Kenia

hallo ihr reisenden
wir wollen, um die weihnachtszeit,mit 2 erwachsenen, nach kenia.
sind zwar afrikaerfahren, daber kenia ist uns noch unbekannt.
man hört leider so oft, ja nicht kenia, ihr könnt alleine nicht vors hotel, ganz schlimm, bla. bla.
habt ihr erfahrungen gemacht? positive und negative?
welche reiseanbieter würdet ihr weiterempfehlen?
welchen urlaubsort würdet ihr empfehlen?
wir möchten natürlich auch das kenianische wildlifeleben kennenlernen.
deutschsprachige safari…habt ihr dort auch erfahrungen?
hotel sollte all-inclusive sein und bitte nicht „kinderfreundlich im proskept deklariert sein“.
das heisst nicht , dass wir keine kinder mögen, wir arbeiten beide mit kindern in unseren berufen…
also wer weiss -was??
vielen dank im voraus.

hallo ihr reisenden
wir wollen, um die weihnachtszeit,mit 2 erwachsenen, nach
kenia.
sind zwar afrikaerfahren, daber kenia ist uns noch unbekannt.
man hört leider so oft, ja nicht kenia, ihr könnt alleine
nicht vors hotel, ganz schlimm, bla. bla.

Hallo !

Bla, bla, bla! Willst Du denn überhaupt eine Meinung/Erfahrung hören, wenn Du gleich mit dem „bla, bla“ andeutest, ist sowieso alles bla, bla ?

mfgConrad

Hallo,
habe ein paar Informationen - allerdings nicht direkt von mir. Ich selbst kenne nur den Flughafen von Nairobi - aber mein Freund ist beruflich öfters dort und was er so zu berichten hat, kling nicht sehr nach Urlaubsspaß. Er ist wirklich kein ängstlicher Mensch, aber er verlässt das Hotel dort nicht besonders gern. Vor ein paar Wochen hat man ihm z. B. auf offener Straße die Schuhe wegnehmen wollen (auf dem Weg vom Hotel zum Restaurant gegenüber). Empfehlenswert ist (laut meinem Freund) das Umland von Nairobi, z.B. die Ngong Hills (wo Out of Africa spielt). Es gibt dort Lodges wo man in Ruhe Urlaub und Safari machen kann. Mein Vater war vor 3 Jahren in der Nähe von Mombasa und hatte sich das ganze auch etwas anders vorgestellt. Hotel lag am Strand und war von einer riesigen Mauer inklusive Sicherheitspersonal umgeben. Mein Vater ist einmal an den Strand gegangen und dann nie wieder, weil man dort keine 5 Minuten in Ruhe liegen kann, ohne dass jemand kommt und einem was verkaufen will. Zitat meines Vaters: „Die kommen einem sogar ins Wasser nach“. Er hat dann noch einen dreitägigen Ausflug in eine Lodge gemacht und war davon auch ganz begeistert.

Gruß,
Maja

„bla.bla.bla“ wird von mir so definiert.„leute die irgendwas von sich geben müssen, obwohl sie zum primären thema überhaupts sagen können, aber hauptsache rtwas verbal oder auch schriftlich losgelassen haben.!!!“
wenn ich hier keine antworten wünschen würde, würde ich, wie sonst alle anderen auch, keine fragen stellen!
…:

Bla, bla, bla! Willst Du denn überhaupt eine Meinung/Erfahrung
hören, wenn Du gleich mit dem „bla, bla“ andeutest, ist
sowieso alles bla, bla ?

mfgConrad

Hallo Tina,

ich hatte vor einiger Zeit mal was über Kenia geschrieben:http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Gruß
Michael

hi tina,

meine erfahrungen in kenya sind schon länger her, ich habe dort von 1988-89 gearbeitet. gewohnt habe ich im lagoon reef hotel an der südküste mombasas (diani beach) und von dort aus kenya- und tanzania-rundreisen begleitet. die letzten wochen meines aufenthalts war ich noch in malindi eingesetzt, da wegen der regenzeit keine rundreisen stattfanden.

die ausführlichen notizen von michael sind sehr gut, im großen und ganzen kann ich ihnen zustimmen.

ich kann vielleicht noch einiges ergänzen. der strand an der nordküste von mombasa ist lange nicht so schön wie in diani, er ist kleiner und an einigen stellen sind störende sandfliegen, die den leuten in die beine beißen.

malindi hat wunderbares strände mit weißem feinen sand. der ort ist ein bißchen aufgeteilt in die deutsche und die italienische seite. die deutschen hotels sind eher die bettenburgen (allerdings kein vergleich zu gran canaria oder mallorca). die italiener haben sehr schöne bungalowanlagen. würde ich auf jeden fall vorziehen, nicht zuletzt auch wegen des besseren essens! der ort selbst ist winzig.

nach lamu fliegt man am besten, denn es ist eine insel nördlich von mombasa. auf der insel selbst gibt es keinen autoverkehr. der lebensrhythmus ist geruhsam, genau richtig zum abhängen. die stadt hat ihren alten swahili charakter erhalten und die atmosphäre erinnert ein bißchen an arabische orte. ein zwei/drei tage aufenthalt ist auf jeden fall empfehlenswert, länger wäre mir vermutlich zu langweilig.

nairobi kenne ich nur von zwischenstops auf der rundreise. es gibt ein eisenbahnmuseum und ein nettes nationalmuseum mit angrenzender schlangenfarm.

mombasa ist eine ganz nette stadt. ich habe keine ahnung, wie die jetzige sicherheitssituation ist. doch als ich damals dort war, hieß es auch schon immer, nicht alleine nachts rausgehen etc. allerdings waren die leute auch schon immer eingeschüchtert, wenn sie nur auf der fähre nach diani aus den transferbussen aussteigen und sich unter die schwarzen passagiere mischen mussten. dabei wollten die kenyaner auf der fähre selbst nur in ruhe gelassen werden…

mir selbst ist in kenya nie was passiert, ich bin auch nie dumm angequatscht worden. in vielen schuppen bist du als weißer ganz allein und das ist gut! zum tanzen bin ich von diani beach aus immer mit matatus (sammeltaxis) nach ukunda, einem kleinen örtchen, gefahren. dort war ich der einzige weiße. anfangs haben die leute etwas geguckt, aber dann haben sie sich wieder um ihren eigenen kram gekümmert. beste musik, klasse zum tanzen, schöne atmosphäre, viel zu gucken und eben kenya!

safaris:
es gibt ein standard safari angebot von den agenturen und den hotels.
taita hills und salt lick lodge: taita hills ist landschaftlich ein teil des tsavo gebietes, liegt nicht weit von mombasa und zieht sich fast bis zur tanzanischen grenze. die taita hills lodge gehört zum hilton konzern und ist entsprechend komfortabel. die dazugehörige stelzenlodge salt lick lodge liegt an einer tränke mit salzhaltigem boden und eignet sich sehr gut zum tiere gucken in der nacht.

allgemein hat man im tsavo oftmals ein problem. das gelände besteht mehrheitlich aus dornbuschsavanne. d.h. obwohl der tsavo ein riesiger und tierreicher park ist, sieht man manchmal nicht so richtig viele viecher, da sie durch die büsche verdeckt sind. für leute, die es noch nicht gesehen haben, ist es schier unglaublich, wie gut die tarnung der tiere funktioniert. man braucht sehr viel erfahrung (gute fahrer und/oder guides) und glück, um tiere gut zu sehen. (der fahrer muss wissen, wo er suchen muss, der fahrer muss sich mit anderen fahrern gut verstehen, um infos zu bekommen, da sich die fahrer unterwegs immer austauschen.)

amboseli : den amboseli kenne ich nicht gut, nur von einer zweitägigen flugsafari her. amboseli ist bekannt für seine vielen elefanten und die lage in der nähe des kilimanjaro und das grandiose panorama.

masai mara : der masai mara park ist ein „privatpark“, der den masai gehört. er ist quasi die verlängerung der tanzanischen serengeti auf kenyanischem gebiet. in zeiten der „migration“, der gnu wanderungen, ist er der endpunkt der wanderungsbewegung (die tiere wandern im zuge der trockenheit von der kurzgrassteppe, in der sie besser sehen können und deshalb mehr schutz vor feinden haben, zur langgrassteppe, schließlich über den mara fluss nach kenya, weil dort immer wasser zu finden ist.) die migration ist ein gewaltiges schauspiel! aber auch sonst ist die masai mara voller tiere und lohnend. dort findet man eigentlich ständig löwen, geparden etc. (nur wenigen leuten gelingt es, leoparden zu sehen. die leoparden sind zwar die häufigsten großkatzen in afrika, aber durch ihre versteckte lebensweise und ihre tarnung nur schwer zu gesicht zu bekommen.)

ein großes problem der masai mara ist der private charakter und die geringe größe des gebiets. wenn irgendwo ein gepard gesichtet wird, hast du gleich zig autos zur stelle und es wird schwierig zu fotografieren, ohne ein anderes auto aufzunehmen. die masai gestatten den fahrern auch, vom weg abzufahren, und wenn man die mara von oben sieht, dann erkennt man die zerstörte grasnarbe.

wenn man nur begrenzt zeit hat und es an geld nicht mangelt, ist eine flugsafari in die masai mara das beste, um tiere zu beobachten.

in der nähe von diani beach gibt es einen kleinen, sehr netten nationalpark shimba hills. dort ist die einzige stelle in kenya, an der rappenantilopen vorkommen. er lohnt auf jeden fall einen kleinen ausflug.

sehr empfehlen kann ich die aberdare mountains vis a vis vom mount kenya. es gibt eine wunderbare lodge an einem wasserloch mit salzlecke. die lodge hat versiertes personal, man wird in der nacht geweckt, wenn einer der big five (büffel, nashorn, elefant, löwe und leopard) oder eine bongo-antilope am wasserloch erscheint. mit gediegenem afternoon tea hat man eine herrliche britische atmosphäre. vorm haus gibt es einen catwalk durch das buschwerk, in dem sich immer buschbabies und viele vögel aufhalten.

aber das schönste, was tiere angeht, ist und bleibt tanzania!! eine klassische tanzania safari ist allerdings auch recht teuer und umfasst meist lake manyara, ngorongoro und die serengeti, manchmal auch den tarangire park. einige veranstalter bieten das an, man kann aber auch mit dem linienbus von kenya nach arusha fahren und dort in einem lokalen reisebüro eine tour buchen. der hohe preis erklärt sich zum einen aus den teuren eintrittspreisen in den nationalparks (tanzanias kapital) und den übernachtungen in den lodges.

die kenya-rundreise, die ich immer begleitet habe, umfasste eine fahrt durch die taita hills, durch den tsavo nach nairobi, weiterfahrt nach nakuru und kericho im teeanbaugebiet, dann weiter nach kisumu am victoriasee, fahrt mit der fähre über einen ausläufer des sees, weiterfahrt zu den thompson wasserfällen, den aberdare mountains und zurück nach nairobi, von dort mit der eisenbahn zurück nach mombasa.

das war eine sehr schöne fahrt, da sie eben nicht nur tiere gucken auf dem programm hatte, sondern eine land-und-leute-tour war. ich finde es auch schade, wenn ostafrika immer nur auf die natur reduziert wird und, da es wenig „bauwerke“ (kirchen, schlösser o.ä.) gibt, kulturlosigkeit unterstellt wird.

ich empfehle, sich ruhig auf eigene faust zu bewegen und mit öffentlichen verkehrsmitteln zu fahren. man kann ein land so viel besser erfahren!

liebe grüße
burkhard

Hallo Tina,

ich bin 3 mal in Ostafrika gewesen und war begeistert. Besonders die Südküste der Diani Beach ist traumhaft schön. Man sollte jedoch in Kenia zumindest eine Safari machen (wenn auch nicht billig) und nach Aussagen in anderen Foren nicht mit dem ASC. Die Reisen des African Safari Club scheinen erst mal sehr preiswert zu sein, aber werden auch sehr bemängelt, zumal man anscheinend in den noch nicht vollständig restaurierten Hotels, die vor eineigen Jahren abgebrannt sind untergebracht wird. Wenn man später nicht enttäuscht sein will, würde ich z.B. Meyer´s Weltreisen oder TUI empfehlen. Ich plane mit meiner Frau im Januar/Februar wieder nach Kenia zu reisen und wäre fast auf die verlockenden Angebote des ASC reingefallen, wenn es die Bewertungsforen im Internet nicht gäbe.

Ganz wichtig ist die Malariaprophylaxe und der aktive Mückenschutz. Meiner Meinung nach ist die Malariagefahr nirgendwo so groß als in Kenia und Tansania. So wie ich Statistiken entnehmen konnte, hatte alle Malariatoten in Deutschland keine Prophylaxe genommen und ca. 90% kamen aus Kenia zurück. Die Resistenzen gegen ältere Medikamente wie z.B. Resochin sind sehr groß, so dass heute neuere Kombinationen genommen werden, ich kennen nur noch die Kombination von Paludrine und Lariam und muss mich erst selbst beraten lassen welche 2005 aktuell ist. Daher sollte man sich nach dem neuesten Stand der Dinge erkundigen bzw. eine Tropenarzt aufsuchen. Durch die zunehmende Klimaerwärmung erreicht die Anophelesmücke immer größere Höhen.

Natürlich ist die Kriminalitätsrate in Nairobi nicht zu unterschätzen, ich war mal tagsüber da und mir ist nichts ungewöhnliches aufgefallen. Doch die meisten Touristen reisen zuerst mal an die Nordküste, Südküste oder nach Malindi, um von dort aus eine zumindest in die von der somalischen Seite entfernt liegende Safari zu machen. Diese sind absolut sicher und traumhaft schön. Die Belästigungen am Strand sind Auffassungssache. Wir waren dieses Jahr in China und dort war es viel schlimmer. Wenn man sich zielstrebig und schnell am Strand bewegt, wird man kaum belangt. Ich bin einmal zur Mittagszeit 3km am Strand sehr zügig von einem Hotel zum anderen gelaufen, ohne angesprochen zu werden. Ansonsten sind die Leute zwar lästig, aber freundlich. Ins Wasser ist mir noch keiner gefolgt, man darf natürlich überhaupt kein Kaufinteresse zeigen und am besten auch keine Tasche etc. mitführen. Es kann passieren, dass jemand auf den Korallenriffen ein Rückfahrt per Boot anbietet. Sie wollen mit allem handeln, was tatsächlich zu interessanten Gesprächen führen kann. In die Hotelanlagen kommen sie sowieso nicht. Nachts im Dunkeln sollte man aber nicht die Hotelanlage verlassen, die Armut in Kenia wird leider immer größer. Und in der tropischen Dunkelheit sieht man den Schwarzafrikaner nicht. Übrigens bieten die Beach Boys allerlei Sachen an, wie z.B. auch Kamelreiten usw. Je nachdem wo man wohnt.

Viele Grüße
Peter

Hallo!

Wir selbst waren noch nicht in Kenia aber Bekannte von uns. Sie sagten nur die Hotelanlagen würden sich in Ghettos befinden, wo Einheimische keinen Zutritt hätten. Nach dem Urlaub lag man nur noch wochenlang mit Durchfall flach.

Ich würde mich unbedingt rechtzeitig über div. Impfungen beim Tropenarzt informieren. Vor allem besteht hier Gelbsuchtgefahr sowie Malaria, gerade wenn man sich außerhalb bewegt, evt. Flussfahrten macht oder sich in Tropengebieten/Moore aufhält. Ein stärkeres Mittel gegen Durchfall wäre auch sehr angebracht. Trinkwasser ist nicht zu empfehlen und nachts immer unterm Netz schlafen. Empfohlen werden auch tagsüber lange Kleidungsstücke, Hosen, sowie lange Blusen, möglichst in weiß oder in anderen hellen Farben, da Mücken diese Farben nicht besonders mögen, sowie festes Schuhwerk. Tropenhelm und Sonnenbrille nicht zu vergessen eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor ab 20.

DANKE EUCH ALLEN
euro infos sind einfach nur super.
herzlichen dank.
tina

„Natürlich ist die Kriminalitätsrate in Nairobi nicht zu
unterschätzen, ich war mal tagsüber da und mir ist nichts
ungewöhnliches aufgefallen.“

Hallo,

ich hatte ja bereits in meinem anderen Artikel erwähnt, dass mein Freund öfter beruflich in Nairobi ist und er das Hotel dort nur noch verlässt wenn unbeding notwendig. Das gleiche gilt übrigens für viele seiner Kollegen. Deswegen hat sich der Sicherheitsbeauftragte der Firma für die mein Freund arbeitet, selbst ein Bild von der Lage gemacht. Er ist dann auch prompt bei seinem ersten Ausflug in die Stadt ausgeraubt worden. Ein anderer Kollege wurde aus unerfindlichen Gründen von „angeblichen“ Polizisten verhaftet und durfte sein Konto plündern um sich freizukaufen (die „Polizisten“ hatten ihm andernfalls 3 Jahre Haft angedroht). Mehrere Fluggesellschaften haben vor einigen Wochen wegen akuter Anschlagsgefahr (Wahlen im Land) ihre Crews in Hotels ausserhalb der Stadt verfrachtet - auch die, für die mein Freund arbeitet. Kollegen meines Freundes die vor kurzem in Nairobi waren, wurden mit einem Konvoi vom Flughafen abgeholt(inklusive Schutzpersonal mit Maschinengewehren), damit es ihnen nicht so geht wie einer anderen Airline Crew, die man auf dem Weg zu einem Hotel mitten in der Pampa ausgeraubt hat.
Ich bin eigentlich selbst auch nicht so empfindlich was Reisewarnungen oder diese ganze Panikmache in den Medien angeht - habe mich oft genug vom Gegenteil überzeugen können, aber wenn mein Freund in Kenia ist (immer nur 2-3 Tage), dann mache ich mir inzwischen wirklich Sorgen.

Gruß, Maja

hallo tina, hallo peter,

peter hat vollkommen recht, wenn er auf die notwendige malariaprophylaxe aufmerksam macht. die malaria tropica ist wirklich endemisch in kenya und tanzania. ich habe damals auch das ganze jahr über prophylaxe eingenommen. in südostasien dagegen habe ich mich nicht geschützt.

in dem jahr, in dem ich dort gearbeitet habe sind mehrere meiner deutschen kollegen an malaria erkrankt, von den kenyanern ganz zu schweigen. wobei es manchmal schwer ist, zu erkennen, ob die leute wirklich eine malaria oder eine schwere grippe haben. malaria ist nämlich dort auch eine art synonym für eine bestimmte erkrankungsart: schwere, schmerzhafte knochen und gelenke, fieber, schwäche. es gibt bei der malaria ein interessantes phänomen: es gibt zwar keine immunität dagegen, aber eine art teilimmunisierung, wenn leute bereits als kinder malaria hatten. der verlauf ist dann etwas schwächer. d.h. die kenyaner und tanzanier, die ich kenne sind meist für 2 wochen schachmatt, teilweise erhalten sie infusionen. danach sind sie geschwächt wieder auf der matte.

die deutschen kollegInnen, hatten oft keine prophylaxe betrieben. der chef jedoch hat trotz lariams sich eine malaria eingefangen. erkundige dich am besten bei einem tropeninstitut über die beste prophylaxe. doch vorsicht: einige medikamente haben übelste nebenwirkungen (resochin kann auf die augen schlagen, lariam depressiv machen) die wirkungen gehen weg, wenn man das mittel absetzt. die beste prophylaxe ist immer noch die vermeidung von stichen durch langärmelige klamotten, mückenmittel und moskitonetze, die man sich in den hotels anbringen lassen kann (haben aber oft löcher…)

wegen der anopheles mücken ist es nicht notwendig, tagsüber mit langen ärmeln rumzulaufen. die stechen nur in der dämmerung und nachts.
wegen anderer krankheiten brauchst du nicht in panik auszubrechen. gerade für kurzurlauber ist die gefahr halb so wild.

grüße
burkhard

Ich war Sylvester 2000 3 Wochen in Diany-Beach. Tauchen und Safari mit Tauchfreunden aus Deutschland.

Malaria:
Habe keine Prophylaxe gemacht wegen derer negativen Auswirkungen auf die Tauchtauglichkeit. Andere (Nicht-Taucher) hatten Prophylaxe und diese auch gut vertragen. Sobald die Dämmerung einsetzt habe ich lange Sachen angezogen und die freie Haut mit Autan eingesprüht. Das Moskitonetz muß immer ordentlich zugemacht werden. Wenn Du nagst vor Löchern drin hast, dann nimm dich Tesafilm mit. Trotz aller Vorsicht bin ich mehrfach von Moskitos gestochen wurden (An nicht autanisierten Stellen). Ist nix passiert. Nicht alle sind auch infiziert. Nach 2 Wochen ist einem dann das auch gleichgültig. Ich hatte mehr Angst davor dass M

Impfungen:
Gelbfieber (für Tansania), Hepatitis A/B, DiPoWu (war sowieso fällig)
WICHTIG: rechzeitig anfangen, 1/2 Jahr vorher, also JETZT!!!

Sight seeing
Masai Mara! Mit dem Buschpilot hinfliegen und dort übernachten. Z.B. Little Gouvenors Camp. Zelte mit DU/WC an Ufer eines Wasserlochs. Nachts die Sumpfgeräusche und Frühmorgens rennen die Nielpferde zwischen den Zelten rum. Ich konnt’s nicht fassen! Die Mara ist spitze! Man sieht mehr als in Tsavo. Also erst Tsavo und dann Mara. In die Shimba Hills kann man mit Mietwagen selber fahren. Das ist cool. Man sieht aber nur Bäume, da man die Orte und Zeiten der Tiere nicht kennt. Bestenfalls riechst Du die Elefanten. Aber der Wasserfall ist toll. Ein Fußmarsch mit bewaffneter Begleitung durch drückende Hitze sorgt für das richtige Afrika-Feeling. Am Wasserfall kann man baden und pikniken. Viel Trinkwasser mitnehmen! Der Rückweg ist höllisch.

Bootsfahrten:
Pemba Island / SANSIBAR in 4-5 Stunden mit dem Schnellboot. Übernachten auf der Insel. Tauchen! Urwald-Marsch. (Fragst Du mich wo’s am schönsten war, sag ich SANSIBAR)
Chale Island. Ein tolles Flitterwochenhotel mit Zelt-Bungalows unter Bäumen. Nicht billig aber traumhaft.

Kirche
Mal einen Gottesdienst in Ukunda besuchen. Auch für Heiden ein Erlebnis. Bei den Schwarzen ist eine Stimmung in der Kirche und ein Sound!!!

Essen:
Es gibt einige Gaststätten in Diani. Man ruft an, reserviert und wird mit dem Auto abgeholt. Unbedingt den Hummer probieren so gut und billig bekommst Du’s nie wieder. Ich bin zum wahren Hummerfresser geworden.

Sicherheit:
Da wir meist in Gruppen unterwegs waren (5-10 Leute)haben wir uns auch in die Einheimischensiedlungen getraut. Einmal hat uns ein Zugedröhnter „White Shit“ zugerufen sonst nix.
Mit den Matatus kannst Du fahren, auch wenn da schon 15 Schwarze drin sitzen (VW-Bulli). Zur Not surft man in der Schiebetür mit.
Allgemein sollte man nicht mit Schmuck und Kamera protzen. Ich hatte die Spiegelreflex immer im Rucksack und nicht in der fetzigen Canon-Tasche.

Beach-Boys:
Ja die Jungs sind lästig, aber das Leben ist hart und sie wollen nur etwas verkaufen. Ich habe auch Tauschgeschäfte gemacht. Condor-Bordtasch gegen geschnitztes Nashorn etc. Irgendwie können die alles gebrauchen, T-Shirts, Badelatschen, Aspirin, Kulis… Wenn ihr etwas spezielles für Eure Wohnung braucht – die Jungs organisieren auch Auftragsarbeiten.

Wo man nicht hin muß:
„Der älteste Baobab Ostafrikas“ in Unkunda. Den gibt’s nicht mehr, da wartet eine Armee von Schnitzern auf Dich. War schon unangenehm.

Fotos: http://www.traveling-nic.de.vu/