Hallo zusammen,
also wir wollen uns ein Haus kaufen Bj 1980. jetzt haben wir das problem das im Keller einmal Wasser war und die Hausbesitzerin weiss nicht woher es kam, da es im Keller auch keinen Schacht gibt.Jetzt wissen wir nicht was wir machen sollen???
Kann jemand von euch uns helfen? oder Tips geben?
Keinen „Schacht“, gemeint es gibt dort keinen Bodeneinlauf und auch keine Zugangsklappe für die Grundleitung ?
Na, Wasser, d.h. Grundwasser oder Oberflächenwasser kann durch die Kellersohle/Übergang z. Mauerwerk eindringen oder durch Außentür/Treppe oder Kellerfenster/Lichtschächte einlaufen.
Ein Keller ist ja nicht wasserdicht(das gibt’s zwar, ist aber eine teure Sonderkonstruktion)
.
Die Bitumenanstriche außen schützen vor der normalen Erdfeuchte und evtl. vor nicht drückendem Wasser, was zeitweise nach Starkregen etwa vor der Kellerwand steht und dann langsam wegsickert.
Und Wasser was von unter der Sohle hochdrücken könnte, kann man nur durch eine Dränage unter der Sohle ableiten.
Das plant man beim Bau, wenn der Grundwasserstand so hoch ist.
Vor dem Kauf empfehle ich eine Ortsbesichtigung durch einen Baufachmann, also Architekt oder Sachverständiger . Die werden mit fachlichem Blick schon mögliche Schwachstellen aufzeigen und zu-oder abraten.
Fragt unbedingt nach Wasserstandshöhe im Keller und wann das war und wie das Wetter dazu war, denn nur so findet man Anhaltspunkt, woher es kam und ob es erneut auftreten kann. Und was man ggf. vorbeugend machen könnte.
Wasser im Keller kann durch viele verschiedene Faktoren kommen.
Eine solche Anfrage hier im Forum zu beantworten woran es liegen könnte ist fast unmöglich.
Das Wasser im Keller kann vom unten kommen (Grundwasser welches durch die Bodenplatte drückt), es kann von der Seite kommen, oder von undichten anderen Faktoren.
Eine Defekte oder nicht ausreichende Drainage am Haus, Undichtigkeiten zu weiteren Bauten die durch die Dehnungsfuge Wasser eindringen lassen, oder evtl. auch Defekte Wasser oder Heizugsleitungen.
Um genau herauszufinden woher das Wasser kam würde ich einen Bausachverständigen beauftragen, wenn wirklich interesse an diesem Haus besteht.
Dieser kann mit Feuchtigkeitsmessungen feststellen ob derzeit irgendwo erhöhte Werte in den Wänden sind. So lassen sich schon manchmal defekte Stellen finden.
Er kann in der Regel auch eine grobe Schätzung abgeben was eine Instandsetzung in etwa kosten würde.
Wasser muss nicht immer sofort ein totalschaden sein. Es kann ebenso sein, dass mit wenigen Handgriffen das Problem in den Griff zu bekommen ist.
Nur sollte man sich das immer von einem Sachverständigen prüfen lassen.
die entscheidene frage was für wasser war im keller
denn alles was hereingelaufen war und dann abgepumpt wurde stellt langfristig kein problem dar.
und wenn drückendes wasser in den keller eingedrungen war, müsste es zu sehen sein.
Wichtig ist wie feucht sind die wände und gibt es aufsteigendes Wasser in den wänden.
das kann gemessen werden, ist aber oft auch durch augenschein einschätzbar.
Letztendlich sind alle Wasserprobleme am Bau lösbar, nur eine frage der Kosten und wenn das Haus von 1980 ist und bisher nicht saniert wurde, bedarf es sowieso einer generellen energetischen sanierung.
Letztendlich ist die Frage wieviel soll das Haus kosten und wieviel würden sie maximal für die Sanierung ausgeben wollen oder können.
Und entspricht der daraus resultierende Preis ihrer „SCHMERZGRENZE“ für dieses konkrete Haus.
Normalerweise müsste dann die Betrachtung durch einen Energieberater die notwendige Sicherheit für die Kaufentscheidung bringen.
Und wenn es sich um ein Haus im Osten handelt, liegt der Teufel im Detail, denn durch die Baumaterialknappheit in der DDR kann es sein das irgendwo ungünstige Materialen eingebaut wurden die jetzt einer aufwendigeren Sanierung bedürfen.
Aber wenn in das Haus nicht langjährig Wasser eingedrungen ist, sind auch all diese Schwierigkeiten bei einer energetischen Sanierung lösbar.