Vater und deine mutter sind unterhaltspflichtig, da du in Ausbildungund wohl noch nicht über ca. 27 J. alt bist. Den Unterhalt muss man allerdings einklagen, was die Sache natürlich sehr unangenehm macht.
Ich habe wie gesagt alles ausprobiert und bin jetzt total
verzweifelt. Zu Hause wohnen geht nicht (zu wenig Platz)
Im Haus zu wenig platz, obwohl ihr bei noch intakter Familie dort auch gewohnt habt? Verstehe ich jetzt auch nicht ganz.
Alle Jobs, die ich bisher hatte waren so ausgelegt, dass man
mindestens 20 Stunden arbeiten musste. Soviel geht nicht und
selbst dann würde es noch nicht reichen.
Verständlich und Jobs gibt es ja auch nicht an jeder Straßenecke
Hat jemand von Euch eine Idee, ob es Studienkredite auch schon
für Studienanfänger gibt?
Im Rahmen der Studiengebühren hörte ich da von Ideen der Arbeitgeberverbände. aber leider weiß ich da nichts genaues.
Diphda, die dir wünscht dass sich eine lösung auftut.
ja, die vom Bafög-Amt sind oft schon ein wenig grausam…doch lass Dich nicht abwimmeln. Lege Widerspruch ein - geh doch zum Amtsgericht und hol Dir nen Prozesskostenhilfeschein und lass dann die Sache von nem Anwalt checken - kostest dann circa 10 Euronen…
Übrigens habe selbst während des Jurastudiums seit dem zweiten Semester halbtags, also 20 Stunden die Woche gearbeitet und auch alles bestanden. Wo ein Wille, da ein Weg…
Hallo,
also das ist so, wenn der Antrag abgelehnt wird dann stellen die trotzdem fest, wieviel man zum Leben so braucht. und das waren bei mir die 550Euro. Sinngemäß sagt das Amt dann „wir zahlen zwar nichts, aber die Eltern müssen soviel zahlen“
Als ich noch zu Hause gewohnt habe haben meine Schwestern in einem super kleinen Zimmer zusammen gewohnt und ihre einzige Hoffnung:smile: war dass ich ja bald ausziehe. Meine eine Schwester ist dann sofort umgezogen in mein Zimmer und das geht nicht, dass das wieder rückgängig gemacht wird, mal davon abgesehen, dass ich mich nicht so blendend mit meinem Vater verstehe, ich war froh, als ich endlich ausgezogen war.
zahlen zwar nichts, aber die Eltern müssen soviel zahlen"
Wenn dein Vater nicht mehr zahlen „will“, weil er wahrscheinlich auch nicht kann, dann solltet ihr euch, oder er sich mit der Mutter besprechen, denn eigentlich sind ja beide Eltern unterhaltspflichtig.
Somit wird dir nichts anderes übrig bleiben, als BaföG als Darlehen zu nehmen (ich las, dass das wohl geht), oder deinen Unterhalt einzuklagen. Letzteres ist eben so ne Sache, die jeder für sich selbst abwägen und entscheiden muss.
wenn Du ein Urteil hast, dass Dein Vater nichts oder viel weniger als vom BAföG-Amt ausgerechnet bezahlen muss, müssen die das akzeptieren. Gerichtsurteil steht über deren Rechnerei, dafür dann nicht den Fragebogen mit Zahlen ausfüllen, sondern das Urteil einreichen. Ich habe mal gehört, dass mal Eltern und Kind nur ein Scheingefecht vor Gericht geführt haben. Ob man das dann wirklich gut durch bekommt, ist aber fraglich.
Wenn Deine Mutter Anspruch auf den Ehegattenunterhalt hat, kommt dieser Anspruch vor Dir. Hast Du nur das vorletzte Jahr nachgewiesen? Es gibt ein Formular, das man zusätzlich ausfüllen muss, wenn sich seither die Verhältnisse stark veräntert haben.
Es soll auch „elternunabhängiges“ BAföG geben - ich weiß aber nicht, unter welchen Voraussetzungen.
Evtl. auch ALG II beantragen.
Gruß
Ingrid
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