Hallo,
so in etwa könnte man ein Phänomen, das mich seit langem beschäftigt, in Frageform fassen.
Um es gleich auf den Punkt zu bringen:
Warum neigen Menschen dazu, Angst vor Dingen zu haben, deren Auftritt absolut unwahrscheinlich ist, aber -im Gegensatz dazu-, sich über die wirklichen Gefahren, die das Leben mit sich bringt, keine Gedanken zu machen?
Wieso wird Deutschland seit Monaten und Jahren wegen des angeblichen Terrors in Aufruhr versetzt und wieso fühlt sich die Mehrheit tatsächlich bedroht, obwohl bisher bei null Anschlägen null Menschen sterben mussten? Selbst wenn es Anschläge gäbe, wieso denkt niemand daran, dass die Wahrscheinlichkeit so zu sterben bei ca. 0,00…irgendetwas liegt?
Wieso hatte man/hat man panische Angst vor BSE? Bislang gabs hierzulande eine Hand voll kranker Kühe und so viel ich weiß (schlagt mich) ist weltweit noch niemand am Verzehr von -laienhaft ausgedrückt- BSE-haltigem Fleisch gestorben.
Das selbe Spiel mit der Vogelgrippe, "Gammel"fleisch, Acrylamit in Pommes usw, usw…
Nun die Gegenseite…
Wieso rasen wir mit 200km/h über die Autobahn ohne uns Sorgen zu machen? Es gibt ja bloß 5000 Verkehrstote im Jahr…
Wieso haben Leute mit 30kg Übergewicht nicht literweise Angstschweiß auf der Strin, wenn sie sich eine Zigarette anstecken? Denn daran werden sie mit ziemlicher Sicherheit sterben…
kurzum:
Es gibt so viele reale alltägliche Bedrohungen im Alltag, aber wieso ist uns das egal?
Wieso haben wir statt dessen lieber Angst vor Terroranschlägen, die einen einzelnen mit fast 100%iger Sicherheit nie treffen werden?
fragende Grüße von
VAST (…der sich nicht vor Gammelfleisch fürchtet…)

