Hallo zusammen,
seit einiger Zeit spielte ich mit dem Gedanken, (wieder) eine kieferorthopädische Behandlung zu machen.
Ich habe bereits zwei Behandlungen hinter mich gebracht. Bei der ersten war ich im Grundschulalter.
Dort wurde mit Hilfe von einer losen Spange beide Kiefer stark gedehnt, was sehr schmerzhaft war. Da sich auch nach ein paar Jahren kein Erfolg der Behandlung einstellte und der Ruf des Kieferorthopäden immer schlechter wurde, brach ich die Behandlung frustriert ab, was zur Folge hatte, dass der Kiefer sich wieder zusammenzog und meine Zähne eine schlechtere (katastrophale) Fehlstellung bekamen, als vorher.
Im Alter von 18 Jahren entschloss ich mich noch einmal zu einem Kieferorthopäden zu gehen, um mein furchtbar entstelltes Gebiss regulieren zu lassen.
Diesmal mit Erfolg: Es wurden 4 (gesunde) Zähne gezogen (alle 4er(?), lt. Aussage des Kieferorthopäden wäre das die einzige Behandlungsmethode, die wegen meiner Fehlstellungen und mangelndem Platz im Kiefer, ein vernünftiges Ergebnis erzielen würde) und eine feste Spange installiert. Nach zwei Jahren hatte ich wunderschöne gerade Zähne. Die Behandlung wurde also erfolgreich abgeschlossen und mir wurde versichert, dass noch genügend Platz für meine Weisheitszähne im Kiefer vorhanden wäre.
Zwei Jahre später brachen die dann aus und haben mir die Schneidezähne im Unterkiefer verschoben (jetzt ist alles sehr beengt und 2 haben sich bissel gedreht).
So fällt es nicht auf, aber ich spüre es und bekomme immer nur an dieser Stelle innenliegend Zahnstein (und ich pflege sehr gut).
Mein Biss (Backenzahnstellung - Verzahnung oben-unten) sei sehr gut.
Lange Rede - kurzer Sinn:
Heute morgen (bin jetzt 27 Jahre alt) war ich bei einer Kieferorthopädin, um mich beraten zu lassen, wie meine jetzigen Fehlstellungen behandelt werden können. Folgende Methoden kämen für mich in Frage:
- Eine zweijährige Komplettbehandlung mit einer festen Spange, bei der alle Zähne nach hinten gezogen werden würden, damit die Engstellung im Unterkiefer vorne behoben werden würde. Kostenpunkt: ca. 4000,- Euro
- Eine ca. dreivierteljährliche Behandlung, mit einer festen Spange oben (nur die Schneidezähne) und einer festen Spange unten, wobei der Zahnschmelz der Backenzähne zwischen den Zähnen abgeschliffen werden soll (was mir vollends widerstrebt, auch wenn der Zahnschmelz schnell wieder mineralisiert). Kosten hier: ca. 1800,- Euro
*Alternative: Oben eine lose Spange, nur unten fest - beide Kiefer würden ein bißchen gedehnt werden, Kosten ca. 1500,- Euro - Eine 3-4-jährige Behandlung mit loser Spange, bei der beide Kiefer gedehnt werden müßten. Der untere mehr als der obere, was bedeuten würde, dass ich im oberen Kiefer Lücken bekommen könnte/ würde, die man jedoch im hinteren Bereich (zwischen Schneide- und Backenzähnen) ansiedeln könnte. Ich müßte in der Behandlung Tag und Nacht die Spange konsequent tragen und danach mein Leben lang nachts eine Spange tragen. Kosten: ca. 500,- Euro
Da ich alleinerziehende Mutter und Studentin bin, muss ich auch auf den Kostenfaktor achten. Von daher würde ich mich fast für die längste und günstigste Behandlung entscheiden, wäre da nicht die Kieferdehnung und die Lücken in den Zahnzwischenräumen. Aus meiner laienhaften Sicht und Blick in die „Problemzone“ Unterkiefer stelle ich mir vor, dass da vielleicht gar nicht so viel gedehnt werden muss und mir somit evtl. Lücken bei den oberen Zähnen (bei denen auch eine leichte Verengung und eine kleine Fehlstellung in Form eines verdrehten Schneidezahnes korrigiert werden würde) erspart blieben.
Nun meine Fragen:
Was haltet Ihr Experten von Kieferdehnungen?
Gibt es auch Behandlungsmethoden, die günstiger als die erstgenannte aber kürzer als die letzgenannte Methode sind?
MfG
stupsi :o)
