Unser Mitarbeitergehalt setzt sich aus einem Fixgehalt und einem variablen Anteil zusammen. Dieser ist vom positiven Ergebnis der Firma (GmbH) abhängig.
An welcher Bilanz-Kennzahl sollte das variable Gehalt (aus Arbeitnehmersicht) gekoppelt sein? Welche Kennzahl kann am wenigsten von der Geschäftsleitung „arbeitgeberfreundlich“ gestaltet werden?
Danke im vorraus
Klaus
Servus,
am relativ „arbeitnehmerfreundlichsten“ ist es, wenn man so einen erfolgsabhängigen Anteil für jeden Beteiligten möglichst nahe an dem Punkt aufhängt, auf den er in seiner jeweiligen Funktion Einfluss nehmen kann.
Sonst kommt es bei solchen Modellen leicht zu dem Eindruck - berechtigt oder nicht -, dass man „bloß wegen der Dackel aus dem Vertrieb - der Beschaffung - der Entwicklung - der Fuhrparkverwaltung, der Geschäftsleitung etc. etc., halt jeweils der anderen“ seine verdiente Erfolgsprämie verliert.
Das wird oft genug auf ein Modell hinauslaufen, das sich an Zahlen orientiert, die man nicht in der GuV (in der Bilanz eh nicht, da stehen Erfolgsgrößen nur sehr sehr indirekt drinne) finden kann, sondern nur in der Kostenrechnung.
Ein Budget lässt sich bis zum einzelnen Mann in der Produktion herunterbrechen; Budgetverantwortung ist nichts Schlimmes, niemand aus Leitung und Rechnungswesen wird dadurch überflüssig - im Gegenteil: Jeder, der an dem Budget schraubt, wird dazu angehalten, etwas mit Hand und Fuß zu machen, und umgekehrt bekommen alle Beteiligten ein Interesse daran, brauchbare Informationen zu liefern, wenn jeder Einzelne vorher weiß, dass es sich in seiner Brieftasche niederschlägt, was er tut.
Nett ist in diesem Zusammenhang übrigens auch der Aspekt, dass es nur herzlich selten einen plausiblen Anlass gibt, „Planübererfüllung“ zu honorieren.
Schöne Grüße
MM