Ich bin insulinpflichtige Diabetikerin und wurde zur Blutzuckereinstellung teilstationär im Krankenhaus aufgenommen, also in die Tagesklinik, bei der man abends nach Hause geht.
Dort war ich jetzt bis Mittwoch und es wurde vereinbart, dass ich die nächsten 4 Wochen einmal in der Woche zur Kontrolle wiederkomme. An den Tagen dazwischen sollte ich arbeiten gehen, um den Alltag genau abzubilden, damit die Auswirkung auf den Blutzucker überprüft werden kann. Eine Entlassung erfolgt dann erst nach diesen 4 Wochen. Nun bin ich aber am Donnerstag krank geworden mit einem starken grippalen Infekt und bin zu meiner Hausärztin gegangen. Es stellte sich heraus, dass sie mich nicht ambulant behandeln darf, während ich teilstationär aufgenommen bin. Sie darf auch keine Rezepte ausstellen. Sie hatte wegen eines ähnlichen Falles schon einmal Regressansprüche der Krankenkasse. Sie telefonierte mit der Krankenkasse, aber auch dort blieb man bei der Auffassung: keine ambulante Versorgung während stationärer Aufnahme, unabhängig davon, ob es voll- oder teilstationär ist. Sie war so nett und gab mir wenigstens für Donnerstag und Freitag einen Krankenschein, aber behandelt hat Sie mich nicht. Jetzt ist Sonntag, ich müßte morgen wieder arbeiten, fühle mich aber immer noch krank und bin nicht arbeitsfähig. Was soll ich tun? An wen muss ich mich wenden?
Hallo !
Wende dich doch morgen früh gleich an die Klinik, das dürfte doch kein Problem sein.
Gite Besserung !
Hallo Fragewurm,
Es git da zwei Aspekte:
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Rechtlich hat die Klinik die Verantwortung für die Dauer der Behandlung übernommen.
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Zu viele Köche verderben den Brei!
Es besteht z.B. das Problem, dass du in der Klinik eine Medikament bekommst und in anderer Arzt verschreibt dir eines welches sich mit dem ersten nicht verträgt.
Gerade bei dir besteht die Möglichkeit, dass ein Medikament deinen BZ negativ beeinflusst. Wenn die Klinik nichts davon weiss, erhöht sie deine Insulindosis, weil dein BZ immer noch zu hoch ist, und wenn du das Medikament absetzt bist du plötzlich überdosiert …
Theoretisch besteht die Möglichkeit, dass dich die Klinik an deinen Hausarzt überweist. Dieser muss dann aber zuerst von der Klinik instruiert werden, stellt dann seine Diagnose und macht einen Behandlungsvorschlag an die Klinik. Die Behandlung wird dann aber von Klinik übernommen, diese verschreibt dir auch das Medi, weil sie schlussendlich in der Verantwortung steht.
Selbst klinikintern funktioniert dies so. Die Abteilung, welche dich aufgenommen hat, trägt die Verantwortung und eine andere Fachrichtung wird dann konsiliarisch hinzugezogen.
An wen muss ich mich wenden?
An die Klinik.
Dein Hausarzt hätte besser bei der Klinik, bzw. deinem dortigen behandelden Arzt, angerufen, an Stelle bei der Krankenkasse.
MfG Peter(TOO)