es gibt da so eine Redensart (wie ich hoffe), die da z.bsp. lautet: „Der ist doch keinen Deut besser“.
Will heißen, der ist doch kein bischen besser, als der andere.
Frage: Wie schreibt man „Deut“. Etwa „Deud“? Und gibt es das Wort überhaupt? Würde es gern benutzen, es passt so schön in meinen Text, den ich bis morgen fertig haben muß.
es gibt da so eine Redensart (wie ich hoffe), die da z.bsp.
lautet: „Der ist doch keinen Deut besser“.
Richtig. Ebenfalls schön: ‚das ist keinen Deut wert‘.
Frage: Wie schreibt man „Deut“. Etwa „Deud“? Und gibt es das
Wort überhaupt?
Aber selbstredend! Der Deut war eine holländische Kleinmünze (bis zum 17. Jh.), die keinen großen Wert hatte. Nach Deutschland hat sich diese Redewendung meines Wissens über Niedersachsen, wo die Münze zeitweise auch verwendet wurde, eingeschlichen.
Aber selbstredend! Der Deut war eine holländische
Kleinmünze (bis zum 17. Jh.), die keinen großen Wert hatte.
Nach Deutschland hat sich diese Redewendung meines Wissens
über Niedersachsen, wo die Münze zeitweise auch verwendet
wurde, eingeschlichen.
Ist das Adjektiv dazu etwa „deutsch“?
Deutschland, whoa… bööööööse. *gg*
Adjektiv???
Verzeih bitte meine Verwirrung, André, aber: welches Adjektiv??? Du meinst nicht zufällig den Artikel? Sollte meine Vermutung zutreffen: der Deut ist schon richtig. Sagt zumindestens Wahrig. Und wenn Du Wahrig zu widersprechen gedenkst, verhaut Dich der Fritz vermutlich mit demselbigen. *lach*
Zitat:
Keinen Deut wert sein: der Deut war früher die kleinste holländ.
Münze; mnd. doyt, anord. dveiti ‚geringe Münze‘, ursprängl. ‚abgehauenes Stück‘, zu anord. dveita ‚abhauen‘
Ist das Adjektiv dazu etwa „deutsch“?
Deutschland, whoa… bööööööse. *gg*
Nicht doch, André,
lies mal was der Kluge dazu sagt:
_ Deut
Substantiv Maskulinum „kleine Münze“ erweiterter Standardwortschatz, Phraseologismus(17. Jh.) Stammwort.
In keinen Deut auf etwas geben u.ä.
Aus dem Niederdeutschen/Niederländischen mndl. duit u.ä. Name einer niederländischen/westniederdeutschen Scheidemünze, die weithin bekannt war. Das Wort erinnert lautlich an anord. pveiti n. „Maßeinheit, kleinste Scheidemünze“, das offenbar zu einem Verbum gehört, das in ae. pwItan Vst. „abschneiden“ bezeugt ist; also eigentlich „Abschnitt, Abgeschnittenes“. Dies kann in seiner Grundbedeutung zu einem Wort für „Scheidemünze“ werden; man kann aber auch daran denken, daß bei Münzen mit Materialwert (oder Edelmetallstücken als Zahlungsmittel) Stücke davon als Gegenwert kleinerer Beträge gebraucht wurden. Der Zusammenhang zwischen dem mittelniederländischen und dem altnordischen Wort bleibt aber im einzelnen (auch lautlich) unklar.
Röhrich 1 (1991), 313-316._
Verzeih bitte, Tessa, aber ich glaube, du tust André Unrecht, wenn du unterstellst, dass er „Deut“ für ein Adjektiv hält.
Er fragte, ob das Adjektiv zu „Deut“ etwa „deutsch´“ sein könnte. Und das nannte er eine böööööse Kombination, weil dann „deutsch“ wertlos, nichtsnutzig bedeutete.
Was aber „deutsch“ bedeutet, findet man in den FAQs.
Danke für den Hinweis, Fritz. Ich habe überhaupt nicht realisiert, daß André ‚Deut‘ mit ‚Deutsch‘ in Verbindung brachte… Auch die ironische Note seines Postings habe ich nicht wahrgenommen. Na ja, manchmal ist man halt ein bissl neben der Spur. ))
kommenden Sonntag laß ich Fritz erst nach Hause, wenn wir zu altnord. dveita und ahd. tiudisc eine gemeinsame indogermanische Wurzel gezogen haben! - Könnte d’ailleurs gar nicht unbedingt ausgeschlossen werden…
Dann wüssten wir auch, warum (in modernen Nationalbegriffen gedacht) grade die Oberhäupter des Westfränkischen und des Hl. Röm. Reiches so abgehackt ausschauen.
d’ailleurs = übrigens, überdies, anderswoher (Weis/Mattutat). Das seltsame „anderswoher“ entspricht der wörtlichen Übersetzung „von woanders“, und diese ist mit dem etwas rechthaberischen „übrigens“, „überdies“ nicht getroffen.
Möglich wäre vielleicht auch „nebenbei bemerkt“, aber das gehört so in die Richtung Feuerzangenbowle „Wohlan denn nun also…“