Hallo Experten
Kann mir (Nichtelektroniker) jemand erklären, was Kelvinkontakte für praktische Vorteile haben ?
Für eine - verständliche - Erklärung wäre ich sehr dankbar
Viele Grüße
Peter
Hallo Experten
Kann mir (Nichtelektroniker) jemand erklären, was Kelvinkontakte für praktische Vorteile haben ?
Für eine - verständliche - Erklärung wäre ich sehr dankbar
Viele Grüße
Peter
Hallo Peter,
mit Kelvinkontakten (Vierpolmessung) ist es möglich geringe Widerstände mit einem kleinem Meßstrom zu messen.
Bei diesem Verfahren fließen die Übergangswiderstände der Meßleitungen und Thermospannungen nicht in das Meßergebniss ein.
Bei uns wird damit der Relaiskontaktwiderstand(Schließer/Öffner) gemessen, dieser liegt bei ca. 30 mOhm. Der verwendete Meßstrom beträgt 10mA.
Ich hoffe das hilft weiter.
Viele Grüße Michael
Hallo Auch,
Kann mir (Nichtelektroniker) jemand erklären, was
Kelvinkontakte für praktische Vorteile haben ?
Das unten gesagte stimmt nicht ganz.
Also bei einer normalen 2-Pol Messungwird ein definierter Strom durch einen unbekannten Widerstand geschickt und der Spannungsabfall gemessen.
Nun hat aber die Messleitung auch einen Widerstand welcher mitgemessen wird. Der Widerstand der Messleitung ist normalerweise kleiner als 0.1 Ohm und spielt bei grösseren Widerständen keine wesentliche Rolle für die Genauigkeit.
Zudem verändert sich der Widerstand der Messleitung auch noch etwas mit der Temperatur.
Der „Trick“ besteht nun darin je 2 Leitungen zu verwenden. Durch je eine Leitung fliesst der Mess-Strom. Mit den anderen Leitungen wird dann nur die Spannung am Messobjekt gemessen. Da für die Spannungs-Messung praktisch kein Strom fliesst, kann auch kein Spannungsabfall in den Messleitungen entstehen, welcher die Messung verfälscht.
Eine solche Kelvin-Anordnung wird auch bei Netzgeräten für grosse Ströme eingestzt. Es wird dann die Spannung direkt am Verbraucher gemessen.
MfG Peter(TOO)
Die Methode ist auch in der Halbleiterfertigung gefragt. Würde man die Materialprobe einfach so kontaktieren, hätte man an jeder Ecke einen Metall-Halbleiter- also einen Schottky-Übergang. Deswegen werden die Kontakte „eingefunkt“ und werden somit zu einem rein ohmschen Widerstand von vernachlässigbarer Größe.
cu
K.