wie ist das denn eigentlich, wenn man irgendwo einzieht, und sich dann herausstellt, dass ein Telefonanschluss technisch - laut Darstellung mehrerer Telefonanbieter - unmöglich ist?
Die Wohnung sei in einer Großstadt, und der Vormieter habe über einen ganz normalen Telefonanschluss verfügt. Daher konnte man nicht davon ausgehen, dass hier ein Problem bestehen könnte.
Wenn nun nach vier Monaten aber trotz aller Bemühungen seitens des Mieters immer noch kein Telefonanschluss liegt und kein Ende absehbar ist: Wäre das ein Grund für eine fristlose Kündigung (also ohne Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist von 3 Monaten)?
Falls das zur Beurteilung des Falles wichtig ist: Der Telefonanschluss wird sowohl für eine freiberufliche Tätigkeit als auch privat genutzt.
Die Wohnung sei in einer Großstadt, und der Vormieter habe
über einen ganz normalen Telefonanschluss verfügt. Daher
konnte man nicht davon ausgehen, dass hier ein Problem
bestehen könnte.
Welche Begründung gibt es denn für den Umstand, daß früher ein Telefonanschluß möglich war und jetzt plötzlich nicht mehr?
Könnte der Vermieter etwas tun, um einen Telefonanschluß wieder zu ermöglichen?
Welche Begründung gibt es denn für den Umstand, daß früher ein
Telefonanschluß möglich war und jetzt plötzlich nicht mehr?
Eigentlich keine. Drei unterschiedliche Telefonanbieter machen in etwa die gleiche Aussage: „Die Leitungen im Haus sind zu 100% belegt. Wahrscheinlich ist eben in der Zwischenzeit jemand eingezogen, der sich die freie Leitung geschnappt hat, und nun ist halt für Sie keine mehr übrig. Pech gehabt! Das kommt schon mal vor. In Großstädten haben ja inzwischen so viele Leute DSL-Anschluss, dass eben nicht mehr genug Leitungen vorhanden sind. Da müssen Sie halt warten bis wieder mal jemand auszieht.
Nein, der neue Mieter muss nicht in Ihrem Haus sitzen. Das kann auch irgendwo weiter vorne in der Straße sein. Der hat halt jetzt Ihre Leitung.“
Könnte der Vermieter etwas tun, um einen Telefonanschluß
wieder zu ermöglichen?
Nun ja, er könnte die Einrichtung eines neuen Verteilerkastens beantragen, sagen jedenfalls die Telefonanbieter. Die Kosten hierfür sind nicht genau bekannt, liegen aber vermutlich bei etwa EUR 100,-.
Der derzeitige Verteilerkasten ist aber erst zwei oder drei Jahre alt, so der Vermieter. Die Leitungen reichen eigentlich auch für alle Mietparteien im Haus; es sind sogar noch freie Steckplätze übrig. Wo das Problem liegt, weiß also niemand so genau. Laut Auskunft der Telekommunikationsunternehmen braucht es vielleicht weiter vorne in der Straße einen neuen Verteiler, und den soll wohl der Vermieter beantragen.
-> Das kann dauern.
-> Reichen dafür EUR 100,-?
-> Warum sollte der Vermieter das tun? Es ist nicht seine Schuld, dass nicht genug Kabel in der Straße liegen. Im Haus gibt es ja genug Anschlüsse.
Es liegt also offenbar ein technisches Problem der unbekannten Art vor.
Ich mag mich täuschen, aber zumindest die Telekom hat bei Festnetzansprüchen doch eine Versorgungspflicht für Telefonanschlüsse. D.h. wenn ihr dort zunächst einen klassischen Anschluss bestellt, MUSS die Telekom einen neuen Verteiler (auf eigene Kosten) setzen. Kurze Zeit später könnte ihr dann sicher auch wieder DSL bestellen
Mhm - der letzte dieser drei Anbieter ist die Telekom. Der gleiche Spruch: „Die Leitungen in Ihrem Haus sind leider zu 100% belegt.“
Was ist ein „klassischer Anschluss“? Nur ein Telefonanschluss ohne Internet?
Und „kurze Zeit später“? Die Mindestvertragslaufzeit beträgt zwei Jahre. Ist während dieser Zeit ein Upgrade möglich (vom „klassischen Anschluss“, was auch immer das für einer ist, auf DSL)?
Es ist auch schön zu hören, dass die Telekom die Pflicht hat, für einen Anschluss zu sorgen. Aber: wie lange hat sie dafür denn Zeit?
Schöne Grüße
Petra
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Ah … hm, aber - dann braucht man doch auch noch ein analoges Modem, damit man ins Internet kommt, oder? Oder Moment mal. So etwas ist ja mittlerweile in den PCs integriert. Dann müsste allerdings wieder „umstöpseln“. *grübel*
Ah … hm, aber - dann braucht man doch auch noch ein analoges
Modem, damit man ins Internet kommt, oder?
Nein, man kann auch beim analogen Telefonanschluss parallel dazu (also über die gleiche Leitung) DSL nutzen. Mit dem kleinen Vorteil, dass man nicht die höhere Grundgebühr für einen ISDN-Anschluss (fast doppelt so hoch) zahlen muss.
Mache ich zum Beispiel so.
Gruß
loderunner
Hallo,
ehrlich gesagt habe ich sowas nicht mehr gehört, seit ISDN eingeführt wurde. Da gab es hier auch Wartezeiten von mehreren Monaten für einen neuen Anschluß. Damals gab es aber teilweise auch einfach keine freien Nummern, da muste erst jemand mit einer alten 3-stelligen kündigen, um daraus 1000e mit mehr Stellen machen zu können.
Alternative ist über UMTS. Kostet auch nicht die Welt.
Monatsflatrate bei Aldi: EUR 14,95. Alternative zu DSL? Naja.
Ist hier zwar völlig OT, aber das ist rechnerisch gleich schnell, wie normales DSL - glaub nicht, wieviele Leute froh wären nur das bekommen zu können. Leg noch einen 5er drauf und du bekommst im D-Netz eine Verbindung bis 7,2MBit/s bis 5GB Verbrauch. Ich meine aber, das haben wir im Mobilfunkbrett vor einiger Zeit schon diskutiert.