Kennt jemand die IP-Adresse 216.93.186.135/T.html ?
Habe mächtige Spy- und Trojaner-Attacke gehabt und mit 1 Virenscanner Bitdefender und 2 Spy-Scannern (SpyHunterS 2.0 und XoftSpy) alles leergeräumt. Beim nächsten IN-Besuch (5min eBay) öffneten sich 2 leere IE-Fenster mit der IP 216.93.186.135/T.html . Nach dem Login in eBay passierte aber gar nichts - nur die Taskleiste zeigte Megatraffic. In einem IE-Fenster befand sich nach 1 min ein kleines graues Messagefenster „Klicken Sie hier rauf“. Nach dieser „Aktion“ war wieder alles voll mit Trojanern, BackDoors, Webrebates usw.
Kennt jemand die IP-Adresse 216.93.186.135/T.html ?
Nein, bei mir erscheint nach Aufruf dieser Adresse http://216.93.186.135 nur:
"
Under Construction
The site you were trying to reach does not currently have a default page. It may be in the process of being upgraded.
Please try this site again later. If you still experience the problem, try contacting the Web site administrator."
Ein Ping funktioniert:
ruach@ruach:~> ping 216.93.186.135
PING 216.93.186.135 (216.93.186.135) 56(84) bytes of data.
64 bytes from 216.93.186.135: icmp_seq=1 ttl=109 time=198 ms
64 bytes from 216.93.186.135: icmp_seq=2 ttl=109 time=198 ms
… aber das ist Spielerei.
eBay) öffneten sich 2 leere IE-Fenster mit der IP
IE-Fenster befand sich nach 1 min ein kleines graues
Weiss jemand mehr dazu und kann mir Hilfe geben ?
Hast Du Dein System aktuell gehalten? Und zur Hilfe: Surfe ganz einfach nie wieder mit dem IE, sondern benutzte ihn nur noch ueber die Updatefunktion allein. IE gehoert ansonsten verboten, muesste sich eigentlich mittlerweile herum gesprochen haben.
Dann setz halt das t.html dahinter. Diese Seite scheint zunächst auch uninteressant, sie startet aber ein Javascript-Programm [*1] von static.windupdates.com/prompts/a373a071/a676a175.js, welches auf den ersten Blick hochinteressante Lektüre zu sein scheint. Es ist zwar unstrukturiert und verschlüsselt, dürfte sich aber recht leicht wieder entschlüsselnm lassen.
Es ist zwar unstrukturiert und verschlüsselt, dürfte sich aber
recht leicht wieder entschlüsselnm lassen.
Wie wuerdest Du es entschluesseln bzw. wie anfangen?
Zunächst strukturieren. Der Code beginnt mit einer Reihe von Variablendeklarationen, diese kannst du zunächst vom ausführbaren Code trennen und anschliessend in diesem Teil alle ; (Semikolons) durch ; ersetzen:
var _b1I;
var _y0Q;
var _x3B=window;
var _w2C=document;
var _g4R=navigator;…
Im Code selbst kannst du zunächst alle Befehlsgruppen, also schliessenden Klammerpaare {} suchen und entspr. strukturieren, anschl. wieder die einzelnen Befehl am ; trennen. Dabei darauf aufpassen, dass du in „“ gesetzte {}; nicht ersetzt.
Dummerweise sieht man schnell, dass man auf diese Weise nicht sonderlich weit kommt, da fast der gesamte ausführbare Code in Variablen deklariert wurde. Am Ende des Programmes aber findet sich die wichtigste (von mehreren) Decodierungsfunktion:
function \_dC(s){
var i;
var r="";
var l=s.length-1;
var k=s.substr(l,1);
for (i=0;i
Dies ist nicht die Funktion, mit der das Programm startet; wie gesagt, habe ich im Moment keine Lust, selbst zu decodieren. Wenn du aber den gesamten Text zunächst wie o. a. strukturiert hast, am besten noch auf Endlospapier ausgedruckt, solltest du den Startpunkt schnell finden können.
Jetzt wird's aber etwas aufwändiger: Üblicherweise sind derart verschlüsselte Programme rekursiv codiert. D. h., wenn du die Startfunktion (auf den ersten Blick scheint's die **\_t0P()** zu sein) gefunden und einmal hast durchlaufen lassen, ist deren Ausgabe wieder ein genau so unstrukturierter Text wie der ursprüngliche, nur um ein paar Zeilen kürzer. Du hast also keine Chance, im Programm einfach Breakpoints zu setzen. Du musst die Ausgabe der Startfunktion also wieder strukturieren und die neue Startfunktion finden.
Das kann so mehrere Ebenen tief hinabgehen, dann hast du endlich die eigentliche Schadfunktion vor dir. Der intellektuelle Aufwand ist gering, es ist halt eine ziemliche Fleissarbeit. Die eigentliche Decodierungsarbeit nimmt das Programm dir ab, du musst nur die jeweilige Startfunktion minimal anpassen, da du deren Ausgabe abfangen und das Programm unmittelbar anschliessend terminieren musst.
Von einer echten Verschlüsselung kann hier also kein Rede sein, richtiger wäre es, von einer Verschleierung zu sprechen. Du musst halt einen Schleier nach dem anderen vom Gesicht dieses kleinen IE-Killers herabziehen, um seine hässliche Fratze Aug' in Aug' bewundern zu können.
Gruss
Schorsch