Keiner kam durch

Wie dumm sind unsere Lehrlinge? Schulsystem versagt? Kein Bock auf lernen?

Debakel bei der Gesellschprüfung der Dachdecker in Duisburg. Keiner kam durch.

Sind die Jugendlichen im Handwerk überfordert?

Viele konnten die Frage nicht beantworten, wie viele zentimeter hat ein zwei meter langer zollstock?

Und nun?

Markus

Hi!

Wie dumm sind unsere Lehrlinge? Schulsystem versagt? Kein Bock
auf lernen?

Die Frage muß lauten: „wie dumm und ignorant sind die Eltern?“

Debakel bei der Gesellschprüfung der Dachdecker in Duisburg.
Keiner kam durch.

Das ist hart, aber sowiet ich, zumindest in Bayern, die IHK-Prüfungen kenne (ich bin u.a. betrieblicher Ausbilder), sind sie fair.

Sind die Jugendlichen im Handwerk überfordert?

Vermutlich ist hier auch ein Quäntchen Schuld in der Grund-, Haupt-/Real- und Berufsschule zu suchen.

Viele konnten die Frage nicht beantworten, wie viele
zentimeter hat ein zwei meter langer zollstock?

Also ich kann Zoll auch nicht ohne wieteres in Zentimeter umrechnen…

Naja, hast schon recht: trotz der saudoofen Frage hätte man wirklich wissen müssen, wie Zentimeter in Meter und umgekehrt gerechnet werden. Was sollen da ansonsten für schiefe Dächer bei rauskommen?

Alles in allem zeigt das nur einmal mehr, daß das breite Volk in Deutschland immer mehr verblödet, aber immer größere Forderungen stellt.
Es wird Zeit, daß hier wieder ausgeglichene Verhältnisse geschaffen werden.

Grüße,

Mathias

Hallo Marcus,

der Wissensstand, mit dem heutige Azubis die Schule verlassen, ist erschreckend niedrig. Ich habe 3 Jahre lang Kaufleute ausgebildet, ein Drittel beherrschte nicht einmal einen einfachen Dreisatz. Einige von ihnen haben es auch bis zum Ende der Ausbildung nicht gelernt. Wie gesagt: angehende Kaufleute!!!

Pessimistische Grüße
Dirk

Hallo Mathias,

recht hast Du. jetzt weiß ich warum putzfrauen cleaning-manager heißen. für fast jede arbeit wird heute ein hochschulstudium verlangt, beruferfahrung zählt nicht, da zu teuer. jo jetzt weiß ich warum.

Gruß
Markus

Also Mathias,

Die Frage muß lauten: „wie dumm und ignorant sind die Eltern?“

dann ist das ja wohl nur generationsübergreifend… oder wie???
Diese Meinung kann ich nicht teilen. Eltern u. Schule zusammen
müßte die Devise lauten. Nur sind die Lehrkräfte entweder
überfordert oder des Lehrens müde geworden… Jedenfalls
hab ich die Erfahrung gemacht. Gegen Überforderung der Lehr-
betriebe könnte man was tun, wird aber nichts getan.
Die Eltern alleine (meine Erfahrung) können ab einem bestimmten
Zeitpunkt gar nichts mehr tun. Man muss heutzutage auf so vieles
achten: der eigne Job, die Schule, die Lehrausbildung, der Umgang der Kinder, Drogen, etc. Da bist Du manchmal mit Deinem
Latain am Ende…Wenn ich dann in das hohle Gesicht des
Lehrausbilders meines Sohnes schaue, der mir ständig erklärt, früher war alles viel einfacher u. die Gesichter der Lehrlinge dazu (gääääääääähn), was soll denn dabei rauskommen…
Aber es kann halt nicht jeder studieren…, wobei ich die ganz
sichere Erfahrung gemacht habe, das Studenten nicht unbedingt
gebildeter sind, als wie Du schreibst das breite Volk in DE.

Sind die Jugendlichen im Handwerk überfordert?

ganz und gar nicht, aber es liegt oft an der Vermittlung, also
wie sie was beigebracht bekommen. Ob sie stolz auf ihre Leistungen sein dürfen.

Vermutlich ist hier auch ein Quäntchen Schuld in der Grund-,
Haupt-/Real- und Berufsschule zu suchen.

mehr als ein Quänzchen, viel mehr.

Also ich kann Zoll auch nicht ohne wieteres in Zentimeter
umrechnen…

Du kannst 2 m nicht in cm ausrechnen…oh man, vielleicht
hätte er besser Zentimentermaß statt Zollstock sagen sollen…

Naja, hast schon recht: trotz der saudoofen Frage hätte man
wirklich wissen müssen, wie Zentimeter in Meter und umgekehrt
gerechnet werden. Was sollen da ansonsten für schiefe Dächer
bei rauskommen?

Eben

Es wird Zeit, daß hier wieder ausgeglichene Verhältnisse
geschaffen werden.

Und wer soll das bitteschön tun??? Es wird Zeit, wieder mal
auf die Straße zu gehen und nicht nur zuzuschauen, wie unsere
Jugend verar****wird…
Das wäre es wenigstens wert, schließl. steht und fällt unsere
Zukunft mit der Jugend…

Sorry für den langen Text

LG
H.-D.

Servus Heidi!

Die Frage muß lauten: „wie dumm und ignorant sind die Eltern?“

dann ist das ja wohl nur generationsübergreifend… oder
wie???

Natürlich.
Von nichts kommt nichts.

Diese Meinung kann ich nicht teilen. Eltern u. Schule zusammen
müßte die Devise lauten.

Da gehe ich mit.
Nur sind es die Eltern, die vornehmlich auch auf die Schulbildung ihrer Kinder Einfluß nehmen können.
Man muß sich allerdings dafür interessieren.

Nur sind die Lehrkräfte entweder
überfordert oder des Lehrens müde geworden… Jedenfalls
hab ich die Erfahrung gemacht. Gegen Überforderung der Lehr-
betriebe könnte man was tun, wird aber nichts getan.

Vielleicht sollte man die Damen und Herren Lehrer mal zum Arbeiten bewegen. Aber das ist eine andere Diskussion und ich habe meine Meinung dazu hier im Forum bereits hinreichend deutlich gemacht.

Die Eltern alleine (meine Erfahrung) können ab einem
bestimmten
Zeitpunkt gar nichts mehr tun. Man muss heutzutage auf so
vieles
achten: der eigne Job, die Schule, die Lehrausbildung, der
Umgang der Kinder, Drogen, etc. Da bist Du manchmal mit Deinem
Latain am Ende…

Ich glaube gerne daß das schwierig ist.
Nur ist es nunmal eine elementare Elternpflicht, sich um die Ausbildung dr Kinder zu kümmern.
Da gibt´s keinen Weg drumherum.

Wenn ich dann in das hohle Gesicht des
Lehrausbilders meines Sohnes schaue, der mir ständig erklärt,
früher war alles viel einfacher u. die Gesichter der Lehrlinge
dazu (gääääääääähn), was soll denn dabei rauskommen…

Engagement braucht´s von beiden Seiten, das ist klar.

Aber es kann halt nicht jeder studieren…, wobei ich die ganz
sichere Erfahrung gemacht habe, das Studenten nicht unbedingt
gebildeter sind, als wie Du schreibst das breite Volk in DE.

Bei ca. 20% geschätztem Studentenanteil unter den jungen Leuten MUß ja die eine oder andere Blinse auch in den Unis zu finden sein.
Das würde ich auch gar nicht abstreiten.
Es geht hier auch weniger um die konkrete Ausbildung als um Lebenswillen und Lebensfähigkeit (im Sinne von Selbstverantwortung und Größe).

Sind die Jugendlichen im Handwerk überfordert?

ganz und gar nicht, aber es liegt oft an der Vermittlung, also
wie sie was beigebracht bekommen. Ob sie stolz auf ihre
Leistungen sein dürfen.

Das glaube ich gerne.
Oft liegt es meiner Erfahrung nach aber auch an schierem Desinteresse.
Und diese Polung kann von zuhause durchaus positiv beeinflußt werden.
Nur tun das die meistzen Eltern nicht.

Vermutlich ist hier auch ein Quäntchen Schuld in der Grund-,
Haupt-/Real- und Berufsschule zu suchen.

mehr als ein Quänzchen, viel mehr.

Möglich.
Ist aber nicht der Punkt.
Eltern UND Schule versagen im Moment bei unserem Nachwuchs.

Also ich kann Zoll auch nicht ohne wieteres in Zentimeter
umrechnen…

Du kannst 2 m nicht in cm ausrechnen…oh man, vielleicht
hätte er besser Zentimentermaß statt Zollstock sagen
sollen…

Das meinte ich.

Naja, hast schon recht: trotz der saudoofen Frage hätte man
wirklich wissen müssen, wie Zentimeter in Meter und umgekehrt
gerechnet werden. Was sollen da ansonsten für schiefe Dächer
bei rauskommen?

Eben

Es wird Zeit, daß hier wieder ausgeglichene Verhältnisse
geschaffen werden.

Und wer soll das bitteschön tun??? Es wird Zeit, wieder mal
auf die Straße zu gehen und nicht nur zuzuschauen, wie unsere
Jugend verar****wird…
Das wäre es wenigstens wert, schließl. steht und fällt unsere
Zukunft mit der Jugend…

Das sehe ich ähnlich.
Wir sind uns da auch einig denke ich. Nur setze ich eben zunächst mal bei den Eltern an und rufe dann nach verbesserter Lehre.

Sorry für den langen Text

Dafür nicht.
Macht mir Spaß.

Grüße, Mathias

Hi Markus!

recht hast Du. jetzt weiß ich warum putzfrauen
cleaning-manager heißen. für fast jede arbeit wird heute ein
hochschulstudium verlangt, beruferfahrung zählt nicht, da zu
teuer. jo jetzt weiß ich warum.

Daran hängt es eben.
Durch einen (hier in D ja nicht allzu schwer zu erlangenden) Hochschulabschluß kann die iegene Dummheit und Ignoranz wunderbar überspielt werden.

Echte Fähigkeiten sinken in ihrem Ansehen.

Seit es den Begriff „Facility Manager“ (Hausmeister) gibt, fühle ich mich nur noch mehr in meiner Ansicht bestärkt, daß wir uns viel zu sehr damit beschäftigen, jden Trottel (womit ich jetzt nicht ursächlich den fleißigen Hausmeister meine) in höchste Höhe zu loben (wo er zu 80% nichts zu suchen hat) als zur Abwechslung mal wieder die Leistungsfähigkeit und den Leistungswillen in den Vordergrund zu stellen und auch zu honorieren.

Dafür braucht es nämlich v.a. Engagement.
Und daran mangelt es uns in unserer Vollkaskogesellschaft ganz gewaltig.

Grüße,

Mathias

Hi!

Wie dumm sind unsere Lehrlinge? Schulsystem versagt? Kein Bock
auf lernen?

Die Frage muß lauten: „wie dumm und ignorant sind die Eltern?“

Eher muß sie lauten: „Was tut eigentlich das Kultursministerium?“ Hauptsache, wir haben Kuschel- und Wohlfühlpädagogik. Es handelte sich übrigens bei den Dachdeckern um solche in Nordrhein-Westfalen. In Bayern gehen die Uhren (noch) ein bißchen anders.

Aber iss eh alles wurscht, wenns nach der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft geht, wird demnächst auch Sitzenbleiben abgeschafft.

Hi,

Vielleicht ust aber auch die Ursache bei den Lehrkörpern zu suchen, die doch heutzutage fast alle akademische Inzuchten sind. Die meisten haben nie gearbeitet, kommen von der Uni, wo sie Vorlesungen bei Profs. gehabt haben, die selber noch nie gearbeitet haben. Die liegen 50 jahre und mehr hinter der Technik zurück und wollen uns dann etwas beibringen! Die sind doch froh, wenn sie das Wort Kompjuter richtig buchstabieren können.

Dann kann man natürlich die Behauptung aufstellen, daß die Lehrer in der Grundschule selber nicht Bescheid wissen und dann ist es so wie im Mittelalter- sie wollen ihre Schüler nicht gescheiter machen, als sie selbst es sind.

Aber wenn ich dann manche Bundesländer sehe (vor allem Bayern, dem Land, in dem die Einwohner vor 50 Jahren noch ein Bergvolk waren), in denen diskutiert wird, ob man nicht Mathe und Physik als Wahlfach anbieten sollte.

Jaja, irgendwann in naher Zukunft, wird es einen Leistungsvergleich zwischen Schülern aus Deutschland und Zimbabwe geben und wir werden kläglich versagen.

Beth
http://my-japan.de

Immer auf die Schule…
Hi!

Ich habe mir gerade alle Artikel hierzu durchgelesen - und alle Postings bezogen sich auf die Schwächen der Schule…

Die theoretische Prüfung wurde jedoch zu einem (zugegeben: Nicht überwiegenden) Teil bestanden! Nur in der Praxis gingen dort alle unter!

Heute morgen auf dem Weg zur Arbet habe ich mal Radio gehört (ich glaube, es war Radio Duisburg). Da kamen dann auch etliche Azubis zu Wort, und was dort gesagt wurde, wirft eher ein extrem schlechtes Licht auf die Ausbilderbetriebe.
Viele äußerten sich sinngemäß so: Als Lehrling wirst Du ja immer nur als billige Hilfsarbeitskraft ausgenutzt. Im ersten Lehrjahr machst Du halt dauernd alles nur sauber, im zweiten bist Du für die Reinigung des Wergzeugs verantwortlich und musst es den Gesellen reichen…

Der Obermeister bestätigte sogar diese Aussagen (wurde von ehemaligen Azubis darauf angesprochen)! Da die Durchfallrate generell bei ca. 50% liegt frage ich mich, warum in dieser Richtung nicht schon längst mal etwas unternommen wurde!

Grüße
Guido (von damals 34 Industriekaufleuten in meiner Klasse haben 34 bestanden!)

der Wissensstand, mit dem heutige Azubis die Schule verlassen,
ist erschreckend niedrig. Ich habe 3 Jahre lang Kaufleute
ausgebildet, ein Drittel beherrschte nicht einmal einen
einfachen Dreisatz. Einige von ihnen haben es auch bis zum
Ende der Ausbildung nicht gelernt. Wie gesagt: angehende
Kaufleute!!!

Pessimistische Grüße
Dirk

Hi!

Es sind nicht nur die „jungen Leute“, die heutzutage ein dickes, dickes Problem mit „Wissen“ und „Lernen“ haben.
Ich arbeite bei einer Software-Firma, die Branchen-Software herstellt und beim Kunden installiert. Da kommt man in Situationen, wo man sich erschießen könnte:

Ein Kunde bekommt zwei neue Computer ins Geschäft gestellt und arbeitet dadurch unter Windows. Sehr schnell stellt sich heraus, daß weder Chef noch seine zwei Angestellten Ahnung von Windows bzw. grafischer Oberfläche haben.
Unser Rat an ihn: Buchen Sie für sich oder Ihre Leute doch einen Einführungskurs für Windows, notfalls als Wochenendkurs bei der Volkshochschule.
Sein Antwort: Für so etwas habe ich keine Zeit!
Die Folgen: Drei Monate lang rief er jeden zweiten Tag bei unserer Hotline an, weil er wissen wollte, wie dieses oder jenes geht. Zeitaufwand und Telefonkosten dürften einiges höher gewesen sein als die ca. 100 DM, die so ein VHS-Wochenendkurs kostet

Noch ein Beispiel? In einem Warensystem von uns erfolgt die Umstellung von D-Mark auf Euro. Die Ware wird mit neuen Etiketten versehen (in Mark und Euro).
Da ruft ein Kunde an und fordert, daß die Preise auf den Etiketten doch bitteschön in Mark und Euro glatt sein müssen (aus 25 DM werden 13 Euro - richtig wäre 12,78 Euro). Das so eine Umrechnung glatter Betrug am Kunden ist, hat er nicht verstanden.

Die Leute werden wirklich zunehmen blöder - mein Eindruck.

Grüße
Siegfried

Hi!

Bei den Studenten sieht es doch kein Stück besser aus. Viele Universitätsprofessoren sagen, daß 80 % der Studenten nicht in der Lage sind, selbständig und konzeptionell zu arbeiten.

Oder schau dir mal diverse Bewerbungsschreiben an: Rechtschreib- und Grammatikfehler en masse, und eine Wortwahl, die Schlimmes befürchten läßt. Kein Wunder, sind wir doch ohnehin auf dem Weg in die Analphabetenkultur: Das Lesen längerer zusammenhängender Text bereitet zunehmend Schwierigkeiten. Was bleibt, sind Rudimentär-Deutsch, der SMS-Abkürzungsfimmel, Logos statt Worte und die Videokultur.

Grüße
Siegfried

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Hi,

Vielleicht ust aber auch die Ursache bei den Lehrkörpern zu
suchen, die doch heutzutage fast alle akademische Inzuchten
sind.

Es sind halt die 68er.

hallo, Markus,
das liegt zum Teil an unseren Lehrern. Es ist leider ein Tatsache, dass ab der Grundschule nur noch von Schrott gesprochen wird. Wer „klug“ ist, geht auf eine höhere Schule, wer bleibt ist also Schrott.
Außerdem müssen sich die guten Schüler nach den schlechten richten, nicht umgekehrt.
Der Ausländeranteil steigt, sie bräuchten eigentlich eine extra Schule, um erst auf deutsches Niveau gebracht zu werden. Ebenso können sehr viele die Sparche nicht. Mit gezogen werden sie aber doch. Ergebnis: siehe Dein Posting.
Wer sein Kind heute noch in die Hauptschule gehen lässt, der gibt ihm die Startchancen eines Sonderschülers.
Es ist mehr als traurig.
Grüße
Raimund