Keine Lust zum Aufräumen - Tricks ok?

Hallo allerseits,

ich wollte mal eure Meinung zum Thema „keine Lust zum Aufräumen“ und Lösungsmöglichkeiten hören.

Meine Tochter (4) hat (wie vermutlich wie die meisten Kinder) keine Lust zum Aufräumen. Ich sage ihm immer: „Wer mitspielt, räumt auch mit auf.“ Manchmal hilft das aber nicht. Dann versuche ich Tricks, z.B.

die Sachen wegzaubern
Ich nehme einen Zauberstab (einfach ein Plastikstab aus ihrem Spielzeug), sage einen Zauberspruch und tippe ein paar Sachen mit dem Stab an. Dann greife ich diese und packe sie dahin, wo sie hingehören. Dann will sie plötzlich auch. :smile:

Wettbewerb
Die Sachen werden aufgeteilt (geht gut bei Legos etc.) und dann wird um die Wette eingepackt. Plötzlich macht es ihr Spaß.

Kennt ihr noch mehr Tricks? Ich frage mich, ist es überhaupt gut, diese Tricks anzuwenden (ich mach’s allerdings auch nicht immer so) und wie lange wirken die wohl?

Danke
Michael

Zur Info: meine Tochter wohnt nicht bei mir, sondern bei ihrer Mutter, wir sehen uns einmal die Woche einen Abend und alle zwei Wochen das ganze Wochenende.

Hallo, Michael!
Ich finde „Tricks“ zum Aufräumen völlig okay und hab das bei meinen Söhnen auch gemacht, als sie kleiner waren (ist heute nicht mehr soooo nötig). Warum muß denn Aufräumen eine ernste Sache sein, die keinen Spaß macht?
Weitere Ideen: wenn wenig Spielzeug aufzuräumen ist, ein Tuch darüber ausbreiten, Tochter macht die Augen zu, Vater nimmt ein Teil unter dem Tuch weg und räumt es an seinen Platz. Tuch entfernen und Tochter muß raten, welches Teil jetzt „fehlt“. Danach umgekehrt. Das geht aber wirklich nur, wenn es nicht allzu viele Teile sind.
Oder auch: Ich helfe dir, du hilfst mir. Also erst Vater und Tochter gemeinsam das Kinderzimmer aufräumen, dann gemeinsam den Abwasch oder so.
Ich weiß ja nicht, wieviel Spielzeug deine Tochter bei dir hat, aber meine Erfahrung ist, daß umso leichter aufgeräumt wird, je genauer jedes Ding seinen Platz hat. Also eine Kiste für Legos, eine für Playmobil, ein Regal für alle Stofftiere, ein Säckchen für die Murmeln usw. Je unübersichtlicher die „Ordnung“, desto größer der Krampf beim Aufräumen. Außerdem sind große flache Kisten z.B. für Legos besser geeignet, als zu hohe. Denn in den flachen Kisten kann man einzelne Steine suchen, ohne sie gleich auskippen zu müssen.
Ordentliche Grüße *g*
Anja

Bei Lego
Hi!

wir haben zwei Holzkisten für die Legosteine. Wir machen zum Aufräumen immer Zielwerfen in diese. Auch wenn meine Frau es nicht besonders prickelnd findet, in welcher Lautstärke wir aufräumen - der Zwerg hat Riesenspaß dabei!

Bei seinen Autos (auch Holzkiste) baue ich aus Bauklötzen eine Rampe. Über diese lassen wir die Autos dann in die Kiste fahren. Dauert zwar etwas länger, aber wirkt!

Gruß
Guido

Danke, Sams und Guido, ihr hatte ja noch ein paar super Ideen auf Lager. Ich werde das eine oder andere davon demnächst ausprobieren.

Alles Gute
Michael

Hallo Michael,
Tricks sind immer gut, da man leider mit den Kids in dem Alter noch nicht diskutieren kann. Dennoch sollte man versuchen den Kids klar zu machen, daß es wichtig ist die Sachen die man ausgeräumt hat auch wieder wegräumt so wie die Großen es auch machen. Meine Kids wollten mir natürlich nicht glauben und so hab ich ihnen mal gezeigt wie das ist wenn ich nichts wegräume - überall verteilt lag Wäsche, Spielzeug, dies und das. Sie staunten nicht schlecht und meinten dann, sie würden denn jetzt mal aufräumen gehen. Du solltest auch nicht vergessen daß die Kids größer werden und da helfen leider keine Tricks mehr sondern da muß man schon deutlicher werden! Aber bis dahin hast Du ja zum Glück noch etwas Zeit.

Lieben Gruß
Aara

auch ein guter Trick - wenn auch ein ganz anderer!
Hallo Aara,

Meine Kids wollten mir natürlich nicht glauben und so
hab ich ihnen mal gezeigt wie das ist wenn ich nichts wegräume

  • überall verteilt lag Wäsche, Spielzeug, dies und das. Sie
    staunten nicht schlecht und meinten dann, sie würden denn
    jetzt mal aufräumen gehen.

das ist auch eine gute Idee!

Du solltest auch nicht vergessen
daß die Kids größer werden und da helfen leider keine Tricks
mehr sondern da muß man schon deutlicher werden! Aber bis
dahin hast Du ja zum Glück noch etwas Zeit.

Das vergesse ich schon nicht, ich mache immer deutlich, dass es wichtig ist, aufzuräumen. Wir haben auch von Anfang an beide mit unserer Tochter „vernünftig“ geredet (von uns gab es so gut wie keine Babysprache) - einfacherer Satzbau und einfache Wortwahl ja, aber sie wurde immer wie ein Mensch mit Verstand behandelt. Und das macht sich auch bemerkbar, mit ihren vier Jahren, ist sie schon wortgewandt und verstehend, wie es manches Schulkind nicht ist. Leider verwendet sie dies natürlich auch manchmal gegen uns - auch beim Aufräumen :wink:

Alles Gute
Michael

Du solltest auch nicht vergessen
daß die Kids größer werden und da helfen leider keine Tricks
mehr sondern da muß man schon deutlicher werden! Aber bis
dahin hast Du ja zum Glück noch etwas Zeit.

Das vergesse ich schon nicht, ich mache immer deutlich, dass
es wichtig ist, aufzuräumen. Wir haben auch von Anfang an
beide mit unserer Tochter „vernünftig“ geredet (von uns gab es
so gut wie keine Babysprache) - einfacherer Satzbau und
einfache Wortwahl ja, aber sie wurde immer wie ein Mensch mit
Verstand behandelt. Und das macht sich auch bemerkbar, mit
ihren vier Jahren, ist sie schon wortgewandt und verstehend,
wie es manches Schulkind nicht ist. Leider verwendet sie dies
natürlich auch manchmal gegen uns - auch beim Aufräumen :wink:

Alles Gute
Michael

Ein gewitztes Mädel *g*! Ja man sollte sich in Kindern nicht täucschen, die sind oft schlauer als man denkt! Wenn man genau hinhört, hört man sich selbst sprechen und man merkt erstmal, was man so alles von sich gibt. Doch ich merke schon Du bist auf dem richtigen Weg.

mach weiter so
Gruß Aara