Kein Platz für Erpressung

darf Schröder gegeben werden. Schröder hat die Chance, von allen Parteien eine Mehrheit im Bundestag zu erreichen. Ob es nun die Mehrheit aus seienr Regierung ist, ist m.E. völlig unerheblich. Der freie Wille der Abgeordneten wird hier unterlaufen. Schröder nimmt auch in Kauf, dass die CDU/CSU bei einer Vertrauensabstimmung nicht für ihn stimmt.

Will Schröder vorsätzlich den Bruch der Koalition, weil er sich im Hinblick auf die nächste Bundestagswahl mit der FDP ins Bett legen will ?

Grüsse Günter

uuups, haette erst den hier lesen sollen :wink:

Will Schröder vorsätzlich den Bruch der Koalition, weil er
sich im Hinblick auf die nächste Bundestagswahl mit der FDP
ins Bett legen will ?

hi,

sehe, wir liegen auf einer welle, denn das denke ich auch oder frage es mich eher…

showbee

Hi!

Witzig, wie hier die Tatsachen verdreht werden! :wink:))

Bundeskanzler Schröder (man mag von ihm halten, was man will) ist also zum Straftäter geworden. Erpressung ist bekanntlich nach Paragraph 253 StGB ein Straftatbestand. Schon Anzeige erstattet?

Nicht vergessen darf man, daß die Anstiftung zu einer Straftat ebenfalls rechtlich geahndet wird. Bekanntlich haben sowohl der bayerische Ministerpräsident Stoiber als auch CDU-Vorsitzende Merkel den Kanzler in aller Öffentlichkeit aufgefordert, die Vertrauensfrage zu stellen. Also, wenn das keine Anstiftung ist.

Die Vertrauensfrage dem Parlament zu stellen ist Erpressung. Fein, fein. Am 8.November 1966 lief also erstmals eine Erpressung, in die ein Bundeskanzler verwickelt war (Ludwig Erhard). Dumm nur, daß niemand die Straftat mitbekam - vielleicht wäre uns dann die Große Koalition und der Wechsel zur SPD-Regierung erspart geblieben.

Schlimmer noch: Erpressung in Form einer Vertrauensfrage wurde salonfähig. Am 27.April 1972 wurde schon wieder erpreßt. Dieses Mal war Bundeskanzler Willy Brand darin verstrickt. Und wieder schwieg die Staatsanwaltschaft. Nein aber auch!

Und einem Mode-Trend rennen alle bekanntlich hinterher. So wollte auch unser aller Kanzler „Ich bin’s, der dicke Helmut“ Kohl nicht zurückstehen. Was ein Brandt kann, kann ein Kohl schon lange: Vertrauensfrage stellen (ist ja ein Synonym für Erpressung). 1982 ging das ganze über die Bühne - und wieder weit und breit keine Polizei, keine Staatsanwaltschaft. Keine Haftbefehle, nicht mal ein Strafmandat (obwohl mancher Parlamentssitz als solches angesehen werden könnte).

Und nun kommt das Triumvirat Schröder - Stoiber - Merkel und entpuppt sich als mafiöse Organisation: erste Erpressung seit 20 Jahren. Alarm!

Und wieder hat es niemand gemerkt - na ja, fast niemand.

(Dieser Beitrag darf für eine Spende von 20 Pfennig zugunsten der Opfer politischer Erpressungen im Deutschen Bundestag weiterverkauft werden)

Grüße
Heinrich

Hallo Heinrich,

Du hast redht. Erpressung in der Politik gab es schon immer und auch schon früher. Falsch liegst Du da, dass in der Politik eine Straftat auch geahndet wird. Politiker werden für Erpressung nicht bestraft. Erpressung, die im bürgerlichen Bereich als solche ausgemacht wird, wird in der Politik von den Vertretern der Justiz als „Überzeugungsarbeit“ ausgelegt.

Witzig, wie hier die Tatsachen verdreht werden! :wink:))

Bundeskanzler Schröder (man mag von ihm halten, was man will)
ist also zum Straftäter geworden. Erpressung ist bekanntlich
nach Paragraph 253 StGB ein Straftatbestand. Schon Anzeige
erstattet?

Nein, das Papier nicht wert, weil der Filz nicht den Filz beisst.

Nicht vergessen darf man, daß die Anstiftung zu einer Straftat
ebenfalls rechtlich geahndet wird. Bekanntlich haben sowohl
der bayerische Ministerpräsident Stoiber als auch
CDU-Vorsitzende Merkel den Kanzler in aller Öffentlichkeit
aufgefordert, die Vertrauensfrage zu stellen. Also, wenn das
keine Anstiftung ist.

Du verwechselst hier offenbar was Drohungen, Erpressungen und was politische Aufforderungen sind.

Die Vertrauensfrage dem Parlament zu stellen ist Erpressung.
Fein, fein.

Völliger Unfug, nicht der Antrag auf die Vertrauensfrage, sondern die Drohung, und zwischenzeitlich die Aufforderung wie in Diktaturen, wer nicht zustimmen will, möge sein Mandat zurückgeben ist nicht zulässig. Und dann bitte versucht doch nicht ständig Schröder zu schützen. Hätte sich dies - er war nie mein Freund - Kohl derart dreist geleistet, hätte die SPD heute vor Heulen noch wunde Lippen.

Am 8.November 1966 lief also erstmals eine

Erpressung, in die ein Bundeskanzler verwickelt war (Ludwig
Erhard). Dumm nur, daß niemand die Straftat mitbekam -
vielleicht wäre uns dann die Große Koalition und der Wechsel
zur SPD-Regierung erspart geblieben.

Schlimmer noch: Erpressung in Form einer Vertrauensfrage wurde
salonfähig. Am 27.April 1972 wurde schon wieder erpreßt.
Dieses Mal war Bundeskanzler Willy Brand darin verstrickt. Und
wieder schwieg die Staatsanwaltschaft. Nein aber auch!

Und einem Mode-Trend rennen alle bekanntlich hinterher. So
wollte auch unser aller Kanzler „Ich bin’s, der dicke Helmut“
Kohl nicht zurückstehen. Was ein Brandt kann, kann ein Kohl
schon lange: Vertrauensfrage stellen (ist ja ein Synonym für
Erpressung). 1982 ging das ganze über die Bühne - und wieder
weit und breit keine Polizei, keine Staatsanwaltschaft. Keine
Haftbefehle, nicht mal ein Strafmandat (obwohl mancher
Parlamentssitz als solches angesehen werden könnte).

Und nun kommt das Triumvirat Schröder - Stoiber - Merkel und
entpuppt sich als mafiöse Organisation: erste Erpressung seit
20 Jahren. Alarm!

Und wieder hat es niemand gemerkt - na ja, fast niemand.

(Dieser Beitrag darf für eine Spende von 20 Pfennig zugunsten
der Opfer politischer Erpressungen im Deutschen Bundestag
weiterverkauft werden)

Grüße
Heinrich

Danke, dies ist eine gute Bedweisführung zur Abschaffung der Demokratie und dem Ausbau des Staatsmonopolistischen Sozialismusses. (Welch grässlichers Ausdruck )

Gruss Günter

taktisch geschickte Verzweiflungstat
Hallo Günter,

ich sehe Schröder eher als jemand der eine (wahrscheinlich ??) geniale und taktisch geschickte Verzweiflungstat begeht. Denn die Vertrauensfrage ist ein absolutes Eingeständnis des Versagens einer Regierung und eines Kanzlers. Er weiss, dass er seine Fraktionen in einer politischen Frage nicht mehr hinter sich hat und versucht sie zu disziplinieren.

Egal ob es gelingt oder nicht, diese Regierung ist damit am Ende. Vielleicht röchelt sie noch bis zur nächsten Wahl weiter, aber die Gelben (Liberale möchte ich diese Typen nicht nennen, liberal ist anders!) sitzen ihm ja eh schon auf dem Schoß und die sind ( das gibt es wirklich!!!) noch pflegeleichter als die Grünen.

Ich denke, er sieht das pragmatisch gelassen, die CDU hat dem Wähler nichts zu bieten, das heißt, er wird weiterregieren, egal mit wem.

Für die Grünen entscheiden die nächsten Wochen, ob es sie auf Bundesebene weitergeben wird. Ich kann es nicht einschätzen, was für sie gut wäre und was nicht: Ein Scheitern der VF am Freitag wegen der Grünen bedeutet m.E. auf jedenfall ihr endgültiges Ende als Regierungspartei und zwar für immer. Ob sie sich - egal wie sie sich entscheiden - von diesem Schlag wieder erholen werden, weiß ich nicht.

Und ich weiß zur Zeit auch nicht, was ich eigentlich gut fände. Jeder Ausgang der VF am Freitag bringt Probleme mitsich.

Viele Grüße,

barbara

Hallo Barbara,

Du hast völlig recht. Schröder kämpft um sein Überleben. Und zwar für die kommenden Wahl. Ich bin überzeugt, die CDU ist derzeit handlungsunfähig, dass er die Neuwahlen sucht, weil er sich derzeit die Chance ausrechnet, die absolute Mehrheit zu gewinnen. Nur, wenn ich mich in meinem überaus politischen Freundeskreis umhöre, ist jedermann und jedefrau entsetzt, wie ein Bundeskanzler mit der Verfassung umgeht, um seine Macht zu demonstrieren. Wir diskutieren im Moment nicht mehr die Frage des Kriesgeinsatzes der Bundeswehr, sondern die Frage, was wird Schröde rnoch alles tun. um Macht zu erhalten und welchen Schaden wird er unveränderbar für dieses Land bringen. Was sich am Freitag tut, ist einmalig in der Geschichte der BRD. Es gab schon Vertrauensabstimmungen, aber nicht im Junktim zu einem Sachthema.

ich sehe Schröder eher als jemand der eine (wahrscheinlich ??)
geniale und taktisch geschickte Verzweiflungstat begeht. Denn
die Vertrauensfrage ist ein absolutes Eingeständnis des
Versagens einer Regierung und eines Kanzlers. Er weiss, dass
er seine Fraktionen in einer politischen Frage nicht mehr
hinter sich hat und versucht sie zu disziplinieren.

Stimme ich voll zu

Egal ob es gelingt oder nicht, diese Regierung ist damit am
Ende. Vielleicht röchelt sie noch bis zur nächsten Wahl
weiter, aber die Gelben (Liberale möchte ich diese Typen nicht
nennen, liberal ist anders!) sitzen ihm ja eh schon auf dem
Schoß und die sind ( das gibt es wirklich!!!) noch
pflegeleichter als die Grünen.

Glaube ich nicht, selbst wenn die Abstimmung für Schröder ausgeht, wird die Regierung das Ende der Legislaturperiode nicht erreichen. Dies gelänge nur, wenn dei Grünen ihre eigene Identität verleugnen. Dann werden sie so oder so untergehen.

Ich denke, er sieht das pragmatisch gelassen, die CDU hat dem
Wähler nichts zu bieten, das heißt, er wird weiterregieren,
egal mit wem.

Für die Grünen entscheiden die nächsten Wochen, ob es sie auf
Bundesebene weitergeben wird. Ich kann es nicht einschätzen,
was für sie gut wäre und was nicht: Ein Scheitern der VF am
Freitag wegen der Grünen bedeutet m.E. auf jedenfall ihr
endgültiges Ende als Regierungspartei und zwar für immer. Ob
sie sich - egal wie sie sich entscheiden - von diesem Schlag
wieder erholen werden, weiß ich nicht.

Und ich weiß zur Zeit auch nicht, was ich eigentlich gut
fände. Jeder Ausgang der VF am Freitag bringt Probleme
mitsich.

Viele Grüße,

barbara

Viele Grüsse und hoffen wir, dass der Schaden für unser Land nicht zu fross sein wird.

Günter