Kekse für schlechte Zeiten

Hallo zusammen,

ich hätte gerne gewußt, ob man Kekse backen kann, die den täglichen Bedarf an allem abdecken, was der Mensch so braucht.

Wir kamen auf das Thema, weil ich überlegte, was man in einem Kriegsfall an Lebensmittel haben sollte. Nach einem Krieg herrscht bekanntlicherweise immer Hungersnot. Da kam ich auf die Idee, das man ja auch Keckse backen könnte. Aber solche Kallorienbomben, dass einer pro Tag reicht. Keckse halten lange und schmecken auch in der Regel.

Aber geht das, sich 5 Jahre lang nur von Keksen zu ernähren, die man vorher gebacken hat?
Und wenn ja, was müßte drinn sein. Oder hat sogar jemand ein Rezept aus Uromas Backbuch?

Vielen Dank und ein hoffentlich Weltkriegsfreies 2017 uns allen :smile:

Du hast wohl nicht gedient? Google mal EPA-Kekse. Hart, aber verzehrbar.

Also alleine mit diesen Keksen könnte man 5 Jahre überleben?

http://wiki.lspace.org/mediawiki/index.php/Dwarf_Bread

Und etwas ernsthafter: man braucht nicht nur Kcal um mehrere Jahre zu überleben.

Grüße
Siboniwe

Das ist ein anspruchsvolles Vorhaben! Wäre schon glücklich für ein Rezept für Weihnachtskekse, die nach Frikadellen schmecken.
Aber wieso willst Du Dich mit Keksen ernähren? Zur Ergänzung brauchst Du ein Schwimmbad voll mit immer frischem Wasser. Es gibt gute Konserven. Da ist schon mal ein bisschen Wasser enthalten.
Wie man Müllabfuhr oder medizinische Grundversorgung in Kekse rein kriegt, wei§ ich leider auch nicht.
Wenn Ihr das Rezept habt: Bitte mitteilen.:blush:

Mit diesen Keksen WILLST du keine 5 Jahre überleben :joy:

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Hallo,

ich würde im Zweifelsfall eher auf EPA-Mahlzeiten setzen. Die sind erprobt, haltbar und gutes Tauschobjekt.

Alternativ könnte man sich die Zutaten für ein DIY-Soylent einlagern, wie z.B. dieses:
https://diy.soylent.com/recipes/032015-nerdshake-v121-100-amazon-deatch-european-many-natural-parts-malefemale-18-see-notes

Gruß,
Steve

Ein Rezept für Müllabfuhr, oder für Frikadellenkekse?

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Das erinnert mich doch stark, wenn auch nicht in flüssiger Form, an 2022…die überleben wollen. Und da braucht man nicht mal was einzulagern. :confounded:

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Servus,

nein, selbstverständlich geht das nicht. Zumindest nicht für eine über fünf Jahre mögliche Ernährung.

Schlicht deswegen, weil der Mensch „so“ einiges braucht, was unter dem Einfluss von Hitze kaputtgeht, und einiges andere, was schon alleine vom Liegenlassen kaputtgeht.

Du hast eine sehr rätselhafte Vorstellung vom Backen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Zwar liegst Du richtig darin, dass am Ende des 19. Jahrhunderts die Stoffwechselphysiologie weitgehend aufgeklärt war, und dass zu Zeiten der Erfindung der Maggi-Erbsensuppe auch ziemlich viel (und viel seriöser als heute) an Ernährungsfragen geforscht wurde, aber wie sollte „Uroma“ dazu kommen, so einen Fantasiekeks zu backen? Sie lebte in einer Zeit, in der keine Heizungsanlagen in den Kellern der Häuser waren, so dass man in den meisten Häusern Kartoffeln, in vielen auch Karotten, Schwarzwurzeln, Sellerie, Äpfel monatelang lagern konnte, und in der außerdem das ‚Einwecken‘ sehr verbreitet war - so gut wie jeder Haushalt hatte einiges an Weckgläsern.

Schöne Grüße

MM

aaaahrgs Soylent Green würg … aber die Sterbemusik (wenn ich mich recht erinnere Morning (Peer Gynt) / Edvard Grieg) war gut … leider hab ich die dann kurz drauf mal im CT auf den Kopfhörer bekommen, das fand ich … äh… nicht so richtig beruhigend :-x

Doch, doch!

Zusammen mit der BW-Schuhcreme geben sie einen ganz wunderbaren Brennstoff, mit dem man das eigentliche Essen erhitzen kann!

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0:28 und 1:04 Soylent Green is peeeeeeople!!!

ah ich meinte die Musik die gespielt wurde, wenn man sich freiwillig … öh… „beenden“ ließ …habs gefunden :

The music which played when Edward G. Robinson was „going home“ - The overture was the principal theme from the first movement of Pyotr Ilyich Tchaikovsky’s Symphony No. 6, the „Pathetique.“ - When the visual presentation starts, the music is the first movement of Ludwig van Beethoven’s „Symphony #6 (The Pastoral)“. - When the flock of sheep appear, the music is „Morning“ from Edvard Grieg’s „Peer Gynt Suite #1. - At the end of the presentation is „Asas Death“, also from the „Peer Gynt Suite“.

Die durfte aber jeder selbst aussuchen, das war Service. Oder zumindest durfte man andeuten, in welche Richtung die Präsentation gehen sollte.

Oder spielt mir da meine Erinnerung einen Streich?

Grüße
Siboniwe

Danke ür den Link. Leider verstehe ich nicht, was der mir sagen möchte :confused:

Naja, Wasser ist ein anderes Thema. Gehen wir mal davon aus, dass es Wasser und diese Kekse gibt zum überleben. Was diese beinhalten müssten wäre jetzt von Interesse. Besser noch ein Rezept, das ich dieses Wochenende ausprobieren kann.

Danke für die fast brauchbare beantwortung und schäm dich für die unterschwällige Beleidigung.

Vielleicht muß ich extra für dich erklären, dass die älteren Generationen mit dem Kriegszustand sehr vertraut sind und mit Lebensmitteln gut umgehen können. Die Frage zielte, so wie eigentlich eindeutig geschrieben, darauf ab, ob jemand eine Art Familienrezept kennt/hat. Kekse die so dermaßen Reichhaltig sind, dass man damit eine Hungersnot nach dem Krieg überleben könnte.

Ich bin leider sehr unbegabt was kochen und backen angeht. Man kann es zwar noch Essen nennen, aber es schmeckt nie wirklich was da bei raus kommt. Mal abgesehen von dem vielen Dreck in der Küche, die schlechte Laune die dabei entsteht und und und. Daher möge man es mir nachsehen, wenn ich jetzt keinen Fabel dafür habe zu wisse, was der Körper nicht so alles braucht und was nicht. Und wie man es zubereitet. Dafür kann ich sicherlich vieles anderes, was die Köche und Bäcker wiederrum nicht können.

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Dieses DIY-Essen schaut mir mehr nach Bodybuilder-Pulverfraß aus. Das stößt bei mir jetzt nicht so auf gesteigertes Interesse. Dennoch Danke für diesen Tipp.

Kennst du Pratchetts Scheibenwelt? (wenn nicht: das ist eine Leseempfehlung).

Dort gibt es Zwergen. Bei den Zwergen gibt es Zwergenbrot. Jeder Zwerg hat ein Stück Zwergenbrot bei sich für schlechte Zeiten. Das Zwergenbrot ist so beschaffen, dass jeder, der am Verhungern ist, einen Blick darauf wirft und sich sofort nach Alternativen umsieht, um sich am Leben zu erhalten. Alternativen wie Extremitäten (eigene und die von anderen) zum Beispiel.

Kekse, die einen fünf Jahre lang ausschließlich ernähren sollen, haben wahrscheinlich bereits nach 4 Wochen den gleichen Effekt.

Eine Familienanekdote: Mein Vater war Soldat im 2. Weltkrieg. Seine Einheit wurde eingekesselt und 6 Wochen lang aus der Luft versorgt, d.h. die einzigen Lebensmittel, die sie hatten waren 6 Wochen lang lediglich die Konserven, die ihnen von Flugzeugen zugeworfen wurden. Das waren 6 Wochen lang nichts anderes als Thunfischdosen. Dazu gab es weder Brot noch Kartoffeln noch irgendetwas anderes. Mein Vater war seit seines Lebens ein Fischliebhaber, aber Thunfisch löste bei ihm sofortigen Appetitverlust und Würgereiz aus.

Grüße
Siboniwe

PS: Er war trotzdem froh, nicht verhungert zu sein.

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