Kesselgulasch/gulyás

Hallo an alle!

Ich möchte für eine Party Kesselgulyás machen.
Hat jemand einen Tip, wieviel ich in etwa pro Person rechnen muß?
Es soll nichts weiter dazu geben, nur Weißbrot.

Besten Dank schon mal!

Grüßle
Regina

Hallo, Regina!

Ich möchte für eine Party Kesselgulyás machen.

Wenn es sich um ein echtes ungarisches Gulyás handeln soll, also um das, was bei uns eine Gulaschsuppe ist - im Ungarischen ist unser Gulasch ein Pörkölt - so kannst du unter der üblichen Mengenangabe für Fleisch bei Fondüs o. ä., nämlich 200 gr pro Person, bleiben.

Ich weiß nicht, was du sonst an Gemüsen noch in den Kessel geben willst, aber wenns nur Brot dazu gibt, nähme ich die Standardzweihundert.

Fritz

Kleine Bemerkung
Hallo Fritz,

Gulasch verliert ca. 50% an Gewicht durch das garen.
Kommt jedoch auf die Konsistenz, Fettgehalt ect. vom Fleisch an.
Also bleiben mir 100 g übrig. Diese fehlende 100 g können, wie Du zu Recht schreibst, durch Gemüse ergänzt werden.
Bevor nun eine Diskution entsteht ein Beispiel:
Kauf dir 500 g frisches Gemüse (Bohnen, Erbsen oder so). Blanchiere es. Wiege es danach noch mal. Sind es immer noch 500 g?
Da Gulasch nicht blanchiert sondern geschmort (einige sagen kochen) wird über einen längeren Zeitraum, geht mehr Gewicht verloren. Einige sprechen sogar von >60%.
Nur so am Rand.
Gruß
Claude

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Hallo,

ich bereite Gulasch im Schnellkochtopf. Da ist der Gewichtsverlust eher geringer, da das Wasser im Topf und im Fleisch bleibt.

Außerdem bestimmt der Geschmack die Menge, die gegessen wird. Schmeckt’s gut, wird viel gegessen, schmeckt’s nicht…

Allerdings würde ich auch mehr als 200 gr Fleisch je Person nehmen, denn einerseits kann das Gulasch zu einem späteren Zeitpunkt (Mitternacht) fertig gegessen werden, andererseits kann man das Gulasch gut einfrieren, falls was übrig bleibt und außerdem macht es Spaß, richtig große Portionen zu kochen.

LG, Karin

Da Gulasch nicht blanchiert sondern geschmort (einige sagen
kochen) wird über einen längeren Zeitraum, geht mehr Gewicht
verloren. Einige sprechen sogar von >60%.
Nur so am Rand.
Gruß
Claude

Wenn es sich um ein echtes ungarisches Gulyás handeln soll,
also um das, was bei uns eine Gulaschsuppe ist …

Hallo Fritz,

bitte schreibe mir doch mal dein Originalrezept auf, das möchte ich zu gerne mal ausprobieren. (Wenn’s geht, aber schon auf Deutsch :wink:))

LG, Karin

Hallo, Fritz!

Wenn es sich um ein echtes ungarisches Gulyás handeln soll,
also um das, was bei uns eine Gulaschsuppe ist - im
Ungarischen ist unser Gulasch ein Pörkölt - so kannst du unter
der üblichen Mengenangabe für Fleisch bei Fondüs o. ä.,
nämlich 200 gr pro Person, bleiben.

Freilich ein echtes Gulyás, kein Pörkölt, ich will’s sogar im Kessel über dem Feuer machen.

Ich weiß nicht, was du sonst an Gemüsen noch in den Kessel
geben willst, aber wenns nur Brot dazu gibt, nähme ich die
Standardzweihundert.

An Gemüsen soll das übliche mit rein: viel Zwiebel, Kartoffeln, Paprika, Tomaten; etwa 1,5 kg auf 0,5 kg Fleisch.

Grüßle
Regina

Toute malade, liebe Karin,

es gibt kein Originalrezept. :frowning:

Ich machs, wies meine Mutter und vorher deren Mutter machte.

Und die variierten ihre Rezepte stets und immer wieder, je nachdem was an Zutaten da war.

Also mal mehr Fleisch, mal weniger Fleisch, je nach Finanzlage, mal mehr Wasser (wenn unerwarteter Besuch kam :wink:, mal weniger Wasser (wenn wir unter uns waren); mal mehr von diesem Gemüse, dann wieder mehr von jenem, je nachdem was der Garten anbot.

Am liebsten ist - oder war - mir das „lange Gulasch“, in das kurz vor dem Servieren „Trüa:nockeln“ - das sind Teigklümpchen, die aus einem weicher Spätzlesteig bestehen, den sie mit dem Löffel unregelmäßig groß und dick in die fertige Gulaschsoße hinein"trielen" ließen. Dort wurden sie ohne neue Hitze hartgekocht; und wenn sie nach oben kamen, war das Gulasch servierreif.

Ich habe jetzt die ganze Tastatur vertrielt! ,-(

Liebe Grüße
Fritz

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Nicht einverstanden.
Hallo Karin

ich bereite Gulasch im Schnellkochtopf. Da ist der Gewichtsverlust eher geringer, da das Wasser im Topf und im Fleisch bleibt

Sprach ich von Wasser? Klar bleibt der Saft vom Fleisch drin (Wasser), hat aber das Fleisch nichts an Gewischt verloren?
Über dies schrieb ich doch! Oder habe ich mich falsch ausgedrückt?
Nur, ob im Schnellkochtopf oder im normalen Topf es mache ist egal.
Bedenke: Wenn das Fleisch GAR ist , hat es sein Gewicht verloren.
Dampfkochtopf hin oder her.Schei… auf Werbung und so.
Könnte Dir Beispiele nennen, da wackeln dir die Ohren.
Nichts für Ungut, aber Du bist auf dem falschen Dampfer mit deinem Argument.
Fleisch brauch nun mal seine Zeit und verliert an Gewicht
Gruß
Claude

Dein letztes Gulasch war ein bißchen scharf?:wink:
Hallo Claude,

warum, glaubst du, werden in der professionellen Gastronomie diese tollen Kombidämpfer verwendet? Warum ist der Garraum voll mit Dampf?
Richtig, damit schön viel Wasser (Saft)im Fleisch bleibt. Das schmeckt besser und verkauft sich besser, weil es mehr Gewicht bringt.

In meinem wunderschönen Dampfdruckkochtopf wird das Fleisch auch noch schneller gar, weil die Temparatur höher ist als normal.

Und ich behaupte ja auch nicht, dass das Fleisch genauso viel wiegen würde, wie vorher.

Und mein Gulasch ist seit 30 Jahren der Renner!

Und dein Gulasch schmeckt bestimmt auch ganz toll!

LG, Karin

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Dein letztes Gulasch war ein bißchen scharf?:wink:

Ich liebe es sehr scharf:wink:)

Hallo Karin,

warum, glaubst du, werden in der professionellen Gastronomie diese tollen :Kombidämpfer verwendet?

Weil bei uns Profis auch Personal eingespart wird.

Warum ist der Garraum voll mit Dampf?

Blanchieren, Kartoffeln kochen, Reis aufwärmen etc.
Eben, Personal fehlt.

Richtig, damit schön viel Wasser (Saft)im Fleisch bleibt. Das schmeckt besser :und verkauft sich besser, weil es mehr Gewicht bringt.

Liebe Karin, das ist falsch und ich hoffe Du hast Erfahrung mit diesen Geräten. Wer den Kombi nur dafür verwendet hat eine Fehlinvestition gemacht. Ich möchte hier keine Werbung für diese Geräte machen aber:
1.) So gut es sich nach einer Schulung auch arbeiten lässt wenn der Sinn dieses Gerätes verstanden wurde, umso ist das Gerät für den Haushalt. Hast Du hier nicht geschrieben aber auf das Gerät verwiesen.
2.) Du kannst einen Kombi nicht mit einem Dampfkochtopf vergleichen. Wie kommst Du auf diesen Zusammenhang?
3.) Ferner, ich arbeite seit ca. 20 Jahren mit diesem Profi Geräte, aber Gulasch haben wir noch nie mit Dampf gemach! Seit wann wird Gulasch – in deinem Sinn- gekocht? Suche keine Ausrede, Dampfkochen ist kochen und bei mir wird ein Gulasch geschmort.
4.) Viele neue die mit dem Kombi in Verbindung treten haben einen Horror während den 1-2 Wochen. Wissen Sie erst einmal was damit alles gemacht werden kann, Angebratenes Roastbeef , ich meine auch dieses und kein Rumpsteak, erledigt sich von selbst mit der Automatik dieses Gerätes, was uns dezimiertes Personal in der Küche viel Arbeit abnimmt und wir andere wichtigere Sachen erledigen können als immer wieder in den Backofen zu sehen.
Soviel zum Kombi, Dampfkochtopf, Dampf, Wasser und gekochtem Gulasch.
Ich bleibe dabei dass ein Gulasch geschmort wird und nicht gekocht. Möge jede/er die richtige Methode für sich entscheiden lassen. Hauptsache es gelingt und Schmeckt, was ja auch Maßgebend ist. Wie ist egal.

Reg dich nicht auf, war doch nur ein Tipp von mir.
Gruß
Claude
PS: Der 1968 von allen Kollegen beneidet wurde dass es in unserem Betrieb schon eine Mikrowelle gab. Nee, nicht die es Heute beim Media Markt gibt, die brauchte max. 10 Sekunden um ein Eisbein aus dem Kühlhaus zu erwärmen.
Karin, machen wir doch nun keine Story daraus, in meiner Vika steht ein Satz.

bißchen abgedriftet?
Stop, Mädels und Jungs!

Ihr seid jetzt grad mal ein bißchen abgedriftet vom Thema!

Ich hab grad noch mal meine Rezepte gewälzt, und da kommen auf 500 g Fleisch fast 2 kg Gemüse und 1 Liter Wasser, wird also, wie Fritz richtig festgestellt hat, das, was wir Deutschen Gulaschsuppe nennen, kein Pörkölt.

Ich denke, die 200 g Fleisch + restliches Gedöns kommen gut hin, auch für den Mitternachtsimbiß.

Dank an alle!

Regina

Hallo, Fritz!

Am liebsten ist - oder war - mir das „lange Gulasch“, in das
kurz vor dem Servieren „Trüa:nockeln“

Laut meinem einen Rezept sollen „gezupfte Nockerln (Eiergraupen)“ hinein.

Ist das alles dasselbe? Oder sind die Eiergraupen als Ersatz gemeint, wenn man keine Nockerln kriegt?

Grüßle
Regina

Das ist nun wirklich ein Feinunterschied, liebe Regína,
über den man in Glaubenskämpfe verfallen könnte.

Laut meinem einen Rezept sollen „gezupfte Nockerln (Eiergraupen)“ hinein.

Gezupfte Nockerln machten meine weiblichen Vorfahren und demzufolge auch ich so:
Man schüttet Teig auf den Tisch oder das Backbrett, zerschlägt ein Ei darüber - oder mehr, je nach der Größe der Mahlgemeinschaft -, und nimmt soviel Mehl mit wie das Ei aufnehmen kann. Diese Masse wird dann geknetet, bis einem die Handgelenke schmerzen. Und dann wird dieser sehr harte Teigbobbel unter ständiger Mehlzufuhr in winzig kleine Körnchen gezupft. Je kleine, um so fleißiger und besser, je größer um so schlechter und fauler die Köchin.

Diese werden dann in den Sud der jeweiligen Speise gegeben, die nicht unbedingt eine Gulschsuppe sein muss, sondern auch eine Rahmsuppe sein kann, die besonders nach Geburten als „Gaolsuppn“ von der Verwandtschaft der jungen Mutter gebracht wurde. Und wer die dickste und fetteste Suppe brachte, wurde zu Patin gewählt.

Für eine „Gaolsuppn“ = Patentantensuppe habe ich schon anderthalb Stunden mit Nockerlzupfen verbracht und meine Finger waren klamm geworden.

Ist das alles dasselbe? Oder sind die Eiergraupen als Ersatz gemeint, wenn man keine Nockerln kriegt?

Die „Trüa:nockerln“ sind - wie ich schon sagte - aus einem weicheren Eierspatzenteig gemacht.

Mich dünkt auch, dass die „Eiergraupen“ eher den Hartweizengriespasten der Südländer entsprechen als die Eierspätzle/Hochzeitsnudeln mit dem Ei mehr in Süddeutschland.

Im Übrigen: In solchen Dingen würde ich nie einem gedruckten Rezept folgen. Na gut, vielleicht beim ersten Mal. Aber dann beginnt die Experimentierphase. Und nach zwei bis fünfzig Jahren hat man den Dreh raus.

Grüßle auch an dich
Fritz

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Gezupfte Nockerln machten meine weiblichen Vorfahren und
demzufolge auch ich so:
Man schüttet Teig auf den Tisch oder das Backbrett, zerschlägt
ein Ei darüber - oder mehr, je nach der Größe der
Mahlgemeinschaft -, und nimmt soviel Mehl mit wie das Ei
aufnehmen kann. Diese Masse wird dann geknetet, bis einem die
Handgelenke schmerzen. Und dann wird dieser sehr harte
Teigbobbel unter ständiger Mehlzufuhr in winzig kleine
Körnchen gezupft. Je kleine, um so fleißiger und besser, je
größer um so schlechter und fauler die Köchin.

Wow, Hut ab vor Deinen Vorfahrinnen!

Für eine „Gaolsuppn“ = Patentantensuppe habe ich schon
anderthalb Stunden mit Nockerlzupfen verbracht und meine
Finger waren klamm geworden.

Und vor Dir! Bist Du dafür auch Pate geworden?

Besten Dank und * für die fundierte Info!

Grüßle
Regina

Wow, Hut ab vor Deinen Vorfahrinnen!

Na, in manchen Sachen waren die echt gut.:wink:

Und vor Dir! Bist Du dafür auch Pate geworden?

Nein. Denn die Suppe wurde nicht anlässlich einer Geburt gekocht, sondern für ein Familiensonntagsessen. Und da meine Familie - oft zu meinem Leidwesen - sehr umfangreich ist, brauchte es eine größere Menge für die Suppe.

"Patentantensuppe! ist eben bei uns längst zu einem Rezeptnamen geworden; und meinte nicht mehr den Anlass.

Besten Dank und * für die fundierte Info!

Wenn mann es selber gemacht und erlebt hat und nicht nur einmal, ist das nicht schwer. Man berichtet einfach von seinen Erlebnissen. :wink:

Gruß
Fritz

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