Kein Weihnachtsgeschenk

Hallo,
unsere Bescherung ist soeben vorbei. Alle waren glücklich und sind von mir reichlich beschenkt worden. Ich habe nichts bekommen. Aber das stört mich nicht, denn ich habe immer gesagt, ich möchte nichts haben. Nun haben es aber alle so eingehalten. Das finde ich jetzt doch nicht in Ordnung. Gruß kahlken. (Frohes Fest)

tja…

Ich habe nichts bekommen. […]
Das finde ich jetzt doch nicht in Ordnung.

und was lehrt dich das?

frohe weihnachten
ann

Selber schuld - tut weh, gel?
Hi!
Ja das kenn ich. Ich hab auch manchmal das Gefühl, wenn man sich nicht permanent selber in den Mittelpunkt rückt, wird man total übersehen. Ich werde auch regelmäßig gefragt, was ich mir denn wünsche und sage (dumm wie ich bin) Ganz egal, ich freu mich über alles, du musst mir aber eh nichts schenken…
Und was hat man davon? Entweder gar kein Geschenk, was ziemlich kränkend ist oder irgendwas, das, so sehr man sich bemüht, wertlos, sinnlos und absolut einfallslos und lieblos ist und man sich beim besten Willen nicht darüber freuen kann.
Scheiß Welt. Und man darf sich nicht mal ärgern. Immerhin ist man selber schuld. Man kann nur draus lernen in Zukunft früh genug klar zu stellen, dass man schon gerne eine Aufmerksamkeit hätte die von Herzen kommt.

Frohes Fest!
lg infi

Hallo kahlken,

Ich habe nichts
bekommen. Aber das stört mich nicht, denn ich habe immer
gesagt, ich möchte nichts haben. Nun haben es aber alle so
eingehalten.

Schön, Alle haben ganz genau das gemacht was Du wolltest.

Das finde ich jetzt doch nicht in Ordnung.

Ich würde sagen, da bist Du selber suchld. Wenn Du erst sagst, dass Du nichts möchtest, dann gibt es wirklich keinen Grund eingeschnappt zu sein. Mach das nächste Mal eine klare Ansage, was Du möchtest/erwartest, und du wirst sehen …

Frohe Wihnachten und liebe Grüße
Jörg

Hallo kahlken,

unsere Bescherung ist soeben vorbei.

so richtig beschert haben wir dieses Jahr gar nicht. Christbaum haben wir schon lange keinen mehr, und die Kerzen sind auch schon zum dritten Mal ausgeblieben.

Alle waren glücklich und
sind von mir reichlich beschenkt worden.

Nee, wir haben uns schon an das gegenseitige Nichts-Schenken gehalten. Nur meine Tochter hat zwei Kleinigkeiten gekriegt, die sie im Referendariat (Lehrerin) gut brauchen kann. Aber auch nur, weil sie sich das eine gewünscht hat, und das andere mir als gute Idee für eine angehende Lehrerin erschienen ist.

Ich habe nichts bekommen.

Das ist natürlich bitter. Denn obwohl kein Geschenk für mich unter dem nichtvorhandenen Weihnachtsbaum lag, so habe ich doch folgendes bekommen:

Zwei Tage Besuch von meiner Tochter, obwohl sie wegen des Referendariats sowieso in einer Fernbeziehung lebt, und ihr Freund wegen seiner Schicht nicht mitkommen konnte.

Ein feines vorweihnachtliches Abendessen, gekocht von meinem Freund, der sich für den Besuch der Tochter nochmal extra Mühe gegeben hat.

Ein feines Hl-Abend-Raclette, das ich zwar aus meinem Arbeitseinkommen bezahlt habe, aber deshalb war es auch nicht schlechter.

Ich bekomme noch einen feinen Weihnachtsbraten, für den sich mein Freund nochmal so richtig ins Zeug legen wird.

Aber mal eine Frage an Dich:

Aber das stört mich nicht,

Das finde ich jetzt doch nicht in Ordnung.

Weißt Du denn überhaupt, was Du willst?

Gruß und noch besinnliche Feiertage,

Karin

Hallo Kahlken,
seitdem mein Sohn als Kind zwei Mal unsere Bude abbrennen wollte, ich morgens früh einen Teppichbrand mit selbstgestrickten Socken ausgetrampelt und einen Siebenjährigen mit Brandverletzungen an der Hand zum Arzt gebracht habe, mag ich kein offenes Feuer, sprich Kerzen, mehr. Die elektrische Lichterkette hat von Jahr zu Jahr mehr Ausfallerscheinungen, mein Großer (24) hat mir dieses Jahr „untersagt“, das traute Heim zu schmücken (er ist auf dem asketischen Trip), einen Tannenbaum will ich nicht, weil ich lebende Bäume lieber habe als abgesägte „Leichen“, und Geschenke wollen wir nicht, haben schon so viel überflüssiges Zeugs bei eBay verkauft. Wir haben gestern unsere Ente gegessen, das Einzige, auf das ich nicht verzichten will, von Mitternacht bis zwei Uhr morgens ein Spiel gespielt und sind heute gegen Mittag aufgestanden… Das Einzige, was mein Sohn braucht (der kleine Brandstifter, inzwischen 16), sind Hosen, und die bekommt er nicht unbedingt zu diesem Anlass.
Wenn du sagst, du willst keine Geschenke, warum bist du dann enttäuscht, wenn jeder sich dran hält? Wenn du welche möchtest, könntest du es so formulieren, dass man es versteht, z.B.: „Ich brauche zwar im Prinzip gar nichts, aber ich würde mich freuen, wenn man an mich denkt, und für mich heißt das, Geschenke zu bekommen, was auch immer ihr aussucht.“
Es gibt fünf verschiedene Arten, jemandem zu zeigen, dass man ihn liebt, anders herum, fünf Arten, Liebe zu erfahren: mit Geschenken, mit Aufmerksamkeit, mit Körperkontakt, mit gemeinsam verbrachter Zeit, mit Hilfe/Unterstützung - welcher Typ bist du, welche Linie sagt dir zu und macht dich glücklich?
Liebe Grüße, Susanne

Hallo Kahlken,
seitdem mein Sohn als Kind zwei Mal unsere Bude abbrennen
wollte, ich morgens früh einen Teppichbrand mit
selbstgestrickten Socken ausgetrampelt und einen
Siebenjährigen mit Brandverletzungen an der Hand zum Arzt
gebracht habe, mag ich kein offenes Feuer, sprich Kerzen,
mehr. Die elektrische Lichterkette hat von Jahr zu Jahr mehr
Ausfallerscheinungen, mein Großer (24) hat mir dieses Jahr
„untersagt“, das traute Heim zu schmücken (er ist auf dem
asketischen Trip), einen Tannenbaum will ich nicht, weil ich
lebende Bäume lieber habe als abgesägte „Leichen“, und
Geschenke wollen wir nicht, haben schon so viel überflüssiges
Zeugs bei eBay verkauft. Wir haben gestern unsere Ente
gegessen, das Einzige, auf das ich nicht verzichten will, von
Mitternacht bis zwei Uhr morgens ein Spiel gespielt und sind
heute gegen Mittag aufgestanden… Das Einzige, was mein Sohn
braucht (der kleine Brandstifter, inzwischen 16), sind Hosen,
und die bekommt er nicht unbedingt zu diesem Anlass.
Wenn du sagst, du willst keine Geschenke, warum bist du dann
enttäuscht, wenn jeder sich dran hält? Wenn du welche
möchtest, könntest du es so formulieren, dass man es versteht,
z.B.: „Ich brauche zwar im Prinzip gar nichts, aber ich würde
mich freuen, wenn man an mich denkt, und für mich heißt das,
Geschenke zu bekommen, was auch immer ihr aussucht.“
Es gibt fünf verschiedene Arten, jemandem zu zeigen, dass man
ihn liebt, anders herum, fünf Arten, Liebe zu erfahren: mit
Geschenken, mit Aufmerksamkeit, mit Körperkontakt, mit
gemeinsam verbrachter Zeit, mit Hilfe/Unterstützung - welcher
Typ bist du, welche Linie sagt dir zu und macht dich
glücklich?

mit Geschenken, wenn ich ehrlich bin…

Liebe Grüße, Susanne

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Soetwas geht mir auch auf den Wecker, man fragt oft noch „Was wünscht du dir?“ Und dann kommt nur ein „Ich wünsch mir nix“ „Mir egal“ „keine Ahnung“ oder „Ich will nix haben“.
Das ist doch bescheuert!

Bei Mir Egal und Keine Ahnung kann man ja noch was raussuchen und hoffen dass es was richtiges ist, aber die andern beiden sagen doch ganz klar, dass sie nix haben wollen.
Dann wollen sie auch nix.

Oder ich werde angelogen.

Du HAST gelogen, du hast gesagt du willst nix, aber du wolltest etwas.
Hättest du das mit mir gemacht, du hättest in meinen Augen auch nix verdient, ich hasse es angelogen zu werden.

Mein Vater hat das auch ne Weile gemacht, das wurde dann später zu einem „Ich hab keine Wünsche“ und dann zu einem „Ich bekomme ja eh nie was.“ Ja wie auch, wenn man nicht weiß was er haben will?
Hellsehen und in den Kopf gucken kann keiner.
Ich hab ihm dieses Jahr ein außergewöhnliches Bier gekauft, da war er glücklich.

Meine Mutter bekommt regelmäßig was, dieses Jahr war es ein Zimmerbrunnen, letztes Jahr eine Staffel Highlander auf DVD. Sie bekommt auch zwischendurch was, ganz einfach weil sie auch mal sagt „Das gefällt mir“ oder „Sowas mag ich“. Sie stellt sich nicht in den Mittelpunkt, das hat damit auch nix zu tun. Aber ich weiß dass sie Listen hat, mit DVDs die sie gern haben möchte, ich weiß auch, wenn sie im Prospekt etwas sieht, was sie mag. Ich weiß was sie gerne liest, weil sie mit mir darüber spricht, ich weiß was für eine Lieblingsfarbe sie hat, weil sie öfters Dekoriert.

Und ich weiß, dass ich ruhig mal was mitbringen kann, weil sie sich *freut* und nicht sagt „Das wär nicht nötig gewesen“ oder „Sowas brauche ich eigentlich gar nicht“. Sie freut sich halt.

Wenn sie sagen würde „Ich will nichts geschenkt haben“ wäre ich verletzt, das würde mir a) signalisieren dass sie nix will b) das unser Geldhaushalt wieder mal scheiße aussieht oder c) das ihr mein letztes Geschenk nicht gefallen hat und ich riskiere sie wieder zu enttäuschen.

Also Rat:
Sag was dir gefällt, wart sonst ab, und sag auf keinen Fall, dass du nichts haben willst, wenn du in wirklichkeit etwas willst.

Du kannst ja sagen „Ne Kleinigkeit“ wenn du nicht weißt, was du dir wünscht, ich hab das auch schonmal, dass ich wunschlos glücklich bin. Meist krieg ich dann irgendeinen Likör oder ein neues Kochbuch, ist doch auch schön :smile:

lg
Kate

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Hallo Kahlken,

„:mit Geschenken, wenn ich ehrlich bin…“ - dann sags deinen Lieben, wie gesagt!
Auch liebe Grüße, Susanne

Hallo Kahlken!

Wir haben vor rund 28 Jahren die Schenkerei zu Weihnachten aufgegeben, und stattdessen bekommen die Kinderkrebshilfe und Unicef eine anständige Spende.

Mir geht Weihnachten jedes Jahr mehr auf den Zeiger.
Im August erschlagen einen die Dominosteine im Aldi, Ende September ziehen die ersten Tannenbäume in die Geschäfte, und ab Dezember wird man dermaßen mit Weihnachtsgedudel zugeballert, dass es (mir zumindest) übel wird.

Okay, das war jetzt keine Antwort auf Deine eigentliche Frage.
Aber was erwartest Du eigentlich?

Aussage: „ich will nix“ ist doch eine klare Sache.

Er will nix und er bekommt nix.

Konsequenterweise hättest Du dann aber auch sagen sollen, dass Du - weil Du selbst schenkst - DOCH Geschenke erwartest.

Vielleicht kannst Du im kommenden Jahr die Sache richtig durchziehen und sowohl selbst nichts schenken UND auch keine Geschenke erwarten.

Das Geld, was Du dadurch nicht ausgibst, können etliche Organisationen sehr gut gebrauchen, und uns Konsumüberfrachteten kommt dann vielleicht der Grundgedanke von Weihnachten wieder etwas näher.

Angelika

Abend Angelika!

Wir haben vor rund 28 Jahren die Schenkerei zu Weihnachten
aufgegeben, und stattdessen bekommen die Kinderkrebshilfe und
Unicef eine anständige Spende.

Nach deiner Vita bist du 105, das könnte passen ansonsten frage
ich mich wie du deinen Kinder so früh beigebracht hast, das
Weihnachten nichts besonderes ist (halt ohne Geschenke)?

Gruß
Stefan

Die Geister die ich rief (owT)
nix

Hallo Stefan!

Erwischt!
Wobei ich zugeben muss, dass sich das „Nichtschenken“ auf die Großen beschränkt, die Kinder (1 eigenes, 1 Nichte)bekamen schon etwas Kleines.

Unser Schwerpunkt liegt eher auf den Geburtstagen…

Das ist alles eine Frage der Übung :wink:

Wenn aber Kinder in einer Familie aufwachsen, wo sich der Sinn und Zweck von Weihnachten nicht darin bemisst, möglichst viele Geschenke einzuheimsen, klappt auch das.

Meine Schwiegereltern und der Rest der Verwandtschaft hat anfangs ziemlich seltsam geguckt, dass wir das tatsächlich - trotz Ankündigung - durchziehen. Es hat auch ein bisschen gedauert (2-3 Jahre), bis alle es verstanden hatten.

Heute genießen wir, dass uns kein Geschenkekauf-Stress beherrscht. Stattdessen kochen wir was Schönes und versuchen Gemütlichkeit aufkommen zu lassen.

Angelika

Hallo ihr Weihnachts- Nachdenker! Wir haben vor Jahren, als unsere Kinder noch kleiner waren, einmal mit den Kindern ausgemacht, daß wir uns nichts schenken. Das waren schöne Tage, wir hatten viel Spaß mit Spielen, Gemütlichkeit und gutem Essen, bis…ja bis die Kleinen wieder zur Schule gingen. Ab da hielt sich das Gerücht, daß die Kinder nicht „artig“ waren. Schade!!!Wir haben uns den Gepflogenheiten des Deutschen Landes gebeugt und beschenken die inzwischen großen Kinder und deren Kleinen, so ist das… Gruß von Erika

total verkrampfte Schenkerei
Naja, kurz gesagt: selbst schuld. Aber ich finde, hier wird der Schenk-Krampf so richtig deutlich:

In meiner angeheirateten Familie läuft das auch so (unter den Erwachsenen): „Gell, dieses Jahr schenken wir uns nix“ so wird das vorher ausgemacht. Jeder weiß, dass der andere sich nicht daran hält und doch etwas schenkt. In unserem Fall ist das Ergebnis, dass wir uns wirklich nur auf Kleinigkeiten beschränken (wie ich das sowieso gemacht hätte). So ein Kuddelmuddel und wahnsinnig anstrengend. Hinterher sagt dann jeder (statt sich über das Geschenk zu freuen): Aber wir wollten uns doch nix schenken. Ich habe mir meine Zunge fast blutig gebissen, sonst hätte ich laut losschreien müssen angesichts von soviel Heuchelei.

Ich finde es völlig bescheuert, aus der Schenkerei so einen Krampf zu machen. Schon vorher zu fragen, oder Absprachen zu treffen, finde ich doof. Wenn ich jemandem etwas schenken möchte, dann tu ich es, wenn nicht, dann nicht. Wenn ich eine größere Idee habe, dann verwirkliche ich sie einfach und wenn es mal kleiner ausfällt, dann ist das eben so.

Diese Aufrechnerei nach jedem Fest „Habe ich jetzt den gleichen Wert zurückgeschenkt, wie ich bekommen habe?“ geht mir gehörig auf die Ketten. Meine Lösung: Selbstgebasteltes tanzt da aus der Reihe und läßt sich nicht in Euros abrechnen.

Mit meiner Einstellung ecke ich auch dann und wann ein wenig an, sie ist eben nicht besonders diplomatisch. Ich muß auch ehrlich sagen: ich kann es nicht anders. Ich weiß einfach nicht, ob ein „ich möchte nichts geschenkt bekommen“, ehrlich gemeint ist oder nicht, im Zweifel nehme ich es wörtlich. Von mir hättest Du wahrschienlich auch nichts bekommen.

Ich tu das hier im Forum ja öfter, aber ich plädiere mal wieder für Offenheit und Ehrlichkeit. Da könnte vieles einfacher sein.

kernig

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Selber schuld
Sorry,

aber wenn Du sagst Du moechtest nichts dann musst Du damit rechnen dass dir niemand etwas schenkt.
Ich an Deiner Stelle wuerde mich freuen denn jeder hat Deinen Wunsch ja schliesslich respektiert.

Gruss,
Steffi

die von Ihrem Mann auch nichts bekommen hat weil sie nichts wollte und es gut findet dass Ihr Mann sich dran gehalten hat.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Ja, was denn nun?

Hallo,

Dito!

unsere Bescherung ist soeben vorbei. Alle waren glücklich und
sind von mir reichlich beschenkt worden. Ich habe nichts
bekommen. Aber das stört mich nicht,

Ach, nicht? Schon im übernächsten Satz sagst Du was anderes!

denn ich habe immer
gesagt, ich möchte nichts haben. Nun haben es aber alle so
eingehalten. Das finde ich jetzt doch nicht in Ordnung.

S. oben! Es stört Dich nicht, aber Du findest es nicht in Ordnung, dass
Du nichts bekommen hast. Ja, was denn nun?
Renate