Keine Beitragszahlung zur gesetzlichen Krankenversicherung - habe ich trotzdem vollen Versicherungsschutz?

Rein theoretisch betrachtet: Ich hätte mich selbstständig gemacht und es wäre nicht gut gelaufen, hätte kein Geld in die gesetzliche eingezahlt. Die hätten mich aber doch weiterhin behalten müssen, weil Deutschland ja als Sozialstaat agiert. Meine Frage ist jetzt: Hätte ich den vollen Versicherungsschutz, wenn ich krank werden würe oder verletzte wäre? Könnt ihr mir helfen?

Hallo,
nein, hättest du nicht, jedenfalls nicht den vollen Leistungsschutz. Wer mit mehr als einem Monatsbeitrag im Rückstand bei der Kasse ist, dem zahlt die Kasse nur noch Notfallbehandlungen. Unter Notfallbehandlung ist nicht nicht zu verstehen, dass schon der Besuch eines Arztes oder Zahnarztes dazu zählt, sondern es müssen wirklich medizinische Notfälle vorliegen - also, Husten, Schnupfen; Heiserkeit sowie eine neu Krone müssten dann grundsätzlich selbst bezahlt werden.
Solange dann die Schulden nicht beglichen werden, solange bleibt es dann auch bei der Notfallbehandlung, es sei denn man bezieht ALG-II oder kann in die Familienversicherung.
Gruss
Czauderna

Hallo1

nein, keinen vollen Schutz, nur das absolut medizinisch notwendige.
Klar wird man bei Unfall eingeliefert und behandelt wie jeder andere auch, da ist wenig zu befürchten, weil man ja den ´Versichertenstatus gar nicht kennt.
Krankenhaus/Arzt präsentiert dann später halt eine mehr oder weniger hohe Privatabrechnung.

Es heißt aber nicht die Kasse versucht nicht das Geld einzutreiben, wenn man den Beitrag (und sei es auch Mindestbeitrag) schuldet.

MfG
duck313