Kein eigener Notar beim Kauf vom Bauträger?

Hallo zusammen!

Ich bräuchte mal einen kleinen Ratschlag, bzw. Erfahrungsberichte über den Kauf einer Immobilie direkt vom Bauträger.

Ganz konkret geht es darum, daß der Bauträger behauptet der Vertragsabschluß wäre nur bei dem von ihm benannten Notar möglich. Nach allem was ich gelesen habe, ist das aber nicht richtig. Als Käufer habe ich doch die freie Wahl des Notars, egal ob ich vom Bauträger oder Altbestand kaufe.

Hat hier jemand vielleicht schon ähnliche Erfahrungen mit Bauträgern gemacht? Mich würde vor allem interessieren, was generell von einem Bauträger zu halten ist, der darauf drängt nur seinen Notar zu nehmen?

Vielen Dank für Eure Hilfe!

Schönes Wochenende
Andreas

richtig. Als Käufer habe ich doch die freie Wahl des Notars,
egal ob ich vom Bauträger oder Altbestand kaufe.

Grundsätzlich ja, allerdings ist es manchmal von Vorteil, z.B. bei größeren Projekten von Bauträgern, wenn ein Notar das ganze bauvorhaben abwickelt.

generell von einem Bauträger zu halten ist, der darauf drängt
nur seinen Notar zu nehmen?

Es muß nicht negativ sein. Wenn Du den kaufvertragsvorschlag des Notares von einem Anwalt, der für Dich parteiisch ist, prüfen läßt, kann nichts passieren.

Hallo,

es ist wie so oft im freien Markt: Der stärkere bestimmt. Will der Bauträger seine Hütte unbedingt an dich loswerden, wird er sich darauf einlassen müssen, dass Du einen anderen Notar haben willst, stehen die Käufer Schlange, wirst Du dich seinem Wunsch beugen müssen.

Klar ist natürlich, dass die Verträge des Haus- und Hof-Notars des Bauträgers selbstverständlich an der knappesten Grenze des gerade eben noch so Vertretbaren liegen werden, und man diese deshalb auf jeden Fall mit einem parteiischen Anwaltskollegen besprechen und wo nötig auch anpassen lassen sollte (wobei auch hier wieder die Frage ist, wie weit jemand vor dem Markthintergrund bereit ist/bereit sein muss, sich hierauf einzulassen).

Die Erfahrung zeigt, dass nur in den allerwenigsten Fällen der Markt so aussieht, dass sich der Bauträger erlauben kann auf stur zu schalten. Ein Käufer der mit einem Fachmann im Rücken klar macht, dass bestimmte Dinge mit ihm nicht machbar sind, hat üblicherweise gute Chancen. Es geht eher darum, es erst einmal zu versuchen, und dann zu sehen, ob man einen Dummen findet, der da mitspielt. Da jeden Tag genug Dumme aufstehen, die tatsächlich meinen ohne juristisches Studium oder umfangreiche Erfahrung im Immobiliensektor zehn Seiten Notarurkunde vollumfänglich zu verstehen, und sich dann über den Tisch ziehen lassen, kann man es den Bauträgern nicht mal verdenken, so an die Sache ranzugehen.

Ich habe jedenfalls noch nicht einen Vertrag (von gewerblichen Anbietern und deren Hausnotaren aufgesetzt) gehabt, an dem ich nicht Dinge auszusetzen gehabt hätte, die finanziell bedeutsamer als das eigene Honorar gewesen wären.

Gruß vom Wiz

hallo,
grundstätzlich ist es natürlich nicht so das der notar des verkäufers formulierungen in seine verträge einfügt die gerade so an der grenze des vertretbaren liegen. der notar wird im eigenen interesse sichertellen das seine verträge zwischen den parteien ausgewogen sind. der notar der das ganze bauvorhaben mit teilungserklärung, bezugsurkunde, grundbuchanträgen und notarbestätigungen vorbereitet sollte aus meiner sicht auch die verträge beurkunden. es ist aber so das derjenige der die rechnung bezahlt auch den notar wählen kann. ich würde mir die passagen die du nicht verstehst vor der beurkundung von dem notar in einem termin erklären lassen und des weiteren im nachgang den vertrag von der verbraucherzentrale prüfen lassen. kostet im gegensatz zu einem anwalt nicht viel und ist in dem meisten fällen da nicht honorargeil wesentlich sinnvoller. anwälte haben oft die angewohnheit bei ihrer prüfung im honorarsinne probleme aufzuzeigen die nicht zwingend vorhanden sind. wenn ihr das haus kaufen wollt sind folgende dinge sehr wichtig:
was kauft ihr, wann ist es fertig, was müsst ihr bezahlen und vor allem was bekommt ihr für euer geld( baubeschreibung)
wenn der termin mit dem notar dir ein gutes gefühl gibt und die prüfung der verbraucherzentrale auch kannst du beruhigt beurkunden. was dich viel mehr interessieren sollte sind die vereinbarungen mit dem bauträger. hier ist es wichtig das alle mündlichen zusagen auch in dem vertrag oder seinen anlagen augenommen werden.
gruss niklt3