Keinen Bezug zum eigenen Kind

Hallo,

woran kann es liegen,- dass Eltern keinen richtigen persönlichen
Bezug zu ihrem eigenen Kind haben? Scheinbar ist ja alles in Ord-
nung (vor allem für Außenstehende auf den ersten Blick). Niemand
merkt etwas. Tatsächlich ist aber keine richtige Bindung u. wirk-
licher Kontakt vorhanden. Solche Eltern sehen die eigenen Kinder
dann nicht richtig in ihren Bedürfnissen, u. in ihrer Person mit
all dem Unterstützungs- und Entwicklungsanspruch.

Meist wird d. eigenen Kindern dann nichts zugetraut, kaum Verant-
wortung abgegeben,- teilw. findet Unterversorgung und Vernachläs-
sigung statt. Oder ein viel zu strenger Erziehungsstil, der dem
Kind kaum Freiräume lässt.

Die Kinder tragen oft schwerste Traumata und Entwicklungsstörung-
en davon. Wenn d. Kinder aber doch gewollt u. geplant waren, wie
ist es dann möglich, dass Eltern, - die sich der Aufgabe „Kinder“
gewachsen sehen/sahen, dann so etwas unterläuft?

Überschätzung? Überforderung? Gestörte Wahrnehmung?

Mit Dank und Gruß,
Yedi386

Hallo,

woran kann es liegen,- dass Eltern keinen richtigen
persönlichen
Bezug zu ihrem eigenen Kind haben? Scheinbar ist ja alles in
Ord-
nung (vor allem für Außenstehende auf den ersten Blick).
Niemand
merkt etwas.

Aber du? Oder wer? Oder ist das eine autobiographische Frage?
Tatsächlich ist aber keine richtige Bindung u.

wirk-
licher Kontakt vorhanden. Solche Eltern sehen die eigenen
Kinder
dann nicht richtig in ihren Bedürfnissen, u. in ihrer Person
mit
all dem Unterstützungs- und Entwicklungsanspruch.

Ich bin der Meinung, das das auch bei guten Bindungen der Fall ist.
Je nachdem was für Ansprüche die Eltern haben . heutzutage ist doch nicht wichtig was das Kind braucht sondern das es ein möglichst leistungsfähiges Mitglied der Gesellschaft wird, ansonsten kann ich mir den ganzen Schuldruck nicht erklären.

Meist wird d. eigenen Kindern dann nichts zugetraut, kaum
Verant-
wortung abgegeben,- teilw. findet Unterversorgung und
Vernachläs-
sigung statt. Oder ein viel zu strenger Erziehungsstil, der
dem
Kind kaum Freiräume lässt.

Alle Eltern waren auch selber mal Kinder, und habenihr Päckchen zu tragen, entweder machen sie dann die selben Fehler wie die Eltern - oder schlagen ins Gegenteil um. Auch nicht besser.

Die Kinder tragen oft schwerste Traumata und
Entwicklungsstörung-
en davon. Wenn d. Kinder aber doch gewollt u. geplant waren,
wie
ist es dann möglich, dass Eltern, - die sich der Aufgabe
„Kinder“
gewachsen sehen/sahen, dann so etwas unterläuft?

Überschätzung? Überforderung? Gestörte Wahrnehmung?

Weil nicht alle den selben Weg gehen. Frag doch mal diese Eltern, ich wette das 90 Prozent gute Gründe (ihrer Mienung nach) haben, warum sie so reagieren. Vielleicht sind sie besonders streng, damit ihr kind nicht abstürzt. Oder sie übertragen keine verantwortung, weil sie Ihr kind nicht überfordern wollen. Alle Eltern wollen es gut machen. Nur : was heißt gut? wer bewertet das`? solange es da viele Meinungen von vielen Experten gibt, die es alle besser wissen, wird es immer auch verschiedne Eltern geben.

Was Misshalndlungen betrifft: Da ist es Überforderung sicherlich.

Liebe Grüße

Brenna

Hallo Yedi386,
darüber habe ich mir auch schon viele Gedanken gemacht (päd. Beruf). Nicht jedes Kind ist ein Wunschkind. Manche Kinder kommen völlig ungeplant, zum unpassenden Zeitpunkt oder in einem emotoinal kalten Elternhaus zur Welt. Manche Kinder müssen für Dinge büßen, die im Leben ihrer Eltern schiefgelaufen sind. Ich habe die Aussage gehört. „Kinder machen nur Dreck und Ärger.“ Bei Trennungsgeschichten sieht die Mutter im Kind den „bösen Vater“, der Vater sagt:„Du bist die ganze Alte.“ Manche haben wenig Selbstwertgefühl und suchen sich zum Abreagieren noch Schwächere aus - die Kinder.
Beim Besuch in der Eisdiele habe ich am Nachbartisch einen jungen Vater beobachtet, der wortlos neben seiner kleinen Tochter (ca.5 J.)saß. Sie kaute an einem Sandwich herum (wohl ihr Mittagessen), dass ihr offensichtlich nicht schmeckte. Der Vater stierte die ganze Zeit in die Luft, beachtete sie gar nicht. Seine Körpersprache war voller Ablehnung. Als ihre Worte ungehört blieben u. die ersten Tränen rollten, brüllte er sie an:„Du gehst mir auf die Nerven!“ Alle haben es gehört. Dann zerrte er sie davon.
LG Salesia