Kein Einschaltknopf - Stand der Technik?

Hallo Forum,

hatte jetzt schon bei 2 Geräten (Nähmaschine und Küchenmaschine) das Problem (?), dass diese gar keinen Ein-/Ausschaltknopf haben, d. h. sobald der Stecker eingesteckt wird ist Strom drauf.

Ist das denn wirklich der „neue“ Stand der Technik?
Was haltet Ihr davon?

Gruß Reni

Hallo Reni,

hatte jetzt schon bei 2 Geräten (Nähmaschine und
Küchenmaschine) das Problem (?), dass diese gar keinen
Ein-/Ausschaltknopf haben, d. h. sobald der Stecker
eingesteckt wird ist Strom drauf.

Bei diesen Geräten halte ich das weniger für ein Problem, da die Küchenmaschine wohl erst laufen wird, wenn du eine bestimmte Funktion benutzt bzw. bei der Nähmaschine das Licht anmachst und den Motor in Gang setzt.
Ansonsten ist zwar „Spannung drauf“, aber kein Strom, was überhaupt nichts ausmacht und keine Kosten verursacht.

Anders sehe ich es bei „Pseudo-Schaltern“, also Schalter, die dem Anwender vorgaukeln, einer zu sein, aber nur einen Impuls an die Elektronik im Gerät geben, die ständig arbeitet (Monitore, Drucker, HiFi-Anlagen, Sat-Receiver u.v.a.m.)

Ist das denn wirklich der „neue“ Stand der Technik?

Neu sicher nicht. Das kenne ich seit über 20 Jahren.

Was haltet Ihr davon?

Wie gesagt: bei deinen Geräten kein Problem. Du musst unterscheiden zwischen Strom und Spannung. An der Steckdose liegt Spannung an (kein Strom). Erst wenn sich z.B. der Motor in Küchen- oder Nähmaschine in Bewegung setzt, fließt Strom.

Gruß
Markus

Hallo Reni,

hatte jetzt schon bei 2 Geräten (Nähmaschine und
Küchenmaschine) das Problem (?), dass diese gar keinen
Ein-/Ausschaltknopf haben, d. h. sobald der Stecker
eingesteckt wird ist Strom drauf.

Bei diesen Geräten halte ich das weniger für ein Problem, da
die Küchenmaschine wohl erst laufen wird, wenn du eine
bestimmte Funktion benutzt bzw. bei der Nähmaschine das Licht
anmachst und den Motor in Gang setzt.

Ansonsten ist zwar „Spannung drauf“, aber kein Strom, was
überhaupt nichts ausmacht und keine Kosten verursacht.

Eben nicht. Wenn ich den Stecker der Nähmaschine einstecke leuchtet diese vor sich hin. Dann wollte ich das Pedal mit dem Fuß zurecht schieben, da ging die schon los .

An der Küchenmaschine leuchtet auch ein rotes Lämpchen und wenn ich an den Knopf für Intervallschaltung komme legt das Ding auch los.

Ich halte das für gefährlich und habe beide Geräte zurück gegeben.

Anders sehe ich es bei „Pseudo-Schaltern“, also Schalter, die
dem Anwender vorgaukeln, einer zu sein, aber nur einen Impuls
an die Elektronik im Gerät geben, die ständig arbeitet
(Monitore, Drucker, HiFi-Anlagen, Sat-Receiver u.v.a.m.)

Ist das denn wirklich der „neue“ Stand der Technik?

Neu sicher nicht.
Das kenne ich seit über 20 Jahren.

Also meine „alten“ Geräte hatten alle einen Ein-/Ausschaltknopf, deshalb bin ich ja so fassungslos, dass die Nähmaschine einfach losgelegt hat.

Was haltet Ihr davon?

Wie gesagt: bei deinen Geräten kein Problem. Du musst
unterscheiden zwischen Strom und Spannung. An der Steckdose
liegt Spannung an (kein Strom). Erst wenn sich z.B. der Motor
in Küchen- oder Nähmaschine in Bewegung setzt, fließt Strom.

Gruß
Markus

Vielen Dank für Deine Meinung.

Gruß Reni

Hallo!

Laß doch in beide Anschlußkabel einen Schalter einbauen. Falls Die nächsten Geräte genauso sind.
Dann hast Du wenigstens darüber eine Kontrolle, wann Strom im Gerät sein soll.
Oder kauf Dir auf dem Baumarkt einen Fernschalter mit Steckdose. Damit kann man dann die Nähmaschine einschalten.

mfgConrad

Hallo Conrad,

danke für die Tipps.

Es ging mir aber jetzt weniger um einen Lösungsvorschlag, sondern eher darum, dass es mich wundert, dass solche Geräte den Sicherheitsbestimmungen entsprechen.

Anscheinend stört sich außer mir niemand daran, womit meine Frage ja eigentlich auch beantwortet ist.

Gruß Reni

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Stecker wird als Schalter betrachtet
Moinmoin,

nach den VDE Bestimmungen wird der Stecker als Schalter betrachtet und ist nach den Vorschriften o.k.

Andererseits frage ich mich- warum kauft Ihr der Industrie so ein Schrott eigentlich ab.
Ich hatt es einmal mit einem Videorecorder- das Ding von SABA hatte auch kein Netzschalter. Das Netzteilbrummen störte derart und war unzumutbar.
Grade in Zeiten wo es alles billig sein soll muß man unbedingt auf einige Sachen achtgeben.
Danke
F.-M.

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nach den VDE Bestimmungen wird der Stecker als Schalter
betrachtet und ist nach den Vorschriften o.k.

Ist das wirklich so??
Bei Herausziehen des Steckers unter Strom, kommt es immer zu einem Funkenabriß und Stecker und Dose zerbröseln mit der Zeit.

mfgConrad

Hallo Conrad,

Ist das wirklich so??

Ja.

Bei Herausziehen des Steckers unter Strom, kommt es immer zu
einem Funkenabriß und Stecker und Dose zerbröseln mit der
Zeit.

wenn das Gerät keine sonderlich hohe Leistung aufnimmt, stört das kleine Fünkchen keinen. Auch nicht die Dose.

Btw., daß ein Netzschalter auch einen Funkenabriss verkraften muß und irgendwann zerbröselt, ist Dir bekannt?

Gruß
Axel

Btw., daß ein Netzschalter auch einen Funkenabriss verkraften
muß und irgendwann zerbröselt, ist Dir bekannt?

Nein, ist nicht bekannt.
In unserem alten Haus waren die Schalter über 80 Jahre alt und wie neu.
Eine Steckdose hätte das nicht verkraftet.

Die Zeit des Kontaktfindens ist bei einem Schalter nur ein Bruchteil einer Sekunde. Ein Stecker, von einer Person in die Dose gesteckt braucht dagegen mehr als eine Sekunde und das Herausziehen oft noch länger. Das ist die Ursache.

mfgConrad

Hallo Reni,

mich stört das auch sehr. Ich hab jetzt Sat-Empfänger gekauft. Die haben auch keinen Ausschalter. Dazu scheinen die recht viel Strom zu verbrauchen. Im Standby werden die immernoch extrem heiß. Hab eine abschaltbare Steckdose dazu gekauft. Da muß ich aber immer ca 30 sec. warten nach dem Standby-schalten, ansonsten sind anschließend alle Programmspeicher gelöscht.
Letztendlich entscheidet der Verbraucher, was die Industrie anbietet. Zur Zeit ist „Geiz-ist-geil“-Mentalität. Da verkaufen sich eben nur chinesische Billigwaren ohne Netzschalter und der solide deutsche Produzent bleibt auf der Strecke. Da hilt jedoch kein meckern, sondern jeder muß für sich seinen Beitrag nach seinen Bedürfnissen leisten.
Ich gebe dir einen Pluspunkt, da du die unvollständigen Geräte zurückgegeben hast.

Gruß
Tilo

Hi Tilo,

Letztendlich entscheidet der Verbraucher, was die Industrie
anbietet. Zur Zeit ist „Geiz-ist-geil“-Mentalität. Da
verkaufen sich eben nur chinesische Billigwaren ohne
Netzschalter und der solide deutsche Produzent bleibt auf der
Strecke. Da hilt jedoch kein meckern, sondern jeder muß für
sich seinen Beitrag nach seinen Bedürfnissen leisten.

Die Küchenmaschine war von AEG und mit dem Vorgänger war ich auch sehr zufrieden. Aber das Ding, preislich, wenn man die Teuerungsrate mit einbezieht, vergleichbar, war schon sehr enttäuschend.

Jedenfalls bestelle ich so schnell nichts mehr aus dem Katalog, ohne das Gerät „irl“ unter die Lupe genommen zu haben :smile:

Ich gebe dir einen Pluspunkt, da du die unvollständigen Geräte
zurückgegeben hast.

Mein 1. Punkt :smile: Danke

Gruß
Tilo

Gruß Reni

Metalldampf bildet nach Jahren Kurzschluß
Hallo,

zum Stecker ziehen noch ein Wort. Nicht das ausleiern der Kontaktelemente ist das Problem, sonder die Funkenbildunng bei höherer Lasttrennung. Hier werden Metallteilchen-die als Funken sichtbar werde- von den Kontaktelementen der Steckdose und des Steckers frei. Dieser Metalldampf setzt sich dann in der Steckdose. Im kritischen Fall bilden sich zwischen den Polen dann regelrechte Metallbrücken. Diese bilden nach Jahren dann einen Kurzschluß.
Anzutreffen ist diese Erscheinung meist bei Steckdosen die für Wasserkocher benutzt werden.
Das wollt ich nur noch mal zur Info hinzufügen
Danke
F.-M.

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Hallo Tilo,

mich stört das auch sehr. Ich hab jetzt Sat-Empfänger gekauft.

Letztendlich entscheidet der Verbraucher, was die Industrie
anbietet.

offensichtlich hast Du ja auch entschieden.

Gruß
Axel

Deshalb sind die meisten Steckdosen in den Küchen braun verbrannt und den beiden Löchern sieht man an, dass sie kurz vorm Verbrennen sind.

mfgConrad

Hallo Axel,

Btw., daß ein Netzschalter auch einen Funkenabriss verkraften
muß und irgendwann zerbröselt, ist Dir bekannt?

Deshalb gibt es Netzschalter mit Druckluftanschluss, da wird im Moment des Trennens ein Druckluftstoß auf die Kontakte gegeben, der den Funken „ausbläst“.

Den haben z.B. E-Loks drin, deshalb knallt das so, wenn die abschalten.

Ist aber wohl für den Haushalt etwas oversized …

Grüße
Sebastian

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Hallo Reni,

Ist das denn wirklich der „neue“ Stand der Technik?
Was haltet Ihr davon?

Ja, ist einfach billiger, und wenn das Zeug gekauft wird …

Ein „richtiger“ Netzschalter, schaltet die 230V direkt und muss diversen Sicherheitsbestimmungen entsprechen und geprüft werden umd das nötige Prüfsymbol zu bekommen. Desweiteren, muss die Netzspannung von hinten, bist zur Frontplatte verkabelt werden (die Kabel und Stecker müssen dabei natütlich auch Prüfzertifikate haben) oder man platziert den Netzschalter hinten im gerät und verlängert ihn mechanisch bis zur Front.

Schalter für Spannungen unter 50V, müssen keine solchen Prüfzertifikate haben, also schaltet man einfach nach dem Netzteil. Was man debei bei der Fabrikation einspart, zahlt dann halt der Kunde mehrfach über den Stromverbrauch …

Aber wenn der König Kunde solche Geräte nicht im Laden stehen lässt ??

MfG Peter(TOO)

Hallo Axel,

mich stört das auch sehr. Ich hab jetzt Sat-Empfänger gekauft.

Letztendlich entscheidet der Verbraucher, was die Industrie
anbietet.

offensichtlich hast Du ja auch entschieden.

man ist nicht immer konsequent. Sonst wird man evtl stur. Beim Kauf hat es so ausgesehen, als ob da ein Schalter ist. Leider konnte man damit nur auf Standby schalten. Zwei Gründe haben mich an der Rückgabe gehindert. Ich habe die Dinger (zwei) bei einem ganz kleinen Händler zwei Straßen weiter gekauft. Der hat noch nicht mal Aussenputz an seinem Haus, weil ihm das Geld fehlt. Vermutlich hätte ihn die Rückgabe unverhältnismäßig hart getroffen, weil er dann ewig gebraucht hätte, die Dinger wieder zu verkaufen. Der zweite Grund ist Bequemlichkeit. Die Programmiererei dauert ein wenig.
Normalerweise achte ich auf solche und ähnliche Dinge, aber wie gesagt nicht immer stur und manches übersieht man auch beim Kauf, für mich oft ein Grund beim nächsten mal die Marke zu wechseln.

Gruß
Tilo