Hallo,
wenn eine dynamische Entschuldungsdauer (in Jahren) 28,6
beträgt, ist es der Durchschnitt oder eher schlecht? (oder
gut?)
das kommt auf die Verzinsung der Kredite an. Werden sie wie Eigenkapital verzinst, ist alles im Lack.
Noch was: Wenn die Gesamtkapitalrentabilität in
Jahresvergleichen sinkt, ist es gut oder schlecht? (von 1,8
auf 0,7 innerhalb 4 Jahren)
Das bedeutet, daß es für den Eigentümer besser wäre, das Unternehmen zu liquidieren und das Eigenkapital bei einer Direktbank für > 1,5% anzulegen.
Soviel zur Kurzfassung.
wenn eine dynamische Entschuldungsdauer (in Jahren) 28,6
beträgt, ist es der Durchschnitt oder eher schlecht? (oder
gut?)
Dieser Wert ist katastrophal. Die Zahl sagt aus, wie lange das Unternehmen braucht, um seine Verschuldung aus dem Cashflow zurückzuführen. Ab ca. 7 wird es kritisch.
Schlenker zu der Antwort von oben: Als Kreditgeber kann man in solche Unternehmen investieren, nur sollte man sich darüber bewußt sein, daß man - aufgrund der Lauzeit - quasi Eigenkapital gibt und nicht Fremdkapital. Das sollte sich in der Verzinsung niederschlagen.
Noch was: Wenn die Gesamtkapitalrentabilität in
Jahresvergleichen sinkt, ist es gut oder schlecht? (von 1,8
auf 0,7 innerhalb 4 Jahren)
Das ist schlecht. Entweder sinkt der Gewinn oder die Verschuldung steigt (oder beides, hier scheint zumindest die Verschuldung zu steigen, wenn man Frage 1 berücksichtigt). Da das Fremdkapital sich bei der gewünschten Verzinsung nicht an der Ertragslage des Unternehmens orientiert, sinkt die Verzinsung des Eigenkapitals umso deutlicher.
Bleibt die Verzinsung des Eigenkapitals länger auf diesem Niveau, wird das Eigenkapital nicht risikoadäquat verzinst, so daß eine Liquidation des Unternehmens zu erwägen ist.
Gruß,
Christian