Keine Motivation mehr!

Hallo Lesende,

der Grund des Threads ist die fehlende Motivation zur Schule. Das ist kein einzelnes Problem, sondern allgemein bekannt und meist von den Schülern mit „schwänzen“ des Unterrichts ausgedrückt.
ich selber befinde mich halbwegs in so einer Situation, zusammen mit ein paar Anderen.
Aber WAS kann man dagegen machen? Naja ich denke den meisten ist diese Situation nicht mehr bekannt, bzw. bewusst verdrängt worden!
Der Grund der Motivationslosigkeit liegt klar in der Unterrichtsführung und der Bewertung. Denn hat man einmal eine schlechtere Note bekommen, verliert man schnell das Interesse und die Motivation etwas zu erreichen bzw. es besser zu machen.

Kann ich als Schüler zu einem Psychologen gehen?, und wird der dann von meiner Krankenkasse gedeckt?

Vielleicht liegts auch an mir… (Werdet Ihr jetzt sagen)
ja kann sein, aber ich sehe einfach (nicht mehr) ein, dass ich das ganze Zeug lernen soll, das mir „vorgekaut auf den Tisch gelegt wird“, wiederzugeben.
Und dann das Bewertungssytem! Jeder Lehrer weendet es so an, wie er es für richtig hält. Einfach genial…

Ich bin schon bei einem Vertrauenslehrer gewesen, der mir geraten hat mit den betreffenden lehrern selbst zu reden, denn er kann da (eigentlich) auch nichts machen, was ja verständlich ist, da es sein Kollege ist…

Folglich befinde ich mich in einer Zwickmühle, ich kann ja schlecht zu allen Lehrern gehen und die mit meinem Problem konfrontieren und erwarten, dass was verändert wird.

Habt Ihr einen Rat für mich? Ich wäre dankbar dafür

Danke
Gruß
MiND

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P.S. Feur Rschtefchriebehler heatft der Leesdne :wink:

So eine Phase hatte ich auch mal zwischen 9. und 11. Klasse Gymi. Mich hat das einfach alles angekotzt, also hab ich kaum noch was fuer die Schule gemacht oder nur noch fuer Faecher die mir Spass gemacht haben. Und letztendlich war ich dann in der 11. Klasse soweit dass ich hinten und vorne den Anschluss verpasst hatte und in 4 Faechern auf 5 stand.
Und da bin ich dann ploetzlich irgendwann aufgewacht. Ob’s am Alter lag (zu dem Zeitpunkt war ich schon 18) weiss ich nicht, aber ich hab ploetzlich begriffen dass ich mir damit meine komplette Zukunft versaue. Von meinen Eltern hab ich mir in der Hinsicht schon nicht mehr viel reinreden lassen und hab einfach mal angefangen selbstaendig nach Alternativen zu suchen und darueber nachzudenken was eigentlich nach der Schule kommen soll.
Letztendlich hab ich mich dann entschieden es nicht weiter am Gymi (das mich ja eigentlich immer noch ankotzte) zu versuchen sondern an der FOS einen Neuanfang zu wagen. Und das war im Nachhinein wirklich das kluegste was ich machen konnte.
Ploetzlich hatte ich ein Ziel vor Augen. Obwohl die FOS wesentlich strenger gefuehrt war als das Gymi bin ich gerne hingegangen. Andere Lehrer, andere Leute, andere Umgebung, der Schulalltag mit Praktikum aufgelockert und ich hab wieder Spass am lernen gefunden. War ploetzlich nicht mehr unterer Durchschnitt sondern war mit mir und meinen Leistungen zufrieden. Habe wieder gelernt dass es sich auszahlt zu lernen und habe mein Abi mit einem fuer mich wirklich gutem Abschluss gemacht.

Ok, lange Rede kurzer Sinn…
Werde dir erstmal fuer dich im klaren darueber wo deine Schullaufbahn enden soll. Vielleicht bist du einfach auch auf der falschen Schule und waerst wo anders mit anderen Faecherkombinationen viel besser aufgehoben ?
Die Schuld allein bei den Lehrern zu suchen macht meiner Meinung nach wenig Sinn. Denn es gibt in deiner Klasse garantiert auch viele Schueler die gut mit der entsprechenden Unterrichtsmethode zurecht kommen ?

Gruss Claudia

knapp daneben…
… ist auch vorbei.
Sorry, haette wahrscheinlich erst deine Kurzbeschreibung lesen sollen. Hatte dich in der Mittelstufe, also eher so 9. und 10. Klasse vermutet.

Gruss Claudia

Danke auch, ich sehe das nicht als Kompliment :wink:

Gruß
MiND

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Sorry, war mal wieder ungeschickt formuliert :wink:
Nichts fuer ungut…
Gruss Claudia

Hallo MiND,

gibt es einen „Traum-Job“ für Dich? Oder eine ganz spezielle Richtung, die Du später einschlagen willst? Denn das habe ich immer als Ansporn genommen, wenn ich den totalen Durchhänger hatte (und habe)!!

Schau doch, ob Du evtl. mal in den Ferien ein entsprechendes Praktikum machen kannst. Dann bekommst Du vielleicht mal wieder ein Ziel vor Augen.

Denn diese Schwachsinns-Sätze à la „Du lernst für’s Leben“ haben noch niemanden überzeugt (aber Eltern und Lehrer lieben diese Sätze einfach). Was bitte schön bringt mir der Zitronat-Zyklus der Photosynthese wirklich in meinem Leben??? Nichts!!! Meine Devise ist immer „Du lernst für die guten Noten, um später den Job zu bekommen, den Du gerne haben willst!!“ Damit habe ich mir schon über so manches Tief hinweggeholfen. Und natürlich mit Praktika, die einem den Sinn des Lernens aufzeigen. Außerdem macht sich sowas immer gut im Lebenslauf und man bekommt schon die entsprechenden Beziehungen… .

Also, ich hoffe, Dir zumindest etwas geholfen zu haben und dass Du bald Dein Tief überwunden hast.

Grüße, Nina

Hallo :smile:

einen Tipp kann ich dir leider nicht geben, denn ich denke, nur du selbst kannst herausfinden, was für dich das Beste ist und dich ganz persönlich in solchen trostlosen Momenten motivieren kann. Ich möchte dir nur sagen, dass eine gute Freundin von mir Lehrerin ist, oft mit mir redet, dass die Schüler so unmotiviert sind und sie nicht weiß, was tun. Von ihrer Art her, glaube ich, dass sie ne tolle Lehrerin ist und wenn ich sehe, was für interessante Dinge sie sich einfallen lässt, kann ich manchmal gar nicht verstehen, dass manche ihrer Schüler nicht gerade motiviert sind.

Letztendlich glaube ich aber, dass liegt nicht an ihrem Fach oder ihrer Person, sondern am Ganzen. Und dazu gehört für mich das Schulsystem, Klassengröße, Fächer, die Schüler nicht mögen oder für die sie keine Neigung haben, Stress zu Hause, Stress in der Schule und - wie du schon schriebst - die Notengebung und manche Unterrichtsführung etc. Das alles führt sicher zur Unlust und zu Frust. Und ich denke, das geht nicht nur Schülern so. Unlust gibt es bestimmt auch bei Lehrern, wenn sie sehen, dass sie sich noch so viel überlegen können, aber gegen den großen Alltagsfrust gar nicht ankommen. 6 langweilige Lehrer an einem Tag und in der 9. Stunde eigentlich eine tolle und interessante Stunde von einem richtig motivierten Lehrer wird sicher nicht plötzlich deine Motivation für diese Stunde wecken, schon dreimal nicht wegen der Uhrzeit, oder?

Daher finde ich es durchaus eine gute Idee, sich mal mit den Lehrern zusammenzusetzen - und zwar mit denen, die selbst noch motiviert sind. Ich denke, dass die ein offenes Ohr haben. Denn wenn ich mir vorstelle, ich müsste mit lauter unmotivierten Mitarbeitern zusammenarbeiten, hätte ich als Chef auch ein Problem. Gerade dann ist es wichtig miteinander zu reden und auszuarbeiten, wie man Motivation zurückgewinnen kann.

Was würdest du dir denn wünschen? Wie könnte denn ein Lehrer dich mehr motivieren? Bzw. könnte es ein einzelner Lehrer überhaupt oder glaubst du nicht auch eher, dass dieser Frust durch das ganze System kommt. Warum macht ihr in der Schule nicht einmal ein Projekt (gerade sucht man doch noch so viele Projektthemen) gerade unter dem Gesichtspunkt, wie kann Schule besser und vor allem motiverender werden. Ich weiß zwar nicht, wie die Lehrer bei euch sind - aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es jedem Lehrer egal ist, wie es euch/ dir geht.

Ich denke, deine Frage sollte nicht lauten, gebt mir einen Tipp, wie ich motivierter werden kann, sondern viel mehr eine Frage an dich, nämlich was du denkst, was dich motivieren könnte. Warum nicht mal ein paar Ideen in der Klasse ausarbeiten, eine Wunschliste erstellen, was ihr euch von einem Lehrer wünscht. Was ich gut finde, ist, dass du sagst, du magst den vorgekauten Stoff nicht lernen. Das hört man selten, denn es klingt so, dass du bereit wärst, lieber zu lernen, wenn du dir den Stoff selbst erarbeiten müsstest. Wäre für dich dann Projektarbeit motivierender? Gruppenarbeit etc? Denke doch mal über so eine Wunschliste nach…die mich im Übrigen auch sehr interessieren würde (siehe mein Thread).

Viele Grüße von Kim

Hallo MiND,

ein paar Gedanken meinerseits (durchaus schwänzerfahren)
1.) Du bist erwachsen und solltest wissen, was Du tust.
D.h. wertungsfrei: Wenn Dir die Schule nichts bringt, dann lass es, denn es zwingt Dich keiner dazu. Ein dummes Absitzen der Zeit bringt niemandem etwas, weder Dir noch Deinen Lehrern. Nur: Solltest Du am Abitur interessiert sein, dann solltest Du sicherstellen, dass Du es trotz schwänzens bestehst. Alles andere ist kindisch und dumm. Bei mir waren einzelne Lehrer geradezu dankbar, dass ich nicht in ihrem Unterricht aufgetaucht bin, da sie a) sicher sein konnten, dass ich mein Abitur locker bestehe, und b) ich wegen meiner Abwesenheit den Unterricht nicht störte:wink:

2.) Love it, leave it or change it.
Diese Regel gilt immer im Leben. Wenn Dich der Stoff oder die Darreichung des Stoffs in der Schule langweilt, dann ändere das: Entweder konstruktiv mit den Mitschülern und dem Lehrer zusammen oder eben insgeheim für Dich alleine… Nur: Verschwende nicht Deine Zeit! Und noch eins: Lernen und wissen ist nie(!) Verschwendung, auch wenn man nicht von vornherein weiß, wofür das Wissen gut ist! Vielleicht gewinnst Du ja mal eine Million damit:wink:

3.) Geduld
Ein Schulabschluss ist schlicht eine Eintrittskarte zu einem weiteren Step im Leben. Niemand behauptet, dass Schule generell Spass macht, auch ein etwaiges nachfolgendes Studium oder eine Ausbildung machen keineswegs immer Spass.
Und: Zu meinen, dass zwangsläufig ein ausgeübter Beruf immer Sonnenseiten mit sich bringt, ist mehr als naiv.
Also: Lerne Geduld, man kann zwar manches beschleunigen, einiges aber auch nicht. Kurz vor der Zielgerade aber den Stab hinzuschmeissen, weil einen die letzten 10 Meter des Staffellaufs langweilen, ist mehr als töricht.
Nebenbei eine Prognose: Tust Du dies einmal in Deinem Leben, wird es sich wie ein roter Faden durch Dein Leben ziehen! Deshalb: Beginne etwas, entscheide Dich früh, ob Du es zu Ende führen willst und wenn dieser Zeitpunkt vorbei ist, dann sei konsequent! Und 12 Jahre Schule sind mehr als ein verstrichener Zeitpunkt!

Grüße
Jürgen

Hallo Lesende,

ich selber befinde mich halbwegs in so einer Situation,
zusammen mit ein paar Anderen.

Der Grund der Motivationslosigkeit liegt klar in der
Unterrichtsführung und der Bewertung. Denn hat man einmal eine
schlechtere Note bekommen, verliert man schnell das Interesse
und die Motivation etwas zu erreichen bzw. es besser zu
machen.
Und dann das Bewertungssytem! Jeder Lehrer wendet es so an,
wie er es für richtig hält. Einfach genial…

Ich dachte man bekommt bei der Bw mindestens mit, dass es so etwas wie absolute Objektivität nicht gibt.
Jedenfalls hat jedes Fach und jeder Lehrer seine Eigenheiten, damit wirst Du im Prinzip auch im Studium und Job (egal wo und wie) klarkommen müssen. Solange es nicht willkürlich ist…

Vielleicht liegts auch an mir… (Werdet Ihr jetzt sagen)
ja kann sein, aber ich sehe einfach (nicht mehr) ein, dass ich
das ganze Zeug lernen soll, das mir „vorgekaut auf den Tisch
gelegt wird“, wiederzugeben.

Dann frag mal den Lehrer deines Lieblingsfaches nach 'ner Möglichkeit zur Zensurenverbesserung, nämlich mit einem Vortrag zu einem Thema am Rande/ausserhalb des Lehrstoffes

Folglich befinde ich mich in einer Zwickmühle, ich kann ja
schlecht zu allen Lehrern gehen und die mit meinem Problem
konfrontieren und erwarten, dass was verändert wird.

Wenn es in deinen Kursen nicht nur Dich betrifft und es grundsätzliche Fragen sind, z.B. Bewertungsmasstäbe für mndl. Kontrollen, Systematik von Klausuren, Gewichtung der Lernformen im Unterricht etc. würde ich durchaus mal ein Gespräch suchen. Wichtig sind dabei eine kursinterne Diskussion (was ist für euch konsensfähig) und das Formulieren konkreter Probleme/Lsg. (nicht „ihr Unterricht ist Scheisse“ sondern „könnte man nicht zur Erarbeitung von … nicht mal Gruppenarbeit mit anscliessendem Vortrag machen“ etc.)

Tschuess Marco.

hallo mind!

bin selber (manchmal geplagter) schüler, kenn das also. hatte die phase anfang der 9. und hab mir damals so hinweggeholfen, dass ich mir eingebildet hab, was für die schule zu machen würde spass machen. ich hab mir immer wieder eingeredet „komm, deutschhausaufgaben, ganz was feines, das is genau das was du jetz brauchst. und morgen die mathearbeit…geil…ich freu mich schon richtig drauf…am besten gleich loslegen mit lernen“ usw. klingt jetz seeeeeeeehr idiotisch, aber 1. ich bin meine kopfschmerzen (früher in 2 wochen min. 3 mal) losgeworden, schlaf wieder ganz entspannt, und geh relaxter durchs leben. inzwischen bin ich zwar wieder soweit das mich HA’s und arbeiten usw. genauso ankotzen wie jeden andern, aber die grundstimmung is geblieben und insofern ist es auch leichter zu sich selber mal zu sagen „komm schon, mach das jetz, dann hast du’s hinter dir und zeit für besseres“
gruß
yvi