Wer verwendet Zuverlässigkeits-Kennzahlen in seinem Instandhaltungsbereich?
z.B.
MTBF = Mean Time Between Failures
Mittlere Zeit zwischen zwei Geräteausfälle
MTBR = Mean Time Between Repair
Mittlere Zeit von Instandsetzungen
MTBM = Mean Time Between Maintenance
Mittlere Zeit für Wartungen
Wer hat Erfolg mit anderen Kennzahlen ?
Hallo Herr Möller (und alle anderen Leser).
Ich finde die Instandhaltungsfragen hier durchweg interessant.
Die vielen Antworten zeigen aber, dass das Instandhaltungsmanagement in der Praxis wohl wenig durchgeführt wird, oder täusche ich mich da?
Meistens läufts doch so, dass erst etwas ersetzt wird, wenn etwas kaputt ist (und dann ist das Geschrei zwar groß,wenn die Fertigung steht,
aber wer unterhält schon ein platzfressendes Lager aller wichtigen Teile, das in einem Besispiel vielleicht 150.000.- DM kostet, während der Betriebsausfall nur 20.000.- DM ausmacht. Das das vielleicht 20 mal im Jahr passiert verschwimmt im Tagesgeschäft.
Ich bin gerade dabei, intuitiv die Ausfälle, Mängel, Störungen bestimmter FUnktionseinheiten einer Anlage mittels EDV aufzunehmen und bin dann hoffentlich in der Lage (über Sortierfunktion im Excel), eine grobe Übersicht über das Verhalten der Funktionseinheit zu erhalten (wie lange im Einsatz o. Störung oder Ausfall, wie häufig defekt oder in Störung, Art der Störung, Ursache, Maßnahmen zur Störungsbeseitigung, Prävention etc.).
Wie nennt man diese Art des beginnenden Instandhaltungsversuches?
Wo krieg ich Infos über verschiedene Instandhaltungsstrategien etc. her?
Danke R.
Hallo Rüdiger,
ich glaube, Herr Möller war hier nur eine Eintagsfliege. Seit seiner Fragenexplosion damals hält er sich ziemlich ruhig…
Die vielen Antworten zeigen aber, dass
das Instandhaltungsmanagement in der
Praxis wohl wenig durchgeführt wird, oder
täusche ich mich da?
Was uns angeht, ja.
aber wer unterhält schon ein
platzfressendes Lager aller wichtigen
Teile, das in einem Besispiel vielleicht
150.000.- DM kostet, während der
Betriebsausfall nur 20.000.- DM ausmacht.
Das das vielleicht 20 mal im Jahr
passiert verschwimmt im Tagesgeschäft.
Passiert natürlich, wenn man die Stillstände und ihre Gründe und Kosten nicht statistisch erfaßt. Das ist Voraussetzung für eine sinnvolle präventive Instandhaltung und entsprechende Lagerbewirtschaftung.
Ich bin gerade dabei, intuitiv die
Ausfälle, Mängel, Störungen bestimmter
FUnktionseinheiten einer Anlage mittels
EDV aufzunehmen und bin dann hoffentlich
in der Lage (über Sortierfunktion im
Excel), eine grobe Übersicht über das
Verhalten der Funktionseinheit zu
erhalten (wie lange im Einsatz o. Störung
oder Ausfall, wie häufig defekt oder in
Störung, Art der Störung, Ursache,
Maßnahmen zur Störungsbeseitigung,
Prävention etc.).
Sehr guter Ansatz!
Wie nennt man diese Art des beginnenden
Instandhaltungsversuches?
Präventive Instandhaltung? Statistische Zuverlässigkeitsanalyse? Such Dir was nettes aus. Jeder nennt’s anders, hängt immer davon ab, worauf Du am Ende die Betonung setzt.
Wo krieg ich Infos über verschiedene
Instandhaltungsstrategien etc. her?
Kann ich Dir so auch nicht sagen. Wie gesagt: bei uns wird alles statistisch ausgewertet. Die Instandhaltung wird über ein Computerprogramm verwaltet, das nach jeder Inspektion das Inspektionsintervall in Abhängigkeit von Kritizität des Teils und aufgefundenem Zustand anpaßt.
Das funktioniert recht gut.
Gruß, Kubi
Hallo Herr Möller (und alle anderen
Leser).Ich finde die Instandhaltungsfragen hier
durchweg interessant.
Die vielen Antworten zeigen aber, dass
das Instandhaltungsmanagement in der
Praxis wohl wenig durchgeführt wird, oder
täusche ich mich da? …
Danke R.
Hallo Mitleidender !
Endlich mal einer, der das Problem von der ganz praktischen Seite her angehen muß. Jetzt weiß ich zumindest, daß ich nicht
allein gegen Windmühlen kämpfen muß, denn seit ca. 3 Monaten stehe ich vor dem selben Problem. Seit dem habe ich die
Leitung der Instandhaltung „am Hals“. Da aber die letzten 15 Jahre absolut „keine“ Instandhaltung betrieben worden ist, habe
ich die von Dir so schön beschriebene Situation. Wissenschaftlich gesehen besteht hier die Möglichkeit, das Heranwachsen
der Species „Instandh.“ von Geburt an zu beobachten. Ich habe in meiner Lehrzeit (80-83) schon die richtige Art
kennengelernt, mit solchen Sachen umzugehen, würde mich aber über jeden „Mitstreiter“ freuen
.
Der Versuch, Dir eine Mail zu schicken ist kläglich gescheitert. Also versuche ich es über diesen Artikel. Damit frage ich auch
Andere, die ähnliche Erfahrungen haben und gebe die Möglichkeit, mit zu mailen.
m.f.G. Christian Schmittmann [email protected]
Hallo Rüdiger,
ich glaube, Herr Möller war hier nur eine
Eintagsfliege. Seit seiner
Fragenexplosion damals hält er sich
ziemlich ruhig…
Hallo Kubi
Ich habe die Startfragen eingegeben um die Vielfalt der Instandhaltung
anzustoßen.
Ich lese jeden Beitrag.
Es gibt in Deutschland wichtige Institute die Instandhaltungsaspekte
bearbeiten.
z.B. TüV Rheinland
Esslinger Akademie
REFA Fachauschuß Instandhaltung
DKIN
KIW
Technische Akademie Wuppertal
VDI-Ausschuß Instandhaltung
TechnoCongress München
Uni Erlangen-Nürnberg Prof.Männel
um nur einige zu nennen.
In diesen Instituten wird auch der Bereich Kennzahlen für Instandhaltung bearbeitet.
Gruß K.H Möller
Hallo,
ich bin ein BWL-Student und habe den Auftrag bekommen, eine Produktivitätskennzahl für die Instandhaltung zu definieren. Zweck dieser soll die Möglichkeit zur Benchmark verschiedener Werke bzgl. Instandhaltung sein.
Freue mich über jede Art von Vorschlägen.
Danke Sven
Die Theorie vernahm ich wohl - allein mir fehlt die Anwendung in den Betrieben.
Das ist das Fazit, daß ich ziehen muß, spätestens seitdem ich Berater im Change-Management geworden bin. Es kann natürlich sein, daß ich nur die Betriebe sehe, die nicht in Ordnung sind - so wie derv Arzt der sagt alle Menschen sind krank. Aber Spaß beseite. Ich bin der Ansicht, daß das gesunde Maß an Instandhaltung zu finden recht komplex ist. Nicht nur MTBF und MTTR spielen eine olle, für mich ist die Schulung der Mitarbeiter (Instandhaltung u n d Produktionsmitarbeiter) sowie das Ersatzteillager genauso wichtig. Erst wenn alle eine richtige Vorstellung haben für den Fall „Was passiert, wenn…“ und nicht warten bis das Kind in den Brunnen gefallen ist, dann ist der optimale Punkt erreicht.- Bezeichnend für mich ist auch die Tatsache, daß völlig unterschiedliche Verhalten von Mitarbeitern - wiederum Instandhaltung und Produktion - zwischen ihren Einstellungen wann repariert werden sollte, wenn die gleiche Situation nicht im Betrieb, sondern zu Hause auftritt.
mfg
Alexander
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