mit kaltem Motor (folglich wenn das Öl ebenfalls noch kalt is) soll man ja kein Vollgas geben. Is aus rein technischer Sicht gemeint, dass hohe Drehzahlen vermieden werden sollen, oder auch das volle Durchtreten des Gaspedals bei NIEDRIGER Drahzahl? Ich mache rein sicherheitshalber beides net, mich würde aber der technische Hintergrund interessieren…
Bei kaltem Öl reißt der Ölfilm in der Laufbuchse bzw entsteht gar nicht erst und das Öl wird nur sehr langsam durch die Bohrungen zu den Lagern gedrückt.
Deshalb keine hohen Drehzahlen. Hohe Drehzahl heißt auch, hohe Lagerdrücke und schnelle Bewegung des Kolbens.
Hohe Lagerdrücke ohne Öl bedeutet, die Wellenzapfen laufen Stahl auf Lagermetall. Die Kolbenringe laufen ohne Schmierung.
Großdiesel laufen nur an mit 40Grad Öltemperatur und laufen dann erstmal 30 Minuten im Leerlauf.
Is aus rein technischer Sicht
gemeint, dass hohe Drehzahlen vermieden werden sollen, oder
auch das volle Durchtreten des Gaspedals bei NIEDRIGER
Drahzahl?
Hallo Jens,
man sollte hohe Drehzahlen vermeiden.
Conrad hat ja schon gut erklärt, was bei zu hoher Drehzahl und kaltem Öl passiert.
danke schön, aber ich verstehe net ganz warum ich bei niedriger Drehzahl net das Gaspedal voll durchdrehten sollte?! Oder is das Quatsch, und da geht nix kaputt?!
Mfg - JENS
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danke schön, aber ich verstehe net ganz warum ich bei
niedriger Drehzahl net das Gaspedal voll durchdrehten sollte?!
Oder is das Quatsch, und da geht nix kaputt?!
,
Nun, wenn Du das Gaspedal voll durchtrittst, wird auch voll Benzin oder Diesel eingespritzt. Dann dreht der Motor schneller und die Drücke auf den Lagern und Kolben erhöhen sich schlagartig.
Da gibt es eigentlich nichts zu verstehen!
Wie alt bist Du denn? hast Du einen Führerschein?
Da gibt es eigentlich nichts zu verstehen!
Wie alt bist Du denn? hast Du einen Führerschein?
Hä?! Ich hatte gefragt wo der Unterschied ist, ob ich bei Halbgas die Drehzahl langsam erhöhe, beispielsweise um 1000 rpm, oder ob ich das mit Vollgas mache. Es ändert sich nur die Geschwindigkeit in der die Änderung erfolgt. Aber letztendlich dreht der Motor gleich schnell…
Deiner Aussage nach isses mit kaltem Motor schädlich im hohen Drehzahlbereich zu fahren. Aber was is wenn ich von 1000 auf 2000 Umdrehungen mit Vollgas beschleunige? Niedriger Drehzahlbereich, aber Vollgas… Reißt dann ebenfalls der Ölfilm weil sich die Bewegung der Kolben ZU SCHNELL erhöht? Oder is in diesem Drehzahlbereich kein Unterschied wie Gas gegeben wird, hauptsache die Drahzahl selbst wird net zu hoch?!
Hallo!
Das mit hohen Drehzahlen und kaltem Öl wurde ja schon beschrieben,
grundsätzlich sollte man erst ab 60° Öltemp. „richtig drauftreten“.
Wenn man keine Öltemp-Anzeige hat, entspricht das ca. 5 bis 10 Km. Fahrstrecke, je nach Motor und Aussentemperatur.
Und dann noch zu Vollgas bei niedrigen Drehzahlen:
Das ist auch schädlich, vielleicht sogar noch schlimmer als hohe Drehzahlen.
Durch Vollgas erzeugt der Motor auch in niedrigen Drehzahlen sehr hohe Kräfte, welche wg. der verminderten Schmierfähigkeit des Öles mehr Verschleiss an den Kurbelwellenlagern und Kolben/Zylinderlaufbahn bewirken. Wenn die Drehzahl sehr niedrig ist, so dass der Motor nicht richtig *rund* läuft, kann das sogar in´s Extreme steigen.
Weiterhin sind die Kolben so konstruiert, dass sie im kalten Zustand oval sind, und erst bei Betriebstemperatur richtig rund werden. Das erzeugt auch stärkeren Verschleiss an bestimmten Stellen.
Fazit: so 2000 -2500 Umdrehungen, und das Gaspedal höchstens zur Hälfte betätigen. Besser ist es aber, den Motor etwas höher drehen zu lassen, als hochzuschalten und den Motor bei sehr niedrigen Drehzahlen zu quälen.
Obwohl man dazu sagen muss, dass die allermeisten Motorschäden andere Ursachen haben als die Kaltheizerei … ganz sooo wichtig ist das auch nicht.
Weiterhin sind die Kolben so konstruiert, dass sie im kalten
Zustand oval sind, und erst bei Betriebstemperatur richtig
rund werden. Das erzeugt auch stärkeren Verschleiss an
bestimmten Stellen.
Wo hast Du denn das her?
Kolben sind Oval und bei Temp werden sie dann rund???
Ne Kolben sind nicht grundsätzlich oval.
Kolben sind rund. SO rund wie der Zylinder. Kalt und Warm.
Nun, wenn Du das Gaspedal voll durchtrittst, wird auch voll
Benzin oder Diesel eingespritzt.
das stimmt so natürlich nicht. Die Menge an eingespritztem Treibstoff wird durch die Menge der angesaugten Luft bestimmt, nicht durch die Stellung des Gaspedals. Die hat zwar einen Einfluss auf die Luftmenge, aber die Gleichung
Gasstellung voll = Treibstoff voll
ist falsch.
Dann dreht der Motor
schneller
da hast du wohl die Frage nicht richtig verstanden. Du kannst mit 50 im vierten Gang fahren oder im zweiten. Im Vierten musst du viel Gas geben um die Geschwindigkeit zu halten im Zweiten entsprechend weniger. Dennoch liegt der Verbrauch bei Benutzung des viertel Ganges deutlich unter dem im zweiten Gang. Was ein weiterer Hinweis darauf ist, dass die obige Gleichung falsch ist. In beiden Fällen hält der Motor übrigens seine Drehzahl (er dreht nicht schneller).
Da gibt es eigentlich nichts zu verstehen!
Nach dieser Devise bist du wahrscheinlich an die Frage rangegangen.
Und dann noch zu Vollgas bei niedrigen Drehzahlen:
Das ist auch schädlich, vielleicht sogar noch schlimmer als
hohe Drehzahlen.
Durch Vollgas erzeugt der Motor auch in niedrigen Drehzahlen
sehr hohe Kräfte,
Die Kräfte sind proportional zum anlegenden Drehmoment. Der maximale Drehmoment (Vollaststellung) ist dem Drehmoment/Drehzahldiagramm zu entnehmen.
Daß die mit Vollgas erreichbaren Drehmomente bei niedrigen Drehzahlen (kleiner als z.B. 2000) höher sind, als die bei mittleren (3000…4000), halte ich für eine Urban Legend.
niedrig ist, so dass der Motor nicht richtig *rund* läuft,
kann das sogar in´s Extreme steigen.
Ich versuche einmal, die Sache zu versachlichen und zusammenzufassen:
hohe Drehzahlen bei kaltem Öl: Abriß des Ölfilms -> schlechte Schmierung -> hoher verschleiß.
„Vollgas“ bei niederigen Drehzahlen: hier muss unterschieden werden, wie niedrig die Ausgangsdrehzahl ist. Ist sie so niedrig, dass der Motor ruckelt, so ist ein erhöhter verschleiß an Lagerschalen, Lagern und Nockenwelle zu befürchten. Egal ob man Vollgas gibt, oder nur wenig Gas.
Ist die Ausgangsdrehzahl oberhalb dieses Wertes, kann man m.E. ruhig mit Vollgas auf die gewünschte höhere V beschleunigen, sofern man den Motor nicht insgesamt zu hoch drehen lässt.
Es wird ja von verschiedenen herstellern und auch vom ADAC empfohlen, nach dem Kaltstart sofort loszufahren, früh hochzuschalten und das Gas jeweils bis zum nächsten, frühen Hochschalten voll durchzutreten (im niedrigen Drehzahlniveau wohlgemerkt, niemand möchte hier Kavaliewrsstarts und quietschende Reifen beim Schalten in den 2. und 3. Gang propagieren).
Generell meine ich, wer ein wenig Gefühl für Mechanik hat, sollte keine Probleme damit haben, schonend zu fahren.
Durch Vollgas erzeugt der Motor auch in niedrigen Drehzahlen
sehr hohe Kräfte, welche wg. der verminderten Schmierfähigkeit
des Öles mehr Verschleiss an den Kurbelwellenlagern und
Kolben/Zylinderlaufbahn bewirken. Wenn die Drehzahl sehr
niedrig ist, so dass der Motor nicht richtig *rund* läuft,
kann das sogar in´s Extreme steigen.
Weiterhin sind die Kolben so konstruiert, dass sie im kalten
Zustand oval sind, und erst bei Betriebstemperatur richtig
rund werden. Das erzeugt auch stärkeren Verschleiss an
bestimmten Stellen.
Fazit: so 2000 -2500 Umdrehungen, und das Gaspedal höchstens
zur Hälfte betätigen. Besser ist es aber, den Motor etwas
höher drehen zu lassen, als hochzuschalten und den Motor bei
sehr niedrigen Drehzahlen zu quälen.
Danke schön für die freundliche Antwort, du hast im Gegensatz zu Conrad wenigstens meine Frage richtig verstanden Scheint zwar noch Diskussionsbedarf zu den „ovalen Kolben“ zu geben, aber bin gespannt was dabei raus kommt. Hab leider zu wenig Sachverstand um mich da einzumischen
„Vollgas“ bei niederigen Drehzahlen: hier muss unterschieden
werden, wie niedrig die Ausgangsdrehzahl ist. Ist sie so
niedrig, dass der Motor ruckelt, so ist ein erhöhter
verschleiß an Lagerschalen, Lagern und Nockenwelle zu
befürchten. Egal ob man Vollgas gibt, oder nur wenig Gas.
Ist die Ausgangsdrehzahl oberhalb dieses Wertes, kann man m.E.
ruhig mit Vollgas auf die gewünschte höhere V beschleunigen,
sofern man den Motor nicht insgesamt zu hoch drehen lässt.
Es wird ja von verschiedenen herstellern und auch vom ADAC
empfohlen, nach dem Kaltstart sofort loszufahren, früh
hochzuschalten und das Gas jeweils bis zum nächsten, frühen
Hochschalten voll durchzutreten (im niedrigen Drehzahlniveau
wohlgemerkt, niemand möchte hier Kavaliewrsstarts und
quietschende Reifen beim Schalten in den 2. und 3. Gang
propagieren).
Ebenfalls danke für deine Antwort! Aber der ADAC empfiehlt das frühe Hochschalten (bei Vollgas), so wie du es beschreibst, nur bei warmen Motor. Zumindest macht der Bruder aus Österreich (ÖAMTC) das so, hab ich gestern noch in nem Bericht gelesen. Leider find ich beim besten Willen den Link dorthin net mehr
Hi!
Ich beschreibe es mal anders:
Der Jens fährt 30Km/h, einmal im 2 Gang, und einmal im 3. Gang.
Er will nun beschleunigen: da er sich im 2. Gang so bei 2000 U. befindet, braucht er nur ganz wenig Gas zu geben und er wird schneller.
Wenn er aber im 3. Gang fährt, hat er bei 30 Km/h eine Drehzahl von 1400 U. Um jetzt ordentlich zu beschleunigen, muss er das Gaspedal voll durchtreten, und trotzdem pasiert nicht viel.
Diese 2. Methode erzeugt im Vergleich zur 1. wesentlich höhere Kräfte im Motor, so sollte man es also nicht machen.
Grüße, Steffen!
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Weiterhin sind die Kolben so konstruiert, dass sie im kalten
Zustand oval sind, und erst bei Betriebstemperatur richtig
rund werden. Das erzeugt auch stärkeren Verschleiss an
bestimmten Stellen.
Wo hast Du denn das her?
Aus der Berufsschule…
Kolben sind Oval und bei Temp werden sie dann rund???
Ja, genau so haben wir es gelernt,
dann sind sie bei kalt noch oben dünner als unten. Da klappern die im Zylinder herum, obwohl das doch recht geringfügig ist.
Wir mussten sogar als Übung die Wärmeausdehnung der Kolben in den 3 verschiedenen Temp.-Zonen berechnen.
Erst bei Betriebstemp. sind sie richtig rund und zylindrisch.
Ne Kolben sind nicht grundsätzlich oval.
Kolben sind rund. SO rund wie der Zylinder. Kalt und Warm.
Nun ja, du machst ja Maschinenbau, da will ich mich nicht unnötig herumstreiten.
Meine Berufsschule war noch im Osten, glaub aber nicht, dass sich an den Kolben was grundsätzliches geändert hat. Vielleicht hat man jetzt bessere Materialien oder eine andere Technologie…
Hallo,
also strieiten will sich hier eigentlich meist keiner und ich fast nie.
Aus der Berufsschule
Nette Sache das.
Kolben sind Oval und bei Temp werden sie dann rund???
Ja, genau so haben wir es gelernt,
dann sind sie bei kalt noch oben dünner als unten.
Das würde ja bedeuten, dass der kalte Kolben eine Art Vorspannung hat welche sich dann bei Temp auflößt und ihn Rund werden lässt. Beim erkalten müsste das Material einen Memoriefekt haben und sich wieder oval ziehen.
Da klappern
die im Zylinder herum, obwohl das doch recht geringfügig ist.
Kolben klappern eigentlich nur, wenn die Zentrierung über die Abstreifringe nicht richtig ist. Mal Grob geschrieben.
Um die Sache ein wenig zu entschärfen sind die Kolbenbolzen aus der Mitte gebohrt. Dadurch soll ein zu starkes Kolbenkippen verhindert werden.
Wir mussten sogar als Übung die Wärmeausdehnung der Kolben in
den 3 verschiedenen Temp.-Zonen berechnen.
Das war aber doch bestimmt in unterschiedlichen Höhen vom Kolbenboden bis zur Decke und sollte etwas über die Tempausdehnung und daraus resultierenden unterschiedlichen Ausdehnungen im Kolben sagen.
Eigentlich sollte die Kolbendecke, also die Seite wo der Zylinderraum ist, gleichmäßig warm werden um zB. Klopfen zu verhindern.
Also Steffen je länger ich darüber nachdenke um so unsicherer bin ich mir.
Da hielft nur erst mal eins. Ich werde mal Nachmessen und mich ein wenig umhören.
Ovalität von Kolben / Belastung bei kaltem Motor
Hallo,
defintiv sind Kolben nicht 100% zylindrisch,
sondern sie werden auf Ovalität gedreht, und zwar unterschiedlich über die Kolbenhöhe.
Dadurch sollen im Betrieb mechanische Verformungen - durch Querkräfte des Pleuels - kompensiert werden. Die thermische Verformung (Ausdehnung) erfolgt weitgehend gleichmäßig über den Umfang, deswegen muss der Kolben im kalten Zustand ausreichend Spiel haben
Was die Belastung bei kaltem Motor betrifft :
Die Paarung Kolben/Zylinder ist nicht kritisch. Die in die Ölwanne eintauchenden Kurbelwangen erzeugen ausreichend Planschöl für die Schmierung dieser Paarung.
Kritischer sind die druckgeschmierten Lagerstellen. Kenne Fälle, wo es (bei kaltem Motor) bis zu 30 Sekunden nach Motorstart dauerte, bis an machen Lagerstellen der Öldruck überhaupt ankam. In dieser Zeit muss die Lagerung mit dem Restöl auskommen ! Da wären hohe Drehzahlen in der Tat fatal, führten zum Abriss des Schmierfilms.
Und solange das Öl kalt und zäh ist, ist die Ölversorgung der Lagerstellen reduziert.
Deswegen bei Kälte : Zuückhaltung, vor allen Dingen was Drehzahl angeht.