Keller freilegen

An unserer Hauswand (gebaut ca. 1903) ist an der Giebelseite (Wetterseite) in einem Teilbereich von ca. 6m von 10m aufsteigende Nässe zu registrieren . Die Kellerwände bestehen aus Naturstein daauf gemauerter Ziegelstein. Ich wollte nun die Ganze Wand in ca. 2m Teilstücken freilegen ,Naturstein mit entsprechenden Natursteinmörtel falls erforderlich verfugen, darauf Bitumanstrich,Noppenbahn,Drainage.Jetzt wird mir überall im Netz Angst gemacht wegen Bausicherheit etc. Wie muss ich agieren damit mein Bauvorhaben nicht in einer Ruine endet? wie stark muß die Kießschicht festgerüttelt werden und wird dabei nicht das Drainagerohr wieder beschädigt?

Hi,
die Feuchtigkeit kommt ja nicht nur von der Seite sondern von unten,
also ist auch zu überlegen, wie du eine horizontale Sperrschicht einbringst.
Die Bedenken wegen der Statik hatt ich aauch sofort beim lesen.
Also wähle einen Baumeister deines vertrauens und besprich das Vorhaben mit ihm vor Ort.
Ohne Plan, Fotos und einer Besichtigung lässt sich nichts ernsthaftes sagen.

Gruss

M@x

was mich nur wundert wie gesagt bis vor 3-4 Jahren nix und jetzt nur in einem Bereich von 6 von 10m an der Giebelwand ca. 1,5m hoch, was ich mir noch vorstellen könnte mir wurde gesagt das in dem erwähnten Bereich Abflußrohr in ca. 1,5 m entfernung zum Haus verläuft. meinst du das der Naturstein nachgibt wenn ich immer nur Teilstücke öffne und beim Schachten den möglicherweise leicht bröckligen naturstein gleich verfuge. Aber Danke schon mal für deine Einschätzung

An unserer Hauswand (gebaut ca. 1903) ist an der Giebelseite
(Wetterseite) in einem Teilbereich von ca. 6m von 10m
aufsteigende Nässe zu registrieren . Die Kellerwände bestehen
aus Naturstein daauf gemauerter Ziegelstein. Ich wollte nun
die Ganze Wand in ca. 2m Teilstücken freilegen ,Naturstein mit
entsprechenden Natursteinmörtel falls erforderlich verfugen,
darauf Bitumanstrich,Noppenbahn,Drainage.Jetzt wird mir
überall im Netz Angst gemacht wegen Bausicherheit etc. Wie
muss ich agieren damit mein Bauvorhaben nicht in einer Ruine
endet?

Überhaupt nicht. Wie sowas (abschnittsweise) gemacht werden muss, steht in der DIN 4123, soeben in neuer Fassung erschienen, wie abgedichtet werden muss, steht in der DIN 18195 und ist bei gemauerten Natursteinkellerwänden beides ganz bestimmt keine Arbeit für Heimwerkerkönige.

smalbop

Hi!

Na, ich sag mal so:

Unser altes Haus, in der gleichen Bauweise war jahrzehnte / fast hundert Jahre lang im Keller feucht,
das war damals so bauartbedingt und teilweise auch , ich sag mal, nicht unerwünscht. Weil Bauernhaus, und oft Kartoffeln … im Keller gelagert wurden.

Wenn nun in wenigen Jahren irgendeine Veränderung eintritt, was in 100 Jahren vorher nicht war, wird das ehr eine kleine Ursache sein.
Z.B. kaputte Schleuse oder sowas.

So, mochmal eigener Erfahrungsbericht:

Also unser Haus war im Keller immer leicht feucht, so die Erdfeuchte, die halt durch die Natursteinfundamente gezogen ist.

Vor 15 Jahren hab ich die Bude trockengelegt. Das hat auch funktioniert.
ABER:
Das war wirklich das reinste Himmelfahrtskommando,
ich hab immer nur so 5 m aufgegraben, ca. 3 m tief, eingeschalt, betoniert,
und dann immer so weiter, bis ich um das Haus herum war. Das war auch eine recht anspruchsvolle Arbeit,
und ich hab da vorher mit einem Nivelliergerät das ganze Grundstück + Haus ausgemessen,
Schleusenpläne entworfen, damit das auch mit der Drainage usw. alles klappt.
Hat auch geklappt, aber nachträglich sage ich mal, ich hab verdammt viel Glück gehabt, dasss die Bude nicht eingefallen ist.
Einmal ist auch der Graben eingefallen, nachdem ich gerade die Leiter hochgeklettert bin.

Weiterhin , noch mal als Warnung, ist erst vor ca. 4 Wochen in Chemmnitz bei so einer Aktion, also altes Haus, Natursteinkellerwände ausgraben und isolieren,
die komplette Giebelwand des Hauses eingestürzt.
Da haben sich offenbar auch die mehr mir Dreck und Kalk aufgeschlichteten Steine der Grundmauer gelöst, weil der seitliche Erddruck weg war.
Das Foto in der Zeitung war spektakulär, das sah aus, wie eine Puppenstube,
das Haus muss vermutlich komplett abgerissen werden.

Wenn man so was macht, dann bitte von einer Firma machen lassen, die für solche durchaus denkbaren Fälle versichert ist.

Grüße, E !

Hi,

bei Bruchstein und Naturstein wage ich den Teil mit „Feuchtigkeit von unten“ etwas anzuzweifeln - wie sollten da denn kapillare Kräfte entstehen können, ohne sinnige Kapillare?

Ansonsten:
* prüfen, ob da unten richtig gelüftet wird/ob der Raum anders genutzt wird als früher: kann auch sehr gerne im Keller Kondensat/Taubildung sein.
* war bei uns mal auf einmal eine Wand feucht, die Jahrelang vorher trocken war - da war es eine aufgegangene Lötstelle der Regenrinne draussen, dadurch war die Wand dann bei nach jedem Regen komplett nass. Und bemerkt haben wir das Ewigkeiten nicht, denn wer ist schon beim Regen draussen…