Eigentumshaus von 1904, Denkmalgeschützt, Putzfassade, voll unterkellert, keine Bodenplatte.
Wir haben dieses Haus letztes Jahr gekauft und Saniert.
Nun ist der erste Winter da und der Keller ist nass. Ich meine nicht feucht, nein nass.
Die Säche die im Keller standen waren schon von außen nass, dass sie tropften.
Nun ist mir klar, im Sommer werden wir von aussen ausschachten müssen um die Wände zu isolieren.
Ebenso müssen wir etwas gegen aufsteigende Feuchtigkeit tun.
Meine erste Frage: Gibt es eine Empfehlung was man kurzfristig dagegen tun kann, damit es nicht noch schlimmer wird AUSSER Schachten und abdichten von außen?
Bei den aktuellen Temparaturen werden wir das sicher nicht angehen.
Meine zweite Frage:
Vorbereitung für den Sommer. Wie ich eine Wand außen abdichte ist mir schon klar.
Aber: was mache ich denn mit der aufsteigenden Feuchte in den Mauern die von unten kommt.
Wie bekomme ich das denn trocken gelegt?
Des Weiteren würde ich den Boden gerne in soweit abdichten, dass auch hier keine Feuchtigkeit mehr aufsteigt.
Dazu hätte ich auch gerne mal Ideen.
Der Boden ist derzeit nur mit einem Dünnen Estrich belegt, der direkt auf Sand, Lehm und Steinen liegt.
Darunter scheint nichts mehr zu sein.
Meine Idee wäre eigentlich diesen komplett zu entfernen, dann ein Dichtmaterial einlegen und neuen Estrich kein.
Aber was für ein Dichtmaterial? Folie? Bitumen? Was nutzt man da?!
ist es möglich, dass in den Keller von irgendwoher warme Raumluft gelangt?
Gerade im Winter sollte es kein Problem sein, den Keller trocken zu halten - zumindest so trocken, dass es nicht an den Möbeln kondensiert.
Da kann ich auch nicht so einfach etwas dran ändern…
Mit ein paar Dachlatten und einer Plane schon. So riesig kann die Öffnung zum Keller nicht sein, als dass man sie nicht mit einfachen Mitteln ziehmlich gut verschließen könnte. Schließlich zahlt Ihr ja auch wie verrückt für die Heizung.
Ich finde es auch ein bischen verrückt, wenn ausgerechnet im Winter der Keller feucht ist, eigentlich ist es genau anders herum.
Dringt tatsächlich kein Wasser von außen ein oder ist irgendwo ein Rohr undicht?
Früher wollten die Menschen sogar kühle feuchte Keller, weil sie keine Kühlschränke hatten. Würde einen Architekten hinzuziehen, der die Statik sich anschaut und nicht einfach mal schnell alles aufgraben und abdichten.
sorry, aber ich würde die Treppe gerne noch nutzen. Und schön ist es auch nicht. Daher fällt eine Lösung mit einer Plane definitiv nicht machbar.
Statik ist geprüft, alles OK. Daher auch hier entwarnung.
Undichte Rohre können es nicht sein.
Ich habe im Gesamten Haus die Rohre erneuert und dort laufen nirgends welche her. Weder Zu- noch Abwasser.
Heizung ist derzeit noch kein Thema.
Das Dachgeschoss ist auch noch offen und noch nicht abschließend gedämmt. Da bin ich noch dabei.
Die Räume aller Etagen die mit Fußbodenheizung ausgestattet sind haben Türen.
Natürlich geht die Luft auch raus und das Treppenhaus ist teilgeheizt. Aber damit leben wir. Dafür ist es ein Altbau!
Warme feuchte Luft die abkühlt führ unweigerlich dazu, dass die Feuchtigkeit irgendwo kondensiert.
Entweder lüftet man im Keller, man heizt den Keller oder man verhindert, dass warme feuchte Luft hineinzieht.
Alternativ und als einige Lösung die noch offen ist: man entfeuchtet dauerhaft die Kellerluft und lebt mit den Stromkosten.
Aber ohne Tür nicht zu empfehlen und als Dauerlösung auch nicht.
Wenn das Inventar nass ist, kann die Feuchtigkeit fast nicht aus dem Boden und der Wand kommen, die würde sich zuerst eben da niederschlagen, an der kälteren Wand.
Sind auch die Mödel nass, weist das schon auf deutlich zu hohe Luftfeuchtigkeit und Feuchtigkeit aus wärmeren Räumen hin.
na das hilft mir jetzt im Zusammenhang schon weiter.
Ich glaube ich bin da auch auf der falschen Fährte.
Die Wände habe ich gemessen und festgestellt, dass Sie eben klatschnass sind.
Aber eine Messung der Luftfeuchtigkeit habe ich noch nicht gemacht, da ich es für Sinnlos gehalten habe.
Aber da ist natürlich was dran.
Dann überlege ich mal wie ich das hinbekommen kann.
Meine erste Frage: Gibt es eine Empfehlung was man kurzfristig
dagegen tun kann, damit es nicht noch schlimmer wird AUSSER
Schachten und abdichten von außen?
Keller luftdicht abkleben, Zugang über eine „Folien-Reißverschlusstür“, direkt nach der Treppe. Alles andere wie schon beschrieben mit Dachlatten und Folie dicht machen. Ja, das sieht nicht so elegant aus, aber ist das einzige, was schnell hilft.
Dann heizen und lüften, und immer aufs Hygrometer achten (muss
Die Wände habe ich gemessen und festgestellt, dass Sie eben
klatschnass sind.
weil die Luftfeuchtigkeit aus deinem Wohnbereich (Küche, Bad, etc.) dort kondensiert. Ähnlich wie eine Coffeinbrauseflasche aus dem Kühlschrank außen feucht ist - das passiert nicht, weil das Glas undicht wäre…
Der Keller wird zu kalt sein. Die Luftfeuchtigkeit ist in der gesamten Luft gleich groß (Inhalt an Feuchte in g/m³). Wenn die Luft kühler wird, das wird sie wenn sie in den nicht geheizten kühleren Keller fällt, dann kondensiert das Wasser aus und es gibt Feuchtigkeitsprobleme.
Problematisch ist die Wandfläche das diese durch das anliegende Erdreich sicher recht kühl ist.
Am Besten: Keller heizen, die Wandfläche sollten auch warm werden, Für Luftbewegung sorgen. Wenn das alles nicht möglich ist: Nacht lüften wenn es draußen kälter als drinnen ist, dann kann trockene kalte Luft in den Keller kommen, nimmt Feuchtigkeit auf, erwärmt sich und muß die nächste Nacht wieder weggelüftet werden.
ich habe auch eine langere Trocknungsphase im Keller hinter mir … kann Dir dazu ein paar Infos geben. Mal eben ausschachten und trockenlegen ist nicht, da es mehrere Ursachen geben kann.
aufsteigende Feuchtigkeit in den Wänden ==> Sperrschicht erstellen
eindringende Feuchtigkeit von aussen ==> Ausschachten, Isolieren, Drainage o.k., bei Grundwasser hoffnungslos !!
eindingende Feuchtigkeit durch den Boden ==> hoffnungslos, Estrich raus und durch feuchtesperrende Materialien ersetzen, kommt an den Rändern immer wieder durch …
Du musst auf jeden Fall Dich erst erkundigen, dann handeln, sonst verbrennst Du geld ohne Ende. Mal Nachbarn fragen, ob die Feutigkeit haben …
eindingende Feuchtigkeit durch den Boden ==> hoffnungslos,
Estrich raus und durch feuchtesperrende Materialien ersetzen,
kommt an den Rändern immer wieder durch …
Boden raus, Kiesschicht und dann Bodenplatte rein.
In der Kiesschicht eine Sickergrube anlegen und sammelndes Wasser abpumpen.
also ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß man 1904 KEINE Kellertür eingebaut hat.
Wo ist die hingekommen?
Auch die Leute in 1904 waren nicht dümmer als wir heutzutage und haben -um eben die Feuchtigkeit aus dem Keller rauszuhalten-
sicherlich eine Türe zu den Kellerräumen eingebaut.
Hallo Simon
wie wäre es interimsweise mit kondensierenden Raumluftentfeuchtern aus dem Baumarkt?
Wir haben seit 6 Jahren einen DeLonghi, der im Winter im Wintergarten (Kalthaus vom Wohnzimmer mitgeheizt Temperatur in kalten Nächten ca. 4°C) steht und im Sommer im Keller.
In beiden Räumen geht das Kondenswasser in die Kanalisation, aufpassen des Entleerens entfällt somit. Die rel. Hum. kriege ich im Wintergarten auf 40% runter. Im Keller habe ich noch nicht gemessen, aber tropfendes Kondenswasser an den Wasserrohren ist im Sommer nicht mehr da.
So ein Teil kostet ca. 100 Euronen und ist eventuell die praktikable Zwischenlösung.
Ausleihen bei Trockenlegungsfirmen geht zum probieren auch, ist aber auf Dauer wegen der Miete zu teuer.
Gruß Olschi
sicherlich waren die Leute damals auch nicht dumm.
Aber hier handelt es sich um ein Treppenhaus welches bis zum Keller durchgeht und da ist eben keine Tür.
Zu den weiteren Kelleräumen hinten ist eine Tür vorhanden. Nur im Treppenhaus eben nicht.