Kein Respekt vor den Eltern?

Es gibt da so vieles, was möglich wäre…ich sehe da nicht
auffälliges, jedenfalls nicht in den Beschreibungen, die bis
jetzt kamen.

Es war die Rede von einem Grundschulkind, dessen Betragen
plötzlich sehr schlimm wurde, ohne daß ein Grund dafür
offenbar wäre.

Nun, woher weißt du, dass nicht doch ein Grund dahintersteckt ?
Wir wissen schlicht noch viel zu wenig !

Auf jeden Fall ist das alles nicht normal.

Herrgott nicht noch eins…entschuldige bitte, Wolfgang, aber
was ist denn schon normal ???

Das jedenfalls nicht.
Normalerweise ist die zweite Hälfte der Grundschulzeit eine
recht problemlose Entwicklungsphase.

Eben : „Normalerweise“
Wir kennen die genauen Umstände nicht.

Kannst du nicht einfach mal verstehen und akzeptieren, dass es
eben auch andere normale Kids gibt, die nicht, wie die deinen,
immer nur gerade gehen und den von dir vorgeschriebenen Weg
mit Begeisterung gehen ?

Ich habe mich angesichts der Informationslage für unzuständig
erklärt und mich aber schnell noch gegen zu drastische
Maßnahmen ausgesprochen. Was ist denn daran immer noch
inkorrekt?

Innkorrekt empfinde ich, immer wieder von normal und nicht normal zu sprechen.

Normal ist, wenn ein Kind immer wieder aufs Neue Grenzen
abcheckt…ein Kind schnappt so irrsinnig viel auf, lernt
immer wieder andere Kinder kennen und verändert sich
eben…auch mal zum vermeintlich Negativen.

Das stimmt nicht für diese Altersgruppe.

Bist du dir ganz sicher, dass du das so verallgemeinern kannst ?

Wie definierst du „normale“ Kinder ?

Als Gegensatz zu „Problemkind“.

Und wenn ein Kind dann etwas aus deinem Rahmen fällt, ist es nicht normal ?

Und ich glaube nicht, dass es sich bei dem angesprochenen
Mädchen nun unbedingt um ein Problemkind handelt.

Es wurde also solches geschildert.

Gut…dann wäre die Frage, wo fängt es an…wo hört es auf ?

Gruß,
Vanessa

Hallo !

Ich halte das ganz und garnicht für überzogen. Wir hatten in
unserem Bekanntenkreis einen ähnlichen Fall und nach X
Untersuchungen stellte sich heraus, daß sich ein Hirntumor
gebildet hatte und dieser die Ursache für die
Verhaltensauffälligkeiten war.

Oh…ich ging bisher davon aus, ein Tumor würde sich erst mal primär körperlich bemerkbar machen und dann erst später durch solche Symptome wie psychische Veränderungen etc.

Wenn sich ein Kind von Heute auf Morgen derart negativ
verändert, sollte der erste Weg immer zu einem Kinderarzt
sein, gerade um körperliche Ursachen ausschließen zu können.

Ok…wenn es darum geht, diese Dinge abklären zu lassen, gehe ich konform mit deiner Aussage.

Allerdings denke ich, dass es sich in den wenigsten Fällen um einen Tumor handelt.

Ich denke, daß jeder seine eigenen Vorstellungen vom Verhalten
der Kinder hat. Allerdings möchte ich stark bezweifeln, daß es
viele Eltern gibt, die sich derart krass von ihren Kindern
beschimpfen lassen würden.

Stimmt, das denke ich auch.

Meine Kinder haben sehr viel Freiheiten, aber niemals würde
ich mich von einem der Kinder so übel beschimpfen lassen.
Ebenso würde ich es meinen Kindern nicht durchgehen lassen,
wenn sie andere Erwachsene so beschimpfen.

Ich mich auch nicht…die Frage ist nur, wie man als Eltern auf solche Beschimpfungen reagiert.

Ich kenne einige Kinder, denen man wirklich alles durchgehen
ließ (unter dem Vorwand der freien Entfaltung) und heute
wissen die Eltern nicht, wie sie ihren Kindern Grenzen zeigen
sollen.

Für die absolut antiautoritäre Erziehung bin ich überhaupt nicht.
M.E. macht man den Kindern es damit irre schwer, ein anerkanntes Mitglied der Gesellschaft zu werden.

Und ich glaube nicht, dass es sich bei dem angesprochenen
Mädchen nun unbedingt um ein Problemkind handelt.

Ich denke auch nicht, daß es sich hierbei um ein Problemkind
handelt (aber es könnte leicht eines werden), ich denke, daß
das Kind einfach nicht gelernt hat, wo seine Grenzen liegen
(sofern körperlicher Ursachen ausgeschlossen sind!).

Genau das schrieb ich im letzten Posting…das Kind checkt seine Grenzen neu ab, lehnt sich vielleicht gegen den dominaten Vater auf.

Aber wie dem auch immer, ein Kind, das andere mit einem
derartigen Wortschatz beschimpft, tut sich selber keinen
Gefallen. Ich würde dieses nicht komentarlos schlucken und
vielleicht warten, bis die ersten Beschwerden, wie z.B. der
Schule, kommen.
Freiraum und freie Entfaltung - ja, aber schlechtes Benehmen
oder wüstes Beschimpfen - nein!

Da sind wir einer Meinung !
Freie Entfaltung hat nichts mit flegelhaftem Benehmen zu tun.

Die Eltern, die ihren Kinder das alles durchgehen lassen, merken gar nicht, dass sie die freie Entfaltung ihres Kindes dadurch im Endeffekt behindern.
Wie soll ein Mensch, der nie gelernt hat, sich zu benhemen, sich denn je frei entfalten können ?
Ein Miteinander ist irgnedwann nicht mehr möglich.

Viele Grüße und ein schönes Weekend,
Vanessa

Nun, woher weißt du, dass nicht doch ein Grund dahintersteckt
?

Sag ich doch gar nicht.

Eben : „Normalerweise“
Wir kennen die genauen Umstände nicht.

Meine Rede.

Inkorrekt empfinde ich, immer wieder von normal und nicht
normal zu sprechen.

Warum, wenn es doch stimmt?

eben…auch mal zum vermeintlich Negativen.

Das stimmt nicht für diese Altersgruppe.

Bist du dir ganz sicher, dass du das so verallgemeinern kannst
?

Ist es ein Irrglaube, daß es in der Kindheit schwierigere und ruhigere Phasen gibt?

Und wenn ein Kind dann etwas aus deinem Rahmen fällt, ist es
nicht normal ?

Kommt drauf an, was man als „Rahmen“ und wieviel man als „etwas“ ansieht.

Gut…dann wäre die Frage, wo fängt es an…wo hört es auf ?

Ja eben.

Gruß

Wolfgang Berger

Hallo Heidi,

gesagt, ich empfand das ‚Anfangsfeuer‘ ziemlich schlimm), wem
geht das nicht so?

Ehrlich, mir nicht!!! Ich hab die Pubertät gar nicht bemerkt
und kann, was das angeht überhaupt nicht mitreden. Bei uns
(ich weiss wie das klingt) gab einen solchen Zirkus gar nicht,
es
wurde einfach gemacht, was die Eltern sagten (auch in der
Pubertät und vor allem da). Meine Mutter war sehr streng und
Ar**** oder ähnliches, wie mich meine eigene Tochter (10) auch
betituliert bzw. derartige Ausbrüche wären damals gar nicht
geduldet worden. Ob das nun gut oder weniger gut war, auf alle
Fälle, wurde nicht so ein Trimburium drum gemacht, was die
Pubertät betrifft, wie man es heute überall und nirgends hört
und liest, alles ist bei Kindern/Jugendl. pubertätsbedingt.

Meine Tochter ist mittl. in psychol. Betreuung,
weil i c h mit diesem Kind überfordert bin, ich komm nicht
klar und sicher wird sich irgendeine Diagnose finden…

Kann es sein, dass der obere und der untere Abschnitt miteinander zu tun haben? Ich hatte auch einen sehr autoritären Vater, und Zärtlichkeit z.B. war bei beiden Eltern kein Thema, denn damit machte man ja die Kinder nur unselbständig. Das Ende vom Lied war, dass ich sehr frühzeitig mit meiner Tochter in der Erziehungsberatung war, was dann dazu gehführt hat, dass ich viele Gespräche im Sinne einer Gesprächstherapie geführt habe und daran lernte, was in meinem Verhalten eben durch meine „Nichtpubertätsprobleme“ in der Erziehung meiner Tochter widerspiegelte.

Ich bin damals durch diese Gesprächsreihe deutlich in meiner eigenen Entwicklung weitergekommen, bitte aber um Verständnis dafür, dass ich darauf nicht hier ööfentlich näher eingehen möchte.

Schönen Gruß, Karin

Ich bin damals durch diese Gesprächsreihe deutlich in meiner
eigenen Entwicklung weitergekommen, bitte aber um Verständnis
dafür, dass ich darauf nicht hier ööfentlich näher eingehen
möchte.

Das macht Dich umso sympathischer für mich (öffentlich nicht näher eingehen…).
Möglicherweise hängt es auch damit zusammen, ja. Ich weiss es
aber noch nicht, versuche es mit Hilfe rauszufinden, nur die
Zeit vergeht langsam, ich hoffe nicht zu langsam. Der Weg zurück ist weit, ich will ja nicht mir helfen, sondern dem Kind. Mit mir komm ich klar und dies wird jetzt langsam alles „vermasselt“.
Wünsch mir die Kraft, das durchzuhalten…
Und auch für Deine Tochter und Dich alles Gute

H.-D.

alles ziemlich pauschal… (für zeonteck)
in deinem posting schreibst du ja recht pauschal - daraus würde ich im grunde noch garnix schließen können. (auch als sog.fachfrau nicht)

aber zu deinem verdacht: kannst du mal versuchen, diesen verdacht zu begründen…?

(gerne auch mit mail)

zusammenfassung
also: ich versuche das mal alles auf einem nenner zu bringen:

es gibt durchaus schon 10jährige vorpubertierende; die dann „durchknallen“ - auch ohne bereits einsetzende körperliche anzeichen; die pubertät findet ja auch sozial statt und nicht nur biologisch…

zum umgang mit „verbalen ausschreitungen“ : hier sollte man grenzen setzten ; (vielleicht sucht das kind ja eben diese…)
und das „total durchknallen“ ist eine bekannte erscheinung in der zeit der „grenzenlosen erziehung“

ansonsten wie bereits gesagt, müsste man da mal etwas detailierter vorgehen u etwas hilfreiches aussagen zu können…

grüssle
auch an alle anderen , die sich hier schon versucht haben

nein, das hat mit erziehung glaube ich weniger zu tun. ich wuerde sagen (soweit ich mich selbst noch kenne), dass das mit der kommende pubertaet zusammenhaengt. sie weiss nicht echt, was man von ihr verlangt. in der schule spricht jeder wie es ihm passt und zu hause will man das dann auch. ich hatte mal eine phase wo ich nicht danke sagen wollte. „willst du noch suppe“ - „nein“. „willst du noch ein stueck kuchen“ - „nein“. und wenn die eltern nicht gleich reagieren (wie bei mir), findest man es bald sehr normal.

mir haben sie dann gesagt: wir sind hier nicht in der schule. mit deinen freunden kannst du reden wie du willst aber nicht mit mir. benimm dich.

bloss nichts sagen von „unter meinem dach…“ weil dann besteht die gefahr dass sie einfach ausziehen wollen (und das meist in einer nach- und nebelaktion).

viel glueck und tu was, denn die pubertaet kommt erst! :o)
bethje

Sie kommt auch und will z.B. Taschengeld etc.
Ev,mal mit Ignoranz reagieren, bis das Wörtchen bitte kommt.
Ansonsten die Art ignorieren, Frühpupertät.
PiRo

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