Wer hat schon einmal seine Kellermauern zum Abdichten freigegraben und kann mir erklären, wie man dabei am klügsten vorgeht? Gräbt man zuerst die ganze Mauerlänge etwas ab und geht dann tiefer? Oder in welcher Reihenfolge soll ich graben? Wo schaufelt man die Erde am besten hin, damit man sie nicht mehrmals bewegen muß? wie breit müßte der Graben sein? Wie und in welcher Reihenfolge sichert man am besten gegen Abrutschen? Momentan erscheint mir das etwas verworren aber ich bin mir sicher, wer das schon einmal gemacht hat, der kann mir sicher gute Tips geben
Hallo Norbert,
nun kommt es allerdings darauf an, wie tief du graben willst/musst. Ich habe das schon mal gemacht. Grabe nicht gleich alles auf einmal auf, je nach Statik des Gebäudes kann das sonst Probleme geben. Willst Du einen neuen Schutzanstrich aufbringen, kommst Du allerdings nicht darumherum, bis zum Fundament runter zu graben. Ich habe die Erde neben den Graben geworfen. Grabe von der Kellerwand schräg nach aussen, damit die Gefahr nachrutschenden Erdreichs möglichst vermieden wird. Sollte es sich um Lehmboden handeln, sei besonders vorsichtig wenns warm draussen ist. Ich habe es schon gehabt, das ich zum Mittagessen kurz reingegangen bin und in der Zwischenzeit der Lehmboden ausgetrocknet ist und der halbe Graben wieder zugeschüttet war. Wäre blöd gewesen, wenn in dem Moment jemand unten gestanden hätte. Beim wiederbefüllen erst Kies, dann Sand, dann Mutterboden. Ist ´ne ziemliche Knüppelarbeit, je nach Umfang der Arbeiten. Ich reiss mich nicht darum 
Gruss Sebastian
Hallo Norbert
Dem o.a. von Sebastian möchte ich noch hinzufügen:grab etwas tiefer als der Kellerfußboden und leg gleich ein Drainagerohr,das
kann sich mal als sehr nützlich erweisen.Dazu setzt du an einer Hausecke ein 300 oder 400er Rohr senkrecht.Das Rohr muß ca.50cm
tiefer in die Erde,als die Drainage und mindestens bis auf Geländeniveau reichen.Ferner wird es mit 2 im 90° Winkel
angeordneten Löchern für die Aufnahme des Drainagerohrs versehen.
Wenn du Wand für Wand freilegst,dann grab immer um die nächste Ecke rum,damit du einen Auslauf für das D-Rohr hast.Das Rohr sollte vom Anfang zur diagonal gegenüberliegenden Ecke leicht ansteigen (und auf der anderen Seite natürlich ebenso wieder abfallen).
In das senkrechte Rohr kannst du dann,wenns nötig sein sollte,
bequem eine Tauchpumpe installieren.
Gruß
Lenz
Hallo Norbert,
da ich immer noch die Bilder im Kopf habe, als vor ein paar Jahren mal ein Haus mit maroden Kellerwänden bei so einer Aktion eingestürzt ist, würde ich mir zunächst einmal überlegen, ob eine Wand ein komplettes Freigraben ohne Abstützung überhautp verträgt. Im Zweifelsfall würde ich da mal einen Fachmann fragen, den mögliche Schäden sind natürlich riesig und auch für Menschen mehr als gefährlich.
Dann solltest Du Dir natürlich sicherheitshalber immer nur eine Wand nach der anderen vornehmen. Dies sichert eine gewisse grundsätzliche Stabilität der ganzen Aktion. Dann den Graben sicherheitshalber maximal mit einem Böschungswinkel von 45° ausheben, wenn man nicht zusätzlich abstützen kann. So rutsch auch leichter Sand und fließender Lehm nicht nach. Für steilere Böschungen muss man den Boden kennen und beurteilen können. Je nach dem was Du genau vorhast brauchst Du unten zwischen 0,5 und 1 Meter Platz. Graben per Hand ist da wohl wenig empfehlenswert, da wegen des Böschungswinkels insgesamt ein ganz schönes Volumen zusammen kommet. Wenn finanziell machbar, würde ich mir einen Minibagger ausleihen.
Was für eine Isolierung genau notwendig ist kann auch nur der Fachmann sagen, da dies stark vom Baumerterial und Zustand der Wand abhängig ist. Ganz wichtig ist es, dem Übergang Bodenplatte / Kellerwand besondere Aufmerksamkeit zu schenken.
Gruß vom Wiz
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hat hier jemand gemacht, und ihm ist das ganze Haus in seiner Umgrabung gefallen. Zu dem Unglück kommt dann noch der Spott. Ja es ist sehr Lustig, wenn einer sich vorher nicht schlau macht. Also nur Stückchenweise vorgehen und Erdreich anschließend gut verdichten. Risikolos währe sicher es von einer Baufa. machen zu lassen
Cheers
Friedrich-Matthias
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo Norbert,
Es gibt eine billigere Variante, die feuchte Kellermauer von innen mit einer Flüssigkeit, die zusammen mit Wasser chelliert, injektieren.
Lass dich von einer Bauchemieproduktefabrik beraten.
z.B.
Sika Bauchemie gmbH
oder bei
http://www.muro-bauchemie.de/index2.html
bekommst Du Injektionsgeräte leihweise
Du brauchst den entsprechenden Druckkessel, Druckschlauch, einige Ventile mit Hahnen sowie eine Druckflasche CO2
Arbeit:
Löcher bohren, Ventile einsetzen, injektieren
Gruss
Fritz
a.d.Uw.
Hallo Norbert,
dieses Problem habe ich auch hinter mir. Ich bin wie folgt vorgegangen :
bis zum Unterkante Fundamentstreifen über Teilstrecken ( ca 5m )
ausgehoben.
die Schräge des Aushubes hängt von der Bodenbeschaffenheit ab. Bei losem Sandboden bis zu 45°-Schräge
Dränagerohr mit leichtem Gefälle in Kiesschüttung und Sickerloch verlegen.
Kellerwand trocknen lassen und mit Bitumenanstrick grundieren.
Da nach meinen Erfahrungen selbst ein dreifacher Bitumenanstrich nicht die Feuchtigkeit abhielt ( es waren wieder Haarrisse mit der Zeit entstanden ) ging das Graben wieder von vorne los.
Meine Lösung war dann :
auf den nochmaligen einfachen Bitumenanstrich habe ich dann selbstklebende schwarze Dichtbahnen überlappend verklebt.
Vor dem zuschütten an eine gute Wärmeisolierung denken.
Viel Erfolg
Wave
Auf beiliegender Bau-Dokumentation findest Du auch Bilder mit Aushubschrägen allerdings bei festerem Boden.
http://www.leoniehaas.gmxhome.de/hausbau/hausbau_sta…