Kein Mut zur Lücke.....Backenzahn raus - Riesenloch:-(

Hallo,

alles was Zähne anbelangt, bin ich eine Riesenschisshäsin…
Nun ist mir bei einem x-mal reparierten Backenzahn, der auch definitiv keine Wurzeln mehr hat. die Restfüllung rausgebrochen, Ich fühle mit der Zungenspitze ein tiiiefes Loch, am Zahnfleischrand spüre ich nur kleine Reststückchen vom Zahn. Der Zahnarzt meines Vertrauens hat Urlaub bis nächste Woche, nun habe ich am Mittwochmorgen einen Nottermin, um wenigstens ein Provisorium einzusetzen.
Bevor ich ein richtig beänstigentendes Kopfkino kriege: Was muss ich die nächsten Tage erwarten?
Was (vor allem wie schmerzvoll) wird das Provisorium in einer gefühlt abgrundtiefen Zahnhöhe sein?
Am 17. hat mein Zahnarzt wieder offen. Wie geht es dann weiter? Der Backenzahn ist im Oberkiefer, gleich neben einem schmächtigen Eckzahm. Der nächste Backenzahn ist auch mächtig plombiert.

Anfangende paranaoide Gefühle und Grüsse,

Gabi

Hallo wenn der Zahn keine Wurzel mehr hat kann er auch keine Schmerzen verursachen. Ich würde warten bis der Zahnarzt des Vertrauens wieder da ist.
Vor Allem nicht immer mit der Zunge daran herumspielen um das Kopfkino wegzuschalten. Viele Grüße noro

Wie soll das denn funktionieren? Ein über / unter dem Zahnfleisch schwebender Zahn?

Du schreibst nichts von Schmerzen. Das wird sich erfreulicherweise bis Mittwoch nicht ändern. Mir passierte sowas auch schon, da habe ich solange auf der anderen Seite gekaut.

Ein zerstörter Zahn bekommt zunächst eine Krone, viele Jahre später muss er dann womöglich gezogen werden. Der Zahnarzt entfernt die Karies und füllt das Loch. Das tut weh, deshalb gibt es eine Spritze.

Dann nimmt er einen Abdruck für den Zahntechniker, der in ein, zwei Wochen die Krone passgenau herstellt. Nach dem Abdruck bekommst du ein Provisorium auf den Zahn, das die Zeit bis zur Krone überbrückt.

Der Nerv ist abgetötet. Die Wurzel ist noch dran. Und drin.

Wenn jetzt mit Plombe nix mehr geht, kommen Restzahn und Wurzel raus. Für eine Krone ist offensichtlich gar nicht mehr genug da. Du hast dann die Möglichkeit zu entscheiden:

  • Lücke lassen. Hat den Nachteil, dass die Lücke von hinten her nach und nach durch wandern der anderen Zähne kleiner wird. Die dann nicht mehr zu ihrem Gegenüber passen, deshalb verstärkt aneinander reiben und sich deshalb abnutzen. Weitere Probleme sind deshalb vorprogrammiert.

  • Implantat machen lassen. Kommt drauf an, welcher Zahn das ist - geht nicht überall wirklich gut, kommt auf den Knochen an. Und ist natürlich auch heftig teuer.

  • Brücke machen lassen. Dazu werden die beiden Zähne neben der Lücke abgeschliffen und zusammen mit der Lücke durch einen künstlichen Zähne ersetzt. Vermutlich etwas billiger als ein Implantat, kommt drauf an. Nachteil natürlich, dass zwei weitere Zähne dran glauben müssen.

Aber bis du dich entscheiden musst vergeht noch einige Zeit (Monate). Wenn die Wurzel raus ist, muss das sowieso erst mal heilen. Und der Zahnarzt wird dich dazu beraten und dir Angebote machen, was wieviel kostet. Die Krankenkasse zahlt das nämlich alles nicht komplett. Es sei denn, du hast eine entsprechende Zusatzversicherung.

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Nein, ein über den Wassern schwebender Spinner.

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Offenbar ist die Krone, die frei über dem Zahnfleisch schwebt, eine Erfindung von Dir. Damit solltest Du unbedingt an die Börse gehen!

Servus,

das hier

ist gegenüber einer bekennenden Schisshäsin ein bissele arg brutal formuliert, finde ich.

Ein Zahnarzt, der sein Handwerk beherrscht, schleift die Brückenträgerzähne ganz minimal ab, damit die Brücke draufgesetzt werden kann.

Schöne Grüße

MM

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Servus,

das kennst Du ja aus der ganzen Mundhöhle: Ein Sonnenblumenkern misst da ungefähr sieben Zentimeter, die Zunge selber ist ungefähr drei Handbreit lang usw.

Wenn das Dings eine Wurzelbehandlung hinter sich hat, wird mit Schmerzen kaum was geboten sein, auch das Einsetzen des Provisoriums eher harmlos. Ein bissele fummelig allenfalls das Rausholen der Ruine, aber das geht ja mit Plan und Ziel vor sich dann.

Schöne Grüße

MM

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Erst einmal Ruhe bewahren! Im Mund fühlt sich alles immer gleich riesig und dramatisch mit der Zunge an, wie @Aprilfisch schon schrieb. Lass den Fachmann zunächst mal einen Blick drauf werfen und Dir dann von dem erklären, welche Möglichkeiten es gibt, mit der Situation jetzt sinnvoll umzugehen.

Die Paranoia kann ich gut verstehen. Hatte zu Jugendzeiten selbst mal Horrorerlebnisse, die mich lange von Zahnärzten fern gehalten haben und dazu geführt haben, dass ich heute noch in meine alte Heimatstadt zum genau passend zu einem wenige Wochen später entzündeten Weisheitszahn zufällig gefundenen Zahnarzt meines Vertrauens fahre und auch nur die von ihm empfohlenen Spezialisten besuche. Mit dem habe ich über die Jahre in paar Dinge sehr gut hinter mich gebracht, die ich mir lange Zeit nicht hätte vorstellen können. Und die Zahnmedizin hat tolle Fortschritte gemacht und ein guter Zahnarzt schafft es die nötigen Dinge so zu erledigen, dass man keine große Angst mehr haben muss.

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Nur so als Erfahrungsberichte (auch @gabi2010):

Mit knapp 20 wurde rechts unten ein Backenzahn gezogen - die Lücke hatte ich über 10 Jahre und mit ihr zu Leben gelernt. Problematisch wurde es erst, als der nächst der Lücke liegende Backenzahn das alles nicht mehr mitmachte und nach einer sehr schmerzlichen Nacht ebenfalls raus musste, was dann zum Nächsten führte:

Zwei Zähne fehlten, zwei wurden ein bißchen abgeschliffen (war zwar unangenehm, aber nicht schmerzhaft) und die Brücke über vier Zähne sitzt nun seit fast 20 Jahren bombenfest. Ist eigentlich nix anderes als zwei Kronen über zwei Zähne, die über eine Lücke miteinander verbunden sind (die natürlich mit dem/den fehlenden Zahn/Zähnen „ausgestattet“ ist).

Das bekomme ich gerade für einen linken Backenzahn: Füllung und die letzte „Seitenwand“ brachen raus, Brücke ist umständlich, da sie über einen bereits gekrönten Zahn müsste und der zweite Halterzahn ein „verkrüppelter“ Weisheitszahn ist.
Das Ziehen war noch das unangenehmste, allerdings war die Zahnwurzel inkl. Nerven noch voll intakt. Das Bohren und Befestigen der Implantatsschraube war für mich eher aufregend (hätte es gerne live per Video gesehen :wink: ) und in einem Monat bekomme ich die Krone aufgesetzt (da kann ich halt noch nix dazu sagen).
Und teurer als eine Brücke ist es eigentlich auch nicht (ca. 2000€ All Inclusive bei meinem österreichischen Zahnarzt - für eine ungarische Behandlung fehlt mir das Vertrauen nach den Erfahrungen von zwei Bekannten; für die Brücke über zwei Lücken habe ich vor knapp 20 Jahren genausoviel bezahlt).

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Bei mir war es der 6er oben. Da ist der Kieferknochen so dünn, dass er für das Implantat aufgebaut werden muss. Macht dann hier einen Unterschied von 1000€. Deshalb schrieb ich: kommt drauf an.

Das hab ich komplett außer acht gelassen, das stimmt natürlich: Wenn der Knochen nicht „passt“ oder das Implantat anderweitig nicht „angenommen“ wird, dann geht der Preis schnell nach oben.

Bei den Zähnen hat die Evolution des Menschen versagt …

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Es fängt doch alles erst an!

Immerhin hat er bereits die Gen-Schere erfunden. Jetzt geh es halt drum, wo man sich das Passende leiht… Vielleicht bei Solanum tuberosum?