Keynseianismus

Hallo Leute,

ich muss in der Schule ein Referat über den Keynseianismus halten.

Im Internet habe ich schon viel darüber gefunden,jedoch unterschieden sich die Beschreibungen oft. Sie trafen zwar den Kern,waren aber unterschiedlich oder zu kurz gefasst. Ich soll es ja ausführlich darstellen.

Kennt jemand eine gute Seite wo die wichtigsten Informationen über den Keynseianismus aufgelistet sind,bzw. wo es ausführlich beschrieben wird?!
Oder kann mir jemand eine gute Literatur darüber empfehlen? Nehme jeden Tipp an :smile:

Im Brockhaus steht nur ein kleiner Text darüber,dass hilft mir nicht weiter.

Ich habe eine Seite gefunden,finde ich garnicht schlecht,da hier Modelle des Keynesianismus aufgelistet werden, die ich in anderen Beschreibungen garnicht erwähnt bekomme.

http://www.vwler.de/joomla/content/view/30/34/

Könnt ihr euch mal die Seite angucken und mir sagen, ob der Text das wichtigste der Keynseianischen Theorie beeinhaltet? Ich möchte nämlich nichts vergessen… da die Informationsquellen so unterschiedlich sind,ist es für mich schwer festzustellen was ich genau erwähnen sollte bzw. muss und was nicht…

Ich hoffe jemand kann mir einen Tipp geben,wäre sehr dankbar!

Gruß

THoni

Kann mir jemand dies mal erläutern:

Die bis dahin vorherrschende klassische Beschäftigungstheorie von Adam Smith beinhaltete die Vorstellung, dass sich marktwirtschaftliche Systeme selbstständig regulieren. Demnach wird auf allen Märkten, auch auf dem Arbeitsmarkt, durch den Marktmechanismus immer wieder ein Gleichgewicht erzielt.

Ich kann mir garnichts darunter vorstellen. Wie soll sich dass denn selbstständig regulieren bzw. was genau?

Das bezieht sich jetzt auf die klassische Theorie von Adam Smith,welche Keynes ja kritisiert hatte.

Hat sich niemand mit dem Keynseianismus irgendwann mal beschäftigt? Ist ein sehr interessantes Thema :wink:

Als Anfang: Versuchs mal unter dem Stichwort „invisible hand“ zu deutsch „unsichtbare hand“.

Hat sich niemand mit dem Keynseianismus irgendwann mal
beschäftigt? Ist ein sehr interessantes Thema :wink:

Doch, kann ich dir nur empfehlen:

http://www.marxists.org/reference/subject/economics/…

Ansonsten ist dein gegebener Link zu dieser Seite vwl sicherlich ausreichend für ein Schulreferat.

Hallo,

vielleicht hilft Dir das ja schon ein wenig.

/t/theorie-von-keynes/3985850/2

VG
Sebastian

Jep,das hilft mir schon mal :smile: Vielen dank!

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Ansonsten ist dein gegebener Link zu dieser Seite vwl
sicherlich ausreichend für ein Schulreferat.

Danke für den Tipp! :smile:

Ich habe mir das gerade mal durchgelesen und bin jetzt bisschen, ja nicht geschockt aber sehr verwirrt. :wink: Ich weiß nicht zu welcher Spate unser Lehrer zählt,aber ich glaube wenn ich ihm das unter die Nase halte…

Das hätte ich jetzt auch nie gedacht,da ich in der Bibliothek ein Buch über ihn gefunden habe: John Maynard Keynes–> Ein Revolutionär für unsere Gesellschaft! a la–> Hätte es ihn nicht gegeben,hätte wir es nicht so gut. Ich wollte das Buch schon durchlesen,aber das hätte glaub ich garnichts gebracht :smile:

Also das wirft alles ein neues Licht auf diese Theorie. Ich werde es erst mal weiter ausarbeiten, würde mich freuen wenn du Sebastian später für weitere Fragen bereit stehst. Du hast dich ja deutlich mit dem Thema auseinander gesetzt wenn ich das jetzt richtig sehe,da du ja auch diesen sehr informativen Beitrag verfasst hast :smile:

Ich weiß immer noch nicht wie man Bewertungen abgibt,weil es bei mir keinen Button dafür gibt,aber für den Post hättest du einen Stern sicher :wink:

Bin immer noch überrascht :smile: Würde mich wirklich freuen wenn ich dich die Tage noch was über Keynseianismus fragen kann!

So,ich arbeite dann erst mal weiter an meinem Referat :wink:

Gruß
Thoni

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Hallo,

Das hätte ich jetzt auch nie gedacht,da ich in der Bibliothek
ein Buch über ihn gefunden habe: John Maynard Keynes–> Ein
Revolutionär für unsere Gesellschaft! a la–> Hätte es ihn
nicht gegeben,hätte wir es nicht so gut. Ich wollte das Buch
schon durchlesen,aber das hätte glaub ich garnichts gebracht

)

Was für ein Buch ? Hast Du einen Autor ? Ist es wissenschaftlich funidert, oder mehr so eine „Biographie“ ? Wenn es keine Fussnoten hat, ist das schon mal ein ungutes Zeichen.

Also das wirft alles ein neues Licht auf diese Theorie. Ich
werde es erst mal weiter ausarbeiten, würde mich freuen wenn
du Sebastian später für weitere Fragen bereit stehst. Du hast
dich ja deutlich mit dem Thema auseinander gesetzt wenn ich
das jetzt richtig sehe,da du ja auch diesen sehr informativen
Beitrag verfasst hast :smile:

Ja, der Besuch der VWL-Vorlesungen war scheinbar nicht so ganz umsonst :smile:

Allerdings ist es auch sicherlich mit der spannendste Teil der VWL. Es ist eben nur „traurig“, dass in den meisten Lehrplänen der Gymnasien immer noch „nur auf Keynes und Friedman“ eingegangen wird. Für den Schulstoff ist das einfach zuviel.
Darüber hinaus muss man auch sehen, dass Lehrer i.d.R. Geschichte studieren, aber keine VWL. Das da dann mal etwas „nicht so ganz richtig ankommt“, ist nicht so sehr verwunderlich.

Gibt es eine Uni oder FH in Deiner Nähe ?

Bin immer noch überrascht :smile: Würde mich wirklich freuen wenn
ich dich die Tage noch was über Keynseianismus fragen kann!

Ja, kein Problem :wink:

VG
Sebastian

Was für ein Buch ? Hast Du einen Autor ? Ist es
wissenschaftlich funidert, oder mehr so eine „Biographie“ ?
Wenn es keine Fussnoten hat, ist das schon mal ein ungutes
Zeichen.

Mehr Biographie mit geschichtlichem Hintergrund. Also ich habe kaum was darüber gefunden, wo seine Theorien erläutert werden.

Ne leider nicht,aber ich kanns die Tage nochmal genauer nachgucken. Das Buch hieß glaub ich „Ein Revolutinär des Kapitalismus“, bin mir aber nicht ganz sicher. Hab es in die Ecke wieder gestellt als ich es mir angeguckt hatte :wink:

Gibt es eine Uni oder FH in Deiner Nähe ?

Ja,Kiel wäre die naheliegenste :wink:

Noch ne Frage: Gibt es eigentlich Zeichnungen zu seiner Theorie oder sind die ,falls vorhanden, einfach zu kompliziert?

Gruß

Hallo,

Mehr Biographie mit geschichtlichem Hintergrund. Also ich habe
kaum was darüber gefunden, wo seine Theorien erläutert werden.

Ja, das verwundert nicht sonderlich. Diese Bücher sind nicht gerade wissenschaftlich fundiert. Natürlich ist auch nicht alles falsch und sie geben auch einen ersten Überblick. Allerdings hört es dann gerade bei den makroökonomischen Zusammenhängen und Wirkungsweisen sehr schnell auf.

Ja,Kiel wäre die naheliegenste :wink:

Das ist ja schon mal eine „Hausnummer“. Gerade in Sachen VWL ist Kiel nicht schlecht aufgestellt.
Ich hatte die Frage gestellt, weil man dort an Literatur heran kommt, die wesentlich zielführender ist. Allerdings dann auch schon etwas „anspruchsvoller“.

Mit der Literatur aus der „normalen Bücherei“ oder „Stadtbibliothek“ kann man aber letztlich nur einen ganz begrenzten Abriss von Keynes und seiner Theorie geben. Das reicht dem Lehrer dann aber wohl schon, wenngleich es natürlich etwas sehr „wackelig“ ist.

Wie hat sich denn Dein Lehrer bisher zu Keynes geäußert ?

Noch ne Frage: Gibt es eigentlich Zeichnungen zu seiner
Theorie oder sind die ,falls vorhanden, einfach zu
kompliziert?

Ja, es gibt ein Modell, was die relevanten volkswirtschaftlichen Märkte abbildet. Also den Gütermarkt (Arbeit und Kapital), Angebot und Nachfrage, Geldmarkt, etc. Das muss ja alles im Zusammenhang gesehen werden. Dazu kann ich Dir bei Bedarf etwas Eingescnanntes mailen.

VG
Sebastian

Hallo :smile:

Zu dem Material: Danke für das Angebot,ich werde darauf zurückkommen.

Zu der Stadtbibliothek, ich werde das in Erwägung ziehen :smile:

Ich habe dir 2 Emails geschrieben heute Vormittag :wink: Kann sein dass sie in deinem Spamfilter gelandet sind :stuck_out_tongue:

Zu den Modellen: Ich hatte hier und auch in der Email geschrieben,dass ich „Modelle“ auf http://www.vwler.de/joomla/content/view/30/34/ gefunden habe. Andere Quellen,umschreiben es oder beziehen sich nur auf „Ansätze“ des Keynseianismus. Ich habe mich bis jetzt nur auf diese „Modelle“ bezogen,da man ja Keynes Theorie nicht „einfach so“ leicht zusammenfassen kann finde ich. Er hat ja auch viele verschiedene Vorstellungen und Ansätze. Ich denke unser Lehrer will nur,dass wir den „Kern“ wiedergeben,also nicht dass wir jetzt alle aus unserer Klasse zu Keynseianern werden lassen.

Hmm ja,unser Lehrer hat sich noch nicht so darüber geäußert,aber ich kann ihn ja mal Dienstag fragen. Er hat nur gesagt dass man den Keynseianismus verstärkt in der Neuzeit wiedergefunden hat bzw. wo er angewandt wurde. Ich weiß jetzt nicht mal ob das stimmt… aber wenn er es sagt :wink:

Ich hatte jetzt „eigentlich“ noch ne Frage :smile:

Ich verstehe etwas nicht an diesem Textabschnitt seiner Theorie:
(1. und 2. Abschnitt poste ich mal nur,damit man den Zusammenhang nachvollziehen kann)(Geht nur um den 3. Abschnitt)

  1. Reaktionen bei Störungen des Gleichgewichts

Im Ausgangspunkt befindet sich die Wirtschaft im Gleichgewicht bei Vollbeschäftigung, d.h. alle Märkte sind im Gleichgewicht. Kommt es nun zu einer Störung, z.B. zu einem Rückgang des Investitionsvolumens aufgrund schlechterer Ertragserwartungen treten bei Keynes folgende Anpassungen auf:

Die gesamtwirtschaftliche Nachfrage geht zurück und damit auch die Produktion sowie in der Beschäftigung (Arbeitslosigkeit entsteht). Mit der enstandenen Arbeitslosigkeit sinkt das den Wirtschaftssubjekten zur Verfügung stehende Realeinkommen und damit auch die Geldnachfrage zu Transaktionszwecken. Die dadurch induzierte Zinssenkung wirkt als dämpfender feed-back-Effekt, da durch niedrigere Zinsen neue Investitionen stimuliert werden.

Darüber hinaus sinkt durch den Rückgang der Produktion auch das Preisniveau. Die reale Geldmenge steigt was einen weiteren Druck auf das Zinsniveau ausübt. Insgesamt können aber die beschriebenen feed-back-Effekte aber nicht wieder zur Vollbeschäftigung führen, da das niedrigere Preisniveau (bei konstantem nominalen Lohnsatz) einen höheren Reallohnsatz bedeutet und somit eine niedrigere Produktion und Beschäftigung.

----> Bezogen auf den 2. Satz,warum steigt die Geldmenge,wenn alle weniger verdienen bzw. das Einkommen niedriger ist durch die entstandene Arbeitslosigkeit? Geschrieben wird ja auch,dass ein niedriges Preisniveau einen höheren Reallohnsatz bedeutet. Aber warum?

Hi Thoni,

Trader hat Dir ja schon Vieles und sehr Gutes dazu gesagt. Zu Schule und Wirtschaftswissenschaften (WW) möchte ich eine kleine Anekdote beisteuern:
Die Tochter eines meiner Profs (VWL - Geldpolitik) hatte in der Schule zur Kollegstufe hin den Wirtschafts- und Sozialzweig gewählt. In diesem Fach hatte sie sowohl schlechte Noten als auch ständig Stress mit ihrem Lehrer. Grund: Sie sprach den Schulstoff mit ihrem Vater durch der ihr die Dinge genauer erklären konnte. Der Lehrplan für WW ist total schlecht, veraltet, ungenau und das ist kein Wunder weil die WW eine recht unscharfe Wissenschaft ist und (wie trader schon sagte, für etliches eine ganze Menge an Zeit zur Wissensaneignung einfach gebraucht wird.

Mein Tip: mach Dein Referat so wie Dein Lehrer es hören möchte und bleib Dir bewusst, dass es Halb(viertel/achtel)wissen ist was Du Dir da aneignest.

freundlicher Gruß

Udo

Hallo,

Der Lehrplan für WW ist total
schlecht, veraltet, ungenau und das ist kein Wunder weil die
WW eine recht unscharfe Wissenschaft ist und (wie trader schon
sagte, für etliches eine ganze Menge an Zeit zur
Wissensaneignung einfach gebraucht wird.

Mein Tip: mach Dein Referat so wie Dein Lehrer es hören möchte
und bleib Dir bewusst, dass es Halb(viertel/achtel)wissen ist
was Du Dir da aneignest.

Ich denke, das beide Aussagen das Problem ziemlich genau treffen.

VG
Sebastian

Danke für den Tipp Udo!

Hätte nicht gedacht, dass das alles so heikel ist. Aber ich werde acht geben!

Gruß

Hallo Trader,

danke für Deine Zustimmung. Anbei habe ich Dir eine Stern für Deine Antwort „Re: Keynseianismus (TraderS, 1.2.2008 10:49)“ (wo der link aufs archiv drin war) gegeben (übrigens der erste den ich in über 1100 Tagen w-w-w mitgliedschaft überhaupt vergeben hab).

Gruß Udo

Der Lehrplan für WW ist total
schlecht, veraltet, ungenau und das ist kein Wunder weil die
WW eine recht unscharfe Wissenschaft ist und (wie trader schon
sagte, für etliches eine ganze Menge an Zeit zur
Wissensaneignung einfach gebraucht wird.

Mein Tip: mach Dein Referat so wie Dein Lehrer es hören möchte
und bleib Dir bewusst, dass es Halb(viertel/achtel)wissen ist
was Du Dir da aneignest.

Ich denke, das beide Aussagen das Problem ziemlich genau
treffen.

VG
Sebastian

hi thoni,

mich würde interessieren wie iss dein referat gelaufen?

gruss udo