Keramikkronenprofil weggeschliffen

Guten Tag,

vor ein paar Tagen fiel mir eine seit mehreren Jahren festsitzende Keramikkrone (Zahn 24) heraus. Da ich erst seit kurzer Zeit in dieser Stadt wohne hatte ich noch keinen ZA. Am darauffolgenden Tag bat ich Dr. G. (aus der Umgebung) die Krone wieder einzusetzen. Er befand, dass ihn an der Krone etwas stört, wegen einer “Hebelwirkung” sei diese herausgefallen und deshalb müsse er an dieser Krone nun schleifen. Ich wunderte mich und sagte dem ZA, dass diese Krone nie Probleme bereitete und das die Krone schon mehrere Jahre ohne Probleme passt. Was Dr. G. tat konnte ich dann zu Hause sehen. Als ich das Ergebnis des Abschleifens sah war ich schockiert. Eine schöne Keramikkrone wurde schräg nach innen hin abgeschliffen, das natürliche Zahnprofil einer gut sitzenden Krone wurde gänzlich weggeschliffen. Das Zahngefühl ist unnatürlich und passt überhaupt nicht zu meinem Gebiss. Daraufhin angesprochen meinte er, dass das Abschleifen notwendig gewesen sei und das er nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt habe. Eine zweite Zahnärztin die ich deswegen aufsuchte meinte, dass es nicht notwendig ist eine Krone abzuschleifen bei der nichts stört. Ich finde es nicht in Ordnung meine Keramikkrone kaputt zuschleifen, denn ich hatte über mehrere Jahre keine Probleme mit dieser Krone. Kann mir bitte jemand beantworten, wie ich mich gegen so eine radikale Behandlung wehren kann?

Servus,

nachdem die Sache nun schon einmal geschehen ist, ist der Rest wohl eher eine privatrechtliche Frage. Vielleicht bittest Du die MODs, ein Doppelposting im ‚allgemeine Rechtsfragen‘-Brett zuzulassen.

Gruß

Hallo,

ich würde vor dem Weg zum Rechtsanwalt Kontakt mit meiner Krankenkasse aufnehmen. Diese muss ja im Regelfall mindestens den Kassenanteil bezahlen und wird interessiert sein dir eine ordentliche
Auskunft zu geben.Zusätzlich würde ich evtl. mit der KZV ( Kassenzahnärztlichen Vereinigung ) Kontakt aufnehmen und nach einem Gutachter fragen.

Hallo,

Hallo,

ich würde vor dem Weg zum Rechtsanwalt Kontakt mit meiner
Krankenkasse aufnehmen. Diese muss ja im Regelfall mindestens
den Kassenanteil bezahlen und wird interessiert sein dir eine
ordentliche
Auskunft zu geben.Zusätzlich würde ich evtl. mit der KZV (
Kassenzahnärztlichen Vereinigung ) Kontakt aufnehmen und nach
einem Gutachter fragen.

nun das mit der KZV da stimme ich dir zu, aber da es sich um eine ältere Krone handelt, wird die Kasse bezüglich des FZ nichts unternehmen, evtl. nur eine beratende Maßnahme wohin sich der Patient wenden kann.

Grüße

Vielen Dank, die Antworten helfen mir schon weiter. Ich bin leider arbeitslos und habe keine Rechtsschutzversicherung. Deswegen werde ich versuchen, mein Patientenwohl mit Hilfe der Krankenkasse und der Patientenberatung ZA-Kammer durchzusetzen. Ein diesbzgl. zu bestellender Gutachter sollte dann hoffentlich in der Lage sein, diesen belastenden „Pfusch“ zu erkennen.

Hallo!

Es ist immer ein Problem, wenn der Laie meint, mehr zu wissen, als der Fachmann! Sorry, das ist nicht böse gemeint! Nur sollte man schon dem Zahnarzt vertrauen, dass er das richtige, nach seiner Kenntnis macht! Es wird schon seinen Grund gehabt haben, warum die Krone herausgefallen ist. Vielleicht hatten Sie nur Glück, dass es erst nach so vielen Jahren geschah(?) Viel eher ist die Reaktion der Zahnärztin ziemlich unprofessionell. Wenn sie eine andere (Lehr)-Meinung vertritt, heisst das noch lange nicht, dass der erste Zahnarzt falsch gehandelt hat. Sie hat mit ihrer Äusserung nur eine „falsche“ Handlung suggeriert. - Es geschieht über die Jahre immer, dass sich ein Gebiss verändert, durch Kau-/Mahlbewegungen, wobei sich die natürlichen Zähne abnutzen und „kürzer“ werden. Da kann es schonmal sein, dass eine Keramikkrone im Gesamtgebiss zu hoch bleibt, da sich Keramik nicht so abnutzt wie natürliche Zahnsubstanz. Wenn das der Fall ist, MUSS sie sogar abgeschliffen werden, da die Störstelle sonst die Kaubewegung stört. Die Zunge gewöhnt sich übrigens sehr schnell an veränderte Zahnformen. Nach einer Weile werden Sie es nicht mehr spüren. Gehen Sie einfach mal davon aus, dass der Zahnarzt richtig gehandelt hat! So würde es Ihnen wahrscheinlich auch eine Schiedsstelle bei der Zahnärztekammer mitteilen. Also, nicht ärgern und lieber über schöne Dinge im Leben freuen! Viel Erfolg!

Hallo

Gehen Sie einfach mal davon aus, dass der Zahnarzt richtig gehandelt hat! So würde es Ihnen wahrscheinlich auch eine Schiedsstelle bei der Zahnärztekammer mitteilen.

Das kann ich mir vorstellen, aber das würde für mich nicht heißen, dass der Zahnarzt richtig gehandelt hat. Ich habe schon öfters Zahnärzte erlebt, die definitiv nicht richtig gehandelt haben. Nur ist es wohl in vielen Fällen so, dass der Zahnarzt durch sein Handeln in der Regel Geld verdient, auch wenn es nicht richtig ist, und der Patient mit dem Problem alleine klarkommen muss.

Aber das liegt natürlich zu eine großen Teil daran, dass die meisten Patienten dann denken, es habe sowieso keinen Zweck, sich gegen einen Arzt zu wehren.

Aber einfach so immer davon auszugehen, dass es schon richtig ist, was der Zahnarzt macht, das grenzt ja an Religion (Gott in Weiß).

Viele Grüße

PS: Übrigens stimmt es nicht, dass man sich sehr schnell an eine störende Zahnform gewöhnt. Unter Umständen gewöhnt man sich nie daran. Es ist allerdings so, dass die meisten Leute nach einigen Wochen dem Zahnarzt nichts mehr davon vorjammern würden, sondern das Problem dann für sich behalten würden. Möglicherweise deutet er es so, dass sie jetzt zufrieden sind.

Vielen Dank fuer die Meinungsvielfalt. Meiner Meinung nach hat der ZA definitiv verantwortungslos und falsch gehandelt, denn er haette zumindest aufklaeren und fragen muessen wieviel er tatsaechlich wegschleift. Ausserdem waere mir schon vorher aufgefallen ob eine so enorme Stoerung vorliegt, bedingt durch eine rein hypothetische Gebissveraenderung, die es rechtfertigen wuerde diesen Zahn so radikal abzuschleifen. Ueberhaupt nichts hat beim kauen gestoert. Ausserdem hat die ZA ihren Beruf ebenfalls erlernt und mir ist auch schon an anderer Stelle mal eine Krone herausgefallen, die einfach wieder eingesetzt werden konnte. Diese Krone hat schon viele Jahre gehalten. Also lieber mal fuer das Wiederbefestigen zahlen, als fuer das Wiederbefestigen zahlen und dennoch eine unabaenderbar ruinierte Krone im Gebiss zu haben, oder? Wer garantiert das das Ergebnis dieser „Tat“ fuer immer haelt?

Hi,

ich hatte mein lebenlang empfindliche Zähne, und zwar auf einer Seite oben der Eckzahn und der erste Backenzahn. Es wurde verwundert der Kopf geschüttelt, Elmex verwendet, versiegelt … es half nichts oder nur kurzfristig.
Vor 5 Jahren zog ich um, neuer Zahnarzt. Problem geschildert. Er guckt sich meine Zähne an, leuchtet hier, guckt da… greift zum Werkzeug und schleift an einem Zahn (glaub an dem darunter) etwas ab und schickt mich heim.
Seither bin ich nicht mehr auf Süß empfindlich, auf keinem Zahn, auch nicht auf andere Reize (heiß, kalt,…).
Ist das jetzt schlimm?
Was mir beim Schreiben eingefallen ist: Ich glaube, die Stelle, an der er etwas abgeschliffen hat, ist eine Krone… hab einfach nciht aufgepasst, aber von der Stelle kommt es hin. Es ist ja so wenig weggeschliffen worden, dass man mit bloßem Auge nichts sieht.
Was war passiert? Dadurch, dass oberer und unterer Zahn nicht richtig zusammengepasst haben, konnte der obere Zahn herauswachsen, der Zahnhals lag frei und war empfindlich. Jetzt hat der Untere Zahn die richtige Höhe (= ist eben im Verhältnis zu seinem Ggenspieler), und der obere ist wieder in seinem platz. Freude und Unempfindlichkeit :smile:

Was ich sagen will: Wenn die Zähne nicht gleichmäßig aufeinander aufsetzen, dann „wippt“ der eine Zahn auf dem anderen, und wenn es eine Krone ist, wird die dabei systematisch aus ihrer Verankerung gehebelt. Schleift man die hervorstehende Ecke ab, ist ruhe, und die wieder angeklebte Krone bleibt fest.

die Franzi