Keine Ausbildung wo und wie erhalten

Hallo,

ich habe eine Bekannte die durch widrige Umstände leider keine Berufsausbildung hat, ist inzwischen 33 Jahre, + 11 jährige Tochter.
Haupschulabschluss hat sie, würde gerne etwas in der Richtung Altenpflege oder Tierpflege lernen.

Hat sie einen Anspruch auf eine Ausbildung?, z.Z. wird sie vom Sozialamt unterstützt.

Gibt es Ämter die einem in diesen Fragen unterstützen, oder beraten können.

cu Jürgen

Hallo Jürgen,

ersteinmal einen schönen Gruß an Deine Bekannte, ich finde es immer wieder klasse, wenn jemand jenseits der 30 noch mal „von vorne anfangen“ will.
Eigentlich dürfte das kein Problem sein, mit 33 ist sie ja wirklich noch jung.
Es gibt zwei Ämter mit denen sie reden sollte: Zum einen mit ihrem Sozialamt (denn sie wird während der Ausbildung warscheinlich weiterhin auf Unterstützung angewiesen sein), zum anderen mit dem zuständigen Arbeitsamt.
Die Ämter werden froh sein, wenn sie sich auf eigene Füße stellen will, und sie auch entsprechend beraten.
Nach meiner Kenntnis gibt es keinen „Anspruch“ auf Ausbildung, aber sicher bin ich mir da nicht.
Trotzdem dürfte es gerade in den genannten Bereichen eigentlich keine unüberwindlichen Hürden geben einen Ausbildungsbetrieb zu finden. Hat sie denn schon mit potentiellen Ausbildungsbetrieben Kontakt aufgenommen? Hier dürften die größten Schwierigkeiten liegen (da sollte aber das Arbeitsamt entsprechende Hilfestellung geben).
Also: ran an die Buletten - Beratungstermine ausmachen, und vor allem nach Ausbildungsbetrieben suchen und mit diesen Kontakt aufnehmen. Ein vernünftiger Personalchef wird nicht auf das Alter sehen, sondern daß er hier eine hochmotivierte und vor allem lebenserfahrene Mitarbeiterin bekommt (bei der nebenbei die „Gefahr“ einer Schwangerschaft geringer ist als bei jüngeren Bewerberinnen).

Viel Glück!

Gruß Stefan

Hallo Jürgen,

ersteinmal einen schönen Gruß an Deine Bekannte, ich finde es
immer wieder klasse, wenn jemand jenseits der 30 noch mal „von
vorne anfangen“ will.

naja ihre Tochter ist aus dem gröbsten raus und sie will ja nicht ewig jemand auf der Tasche liegen, wie hoch die Unterstützung ausfällt ?, gibt es da Richtlinien ??

Eigentlich dürfte das kein Problem sein, mit 33 ist sie ja
wirklich noch jung.
Es gibt zwei Ämter mit denen sie reden sollte: Zum einen mit
ihrem Sozialamt (denn sie wird während der Ausbildung
warscheinlich weiterhin auf Unterstützung angewiesen sein),
zum anderen mit dem zuständigen Arbeitsamt.
Die Ämter werden froh sein, wenn sie sich auf eigene Füße
stellen will, und sie auch entsprechend beraten.
Nach meiner Kenntnis gibt es keinen „Anspruch“ auf Ausbildung,
aber sicher bin ich mir da nicht.

hallo Stefan
danke. ich werde mal mit der B. reden und die Einzellheiten mitteilen.

cu Jürgen

Umschulung Arbeitsamt!
Hallo,
in der Materie bin ich etwas bewandert. Deine Bekannte hat zwar keinen Anspruch auf eine staatlich geförderte Umschulung durch das Arbeitsamt, aber in dem Alter und mit entsprechender Bildung hat sie Möglichkeit eine Umschulung durch das Arbeitsamt zu erhalten. Sie muß allerdings mit Wartefristen und einem hartem Kampf rechnen. Zunächst soll Sie einen Termin mit der Arbeitsberatung( nicht Berufsberatung) vereinbaren, wenn sie ihr Intereese deutlich machen kann, wird man dort schauen welche Qualis sie hat, was ihr liegen könnte. Dann wird sie eine Bestätigung durch das Sozialamt brauchen, daß man während der Umschulung ihr weiterhin Soze zahlt, der Betrag unterscheidet sich nicht wesentlich von dem was sie jetzt bekommt, es gibt vielleicht noch DM 10,- Lernmittelzuschuß. Dann kann ihr eine Umschulung bewilligt werden, die vom AA bezahlt wird. Da unsere Ämter langsam und faul sind, sollte sie nicht darauf verzichten zusätzlich Druck über Bürgerbeauftragte/Parteien zu machen.