Keramikversiegelung

hallo Techniker,

mir wurde ein Ölzusatz angeboten, der verspricht, dass die sich reibenden Teile mit einer kertamikschicht versiegelt werden. Soll ca, 50.000 km halten. Der es mir anbot fährt einen Ford Galaxy Diesel und kommt seitdem mit durchschnittlich 7l/100 km aus, statt 9l/100 km.
Das wäre eine hervorragende „Kapitalanlage“. Preis: ca. 54 € wenn ich mich richtig erinnere.
Also Molybdändisulfid (Liquimolly und LM) habe ich vor ca 30 jahren verwendet. Ergebnis: der Vertrieb war zufrieden.
Von der Beschreibung her hört sich das recht logisch an. Besonders beim Thema Kaltstart. Denn das ist richtig: im Laufe von 10 Stunden oder mehr läuft jegliches Öl von den Zylindern und sontigen Motorteilen, die nicht im Öl liegen zu 99.9% ab. Ergebnis: Metall auf Metall. Das Keramikgebräu würde aber darüber (und in den Riefen)eine extrem glatte Schicht legen, so dass sofort Schmierung da wäre… zumindest, bis das Öl hochtransportiert ist. Das würde natürlich den Motor schonen.
Na,ja, jetzt meine Frage: kann das stimmen? Hat jemand Erfahrung damit?
Grüße
Raimund

Hi Raimund.
Der will dir was verkaufen.
Sowas gabs schon vor 20 Jahren, und wahrer wurde es nicht seit dem. Das Zeug überholte jeden alten Motor… auf ähnlich wundersame Weise.
Helge

mir wurde ein Ölzusatz angeboten, der verspricht, dass die
sich reibenden Teile mit einer kertamikschicht versiegelt
werden. Soll ca, 50.000 km halten. Der es mir anbot fährt
einen Ford Galaxy Diesel und kommt seitdem mit
durchschnittlich 7l/100 km aus, statt 9l/100 km.
Das wäre eine hervorragende „Kapitalanlage“. Preis: ca. 54 €
wenn ich mich richtig erinnere.
Also Molybdändisulfid (Liquimolly und LM) habe ich vor ca 30
jahren verwendet. Ergebnis: der Vertrieb war zufrieden.
Von der Beschreibung her hört sich das recht logisch an.
Besonders beim Thema Kaltstart. Denn das ist richtig: im Laufe
von 10 Stunden oder mehr läuft jegliches Öl von den Zylindern
und sontigen Motorteilen, die nicht im Öl liegen zu 99.9% ab.
Ergebnis: Metall auf Metall. Das Keramikgebräu würde aber
darüber (und in den Riefen)eine extrem glatte Schicht legen,
so dass sofort Schmierung da wäre… zumindest, bis das Öl
hochtransportiert ist. Das würde natürlich den Motor schonen.
Na,ja, jetzt meine Frage: kann das stimmen? Hat jemand
Erfahrung damit?
Grüße
Raimund

Zustimmende Ergänzung
Servus Raimund & Helge !

Als Ergänzung und Bestätigung eine Ausspruch meines Tankstellenchefs (KFZ-Meister), bei dem ich früher gejobbt habe. Auf meine Frage, ob diese Additive etwas bringen, sagte er: " Natürlich bringen die 'was… Sie müssen nur fest dran glauben!"
Das einzige, was dabei verbessert wird, ist der Leichtlauf Deiner Euros aus dem Geldbeutel.

Grüße aus Wien
Helmut

Hallo Raimund,

ein regelmäßiger Ölwechsel erübrigt idR alle Zusätze.

Diese in der Werbung genannten Notlaufeigenschaften oder bei „Extremsituationen“ treffen auf ein ordnungsgemäß gewartetes Fahrzeug nicht zu.

gruß

dennis

Hallo Raimund,

neulich kam eine Fernsehsendung, wo solches Zeugs vorgestellt wurde. Die haben das Zeugs reingekippt, den Motor damit eingefahren und dann an der TU Dresden einen Vergleichsverbrauchstest gemacht. Spriteinsparung war 0,03 l auf 100 km. Macht etwa 10 Euro auf 50.000km. Der Hersteller hat dann ein Fahrzeug mit dem Wundermittel befüllt, eingefahren und dann das Öl abgelassen. Dann sind sie mit dem Wagen 25 km gefahren, ohne Öl, problemlos. Die von der Fernsehsendung haben sich dann einen alten Ford vom Schrott geholt, Öl abgelassen und sind auf dem Nürburgring Runden gefahren. Der Motor ging erst nach 102 km fest, ohne das Wundermittel.

Gruß
Tilo

Hallo - es ist ja fast alles bereits gesagt,bzw. geschrieben. Seit 40 Jahren beobachte ich, dass immerwieder diese Wundermittel auftauchen. Einer gewinnt immer - meist der Hersteller / Verkäufer!
Selbst wenn es an den Zylinderlaufflächen und Lagern etwas „bringen“ würde (ist bei modernen Ölen aber absolut nicht nötig), was passiert mit den Ablagerungen / Belägen auf den Kolbenringen und den Ventilen? Kann nur raten: Vorsicht!Vorsicht!
Gruß Fritz

hallo Techniker,

mir wurde ein Ölzusatz angeboten, der verspricht, dass die
sich reibenden Teile mit einer kertamikschicht versiegelt
werden. Soll ca, 50.000 km halten. Der es mir anbot fährt
einen Ford Galaxy Diesel und kommt seitdem mit
durchschnittlich 7l/100 km aus, statt 9l/100 km.
Das wäre eine hervorragende „Kapitalanlage“. Preis: ca. 54 €
wenn ich mich richtig erinnere.
Also Molybdändisulfid (Liquimolly und LM) habe ich vor ca 30
jahren verwendet. Ergebnis: der Vertrieb war zufrieden.
Von der Beschreibung her hört sich das recht logisch an.
Besonders beim Thema Kaltstart. Denn das ist richtig: im Laufe
von 10 Stunden oder mehr läuft jegliches Öl von den Zylindern
und sontigen Motorteilen, die nicht im Öl liegen zu 99.9% ab.
Ergebnis: Metall auf Metall. Das Keramikgebräu würde aber
darüber (und in den Riefen)eine extrem glatte Schicht legen,
so dass sofort Schmierung da wäre… zumindest, bis das Öl
hochtransportiert ist. Das würde natürlich den Motor schonen.
Na,ja, jetzt meine Frage: kann das stimmen? Hat jemand
Erfahrung damit?
Grüße
Raimund