Hallo!
Aushub der gesamten Bodenfläche bis zur gewünschten Raumhöhe.
Ohne genaue Kenntnis der baulichen Situation vor Ort würde ich solche Vorschläge nicht machen, da man aus der Ferne nicht beurteilen kann, wie stark der seitliche Erddruck auf die Kelleraußenwände einwirkt. Weiterhin ist aus dem Ursprungsposting nicht zu entnehmen, aus welchem Material und in welcher Dimension die Wände erstellt sind.
Schachtet man tiefer als die Fundamentsohle, könnte es statische Probleme geben. Dabei denke ich nicht unbedingt an den Super-GAU eines Einsturzes, sondern eher an mögliche Rissbildungen im Mauerwerk. Die aussteifende Wirkung einer Bodenplatte sollte nicht unterschätzt werden.
über möglicht langen Zeitraum eventuelle Bodenfeuchte
beobachten.
Kann man auch mit einem Hygrometer mit Bodenfühler messen
(ausleihen).
Sollte sich nach längeren bzw. stärkeren Regenphasen keine
Feuchtigkeit im Boden zeigen, könnte man sich die zusätzlich
Feuchtigkeitsisolierung u.U.ersparen.
„sollte“ bzw. „könnte“ wäre mir persönlich zu unsicher. Wenn sich die örtlichen Gegebenheiten nach Jahren ändern, hat man ein Problem, das schwer zu lösen ist. Daher ist eine Feuchtigkeits-Isolierung unabdingbar.
Ansonsten ist rein konstruktiv eine nachträgliche
Bodenisolierung gegen aufsteigende Feuchtigkeit von einzelnen
Räumen sehr schwer zu realisieren. (siehe Vorredner)
Das ist durchaus richtig. Eine nachträgliche Isolierung ist nie einfach und hundertprozentig sicher. Wählt man einen Aufbau mit Unterbeton, Dämmung, Estrich und Oberbelag, würde ich auf den Unterbeton eine heiß verklebte Bitumenschweißbahn aufbringen, die im Wandbereich mindestens soweit aufkantet, wie die komplette neue Fußbodenhöhe ist. Bestehen die Außenwände aus Ziegelmauerwerk ist es sehr wahrscheinlich, dass eine horizontale Sperrbahn eingebaut wurde. Eine schlüssige Anbindung der Schweißbahn an die Sperrbahn sollte unbedingt vorgenommen werden, wenn es möglich ist.
Fußbodenheizungen gibt es inzwischen mit weniger als 6 mmm
Durchmesser Neoprene Leitungen.
Das bedeutet Estrichhöhe incl. FB Heizung max 30 mm.
Habe es selber eingebaut und funzt.
Auch hier habe ich Bedenken. Werden 30mm Estrich auf einen Unterbeton aufgebracht, könnte es keine Probleme geben. Liegt der Estrich dagegen auf einer Dämmung, sind 30mm definitiv zu wenig, zumal der Estrich im Rohrbereich nur 24mm stark ist. Rein aus der praktischen Erfahrung heraus, ist eine Mindeststärke von 45mm als Rohrüberdeckung notwendig. Dazu muss man noch den Rohrdurchmesser hinzu rechnen, um auf die komplette Estrichhöhe zu kommen.
Gruß
Christian