Hallo!
Ich habe da ein kleines Problemchen. Um dieses zu schildern, muß ich leider ein kleines bißchen ausholen.
Mittlerweile dürfte das schon 7 oder 8 Jahre her sein, daß ich mit meiner damaligen Clique mal zelten war. wie man so ist, hat man die ganze Nacht besseres zu tun, als zu schlafen. Als Dank dafür, war ich am nächsten Tag krank.
Einige Wochen später wollte ich bei einer Freundin schlafen - mir wurde -als wir uns schlafen legten- übel. Ich ging aufs Klo und versuchte mich zu übergeben.
Mir ging es dreckig, ich mußte nach Hause.
Nach weiteren Versuchen bei Freunden zu übernachten, passierte immer wieder das gleiche. Entweder mußte ich mitten in der Nacht abgeholt werden, oder aber mir wurde schon schlecht, wenn es von meinen Eltern hieß: Kannst Du nicht bei Deiner Freundin schlafen, wir wollen ein paar Tage weg fahren. Die Cliquen-Zeit war zu Ende, man war aus dem Alter raus, bei Freunden zu übernachten… ich entkam also dieser Situation. Ich habe nie wieder in einem fremden Bett übernachtet.
Wenn ich meine Mutter darauf ansprach, sagte sie - „Du spinnst doch“.
Ich machte mir riesige Gedanken, wollte aber keine professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, weil ich diese Übernachtungs-Situationen ja selbst in der Hand hatte. Ich muß ja nicht, wenn ich nicht will!
Dann wurde ich Älter… ich dachte mir: Shit, wie soll das mal werden, wenn Du einen festen Freund hast?! Ich hatte Panik niemals bei einem Mann übernachten zu können.
Besagter Mann kam dann mit 16 (Ich bin jetzt 20) und alles klappte wunderbar. Regelmäßig schlafe ich bei ihm.
Dennoch fühle ich mich bis heute nicht in der Lage, woanders (Schwester, Hotel, Freunde) zu übernachten.
Ist es der Freund, der für Seelenfrieden sorgt?
Bzw. Werde ich mich noch an fremde Betten gewöhnen können???
Dennoch fühle ich mich bis heute nicht in der Lage, woanders
(Schwester, Hotel, Freunde) zu übernachten.
Ist es der Freund, der für Seelenfrieden sorgt?
so als erster Ansatz: Wie wärs, wenn Du Deinen Freund mal mitnimmst ins Hotel oder zur Schwester? Da wirst Du die Antwort auf Deine Frage sehr schnell bekommen.
Ansonsten ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Dir die Psychologen (78 Bretter höher unter Naturwissenschaften) bestimmt besser helfen können, als die Leser des „Kraut-und-Rüben“-Brettes.
eine Phobie kann man nicht online wegkriegen, sondern bloß durch entsprechende (persönliche) Therapie. Unabhängig von der „Schule“ des Therapeuten (such Dir die aus, die Dir vernünftig und plausibel erscheint) dürfte eines „übergreifend“ gesichert sein: Wenn Du dem Affen Zucker gibst, wächst er ins Unermessliche. Wenn ein Klaustrophober grundsätzlich schon vor dem Gedanken an die Möglichkeit des Aufzugfahrens kapituliert, ist der sehr wahrscheinliche nächste Vorstoß des „Affen“ Panik & Beklemmung bereits in einem 12-Quadratmeter-Zimmer.
Wenn Du mit Deiner Phobie leben willst, hilft bloß Trainieren, und zwar immer am Rand des Erträglichen, no retreat, no surrender. Wenn sie Dir gänzlich unerträglich ist, zügig in die Gelben Seiten!
vielleicht auch deine eltern, tröst. du wirst geliebt.
Ich weiß nicht, ob ich diesen Satz richtig verstehe, aber wenn Du damit meinst, daß ich Heimweh hätte und an meine Eltern gebunden bin, dann muß ich Dich leider enttäuschen. Ich wohne nämlich nicht mehr zuhause!
eigentlich könnte ich dir nur einen Rat geben, aber der ist sowas von absurd das ich den garnicht posten sollte. Aber trotzdem vielleicht mal ne Überlegung wert.
Du solltest am besten so viele feste Beziehungen wie möglich anfagen, dann gewöhnst du dich immer an ein anderes Bett und widerfährst nach einer gewissen Zeit in jedem Bett dieses Wohlbefinden.
Klingt absurd ist es aber nicht. Du solltest versuchen deine Hemmschwelle mit Annäherung zu überwinden.
Vielleicht ist das tatsächlich eine Maßnahme.
Es kommt aber leider nicht für mich in Frage, weil ich denke, den richtigen Mann gefunden zu haben.
Ich bin seit 4 Jahren mit ihm zusammen und möchte wegen meines Problems sowas nicht aufs Spiel setzen.
Ich hoffe, es klappt irgendwann wieder von alleine - es ist nur reine und schwierige Kopfarbeit.
Aus irgendwelchen Gründen hast du eine unterschwellige Angst vor diesem „fremdeln“, und diese äußert sich nur rein psychosomatisch (brechen, schwindel was auch immer).
Das heißt höchstwahrscheinlich ist in deiner Kindheit irgendetwas passsiert (nicht immer gleich an Mißbrauch denken) dass dich dazu gebracht immer bei DEINER besten Bezugsperson zu bleiben. (Die Mama nicht alleinlassen…)
nur so als Anregung
Hatte im Ferienlager ein Kind, das war von letztem Jahr „Hochwassertraumatisiert“. Die Eltern hatten es während der Flut zur Tante geschickt und es hat tagtäglich Katastrophale Bilder im Fernsehen gesehen, aber nichts von seinen Eltern gehört. War also total verängstigt die Eltern zu verlieren. Seitdem hat es noch nie wieder woanders geschlafen als zu Hause - und im Ferienlager hatten wir es genau eine nacht in der es auch nicht geschlafen hat…