aber dies alles kann sich nicht am wunder messen
mit dem dein speichel mich bezwingt
gil
der ätzend wirbelnd
in die seele dringt
sie reulos eintaucht ins vergessen
bis sie an todesufern
erschöpft
danieder sinkt
aber dies alles kann sich nicht am wunder messen
mit dem dein speichel mich bezwingt, gil
der ätzend wirbelnd in die seele dringt
sie reulos eintaucht ins vergessen
bis sie an todesufern erschöpft danieder sinkt
Hat jemand eine Idee, wie das Wort „gil“ in das Gedicht von Baudelaire geraten ist? Das zerstört doch das Reimschema; eine andere Schreibweise:
Aber dies alles kann sich nicht am Wunder messen,
Womit dein Speichel mich bezwingt, Jill, http://dragonwhisper.foren-city.de/topic,101,-zitate…
Hier das Original:
Tout cela ne vaut pas le terrible prodige
De ta salive qui mord,
Qui plonge dans l’oubli mon âme sans remord,
Et, charriant le vertige,
La roule défaillante aux rives de la mort !
es gibt Übersetzungen, in denen das rätselhafte Wort nicht auftaucht, z.B. die von Carl Fischer
Noch stärker ist die Glut, das rästelhafte Feuer,
Das dein Kuß mir ätzend schenkt,
Das meine Seele ins Vergessen reulos senkt
Und, im trunknen Taumel Steuer,
Sie schon ersterbend zu des Todes Ufern lenkt.
Oder folgende Übersetzung aus dem Gutenberg-Projekt:
Nichts aber gleicht dem Gift, dem Gift von deinem Munde,
Das in mir wühlt und mich verzehrt,
Die Reue tötet und schamlos Vergessen lehrt,
Den Wahnsinn träufelt in die Wunde
Und mit dem irren Geist taumelnd zur Hölle fährt. http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=155&kapitel=1#…
Hat jemand eine Idee, wie das Wort „gil“ in das Gedicht von Baudelaire geraten ist?