KFZ Pfändung, Gefängnis wegen Knöllchen

Hallo,

Gehe man mal davon aus, dass jemand so naiv ist und wochen /monatelang ohne Anwohnerparkausweis in der Innenstadt von Köln parkt und ständig Knöllchen kassiert. Dies geht über mehrere Monate so. Die Übersicht über die Knöllchen sind längst verloren.
Vielleicht sind es so ca. 70 ?!

Nun werden auf die Knöllchen (die nicht bezahlt worden sind weil zu viele und zu wenig Geld) noh Mahngebühren drauf und der Gerichtsvollzieher war bereits da.

Der Gerichtsvollzieher war da wegen den ersten Knöllchen die insgesammt 360 € umfassen (dies ist allerdings erst der erste Teil von noch weiteren TEilen). Insgesamt schätzungsweise würden sich die Gesamtschulden bei der Stadt Köln auf rund 2000 € schätzen lassen.

Der Gerichtsvollzieher macht kurzen Prozess, und pfändet das Auto (das Auto ist von 1995 sprich 14 Jahre alt und hat über 140 000 bereits gelaufen - hat also kaum noch Wert max 800 Euro).

Es kommt aber noch schlimmer. Der Gerichtsvollzieher sagt die Halterin müsse bei Nichtzahlung der Knöllchen ins Gefängnis da das Busgelder sind die nicht bezahlt worden wären.
Die Halterin, 22 lebt von Bafög und kommt gerade so über die RUnden monatlich finanziell macht eine schulische Ausbildung in Hürth. Fährt jeden Tag den Wege von Köln nach Hürth mit dem Auto. Mit der Bahn kommt man nicht wirklich zu der Schule hin. Dennoch pfändet die Gerichtsvollzieherin der Halterin das Auto.

  1. Frage
    Darf sie das überhaupt machen? Es wird doch für den „Arbeits bzw. Ausbildungsweg benötigt“

Ist es üblich, dass ein Auto trotz so geringen Wertes gepfändet wird?

Würde sie tatsächlich dafür ins Gefägnis gehen müssen wenn sie das Geld nicht hat. Sie könnte 50 € monatlich abzahlen an Raten allerdings würde sich die Stadt Köln vermutlich nicht auf diese geringe Rate einlassen bei der Höhe.

Da es anscheinend ja Busgelder sind, kann sie ihren Führerschein verlieren?
Auch wenn sie das Geld irgendwie auftreiben würde und die ganzen Schulden begleichen würde sprich die Busgelder zahlen würde?

Hallo

Hallo,

Gehe man mal davon aus, dass jemand so naiv ist und wochen
/monatelang ohne Anwohnerparkausweis in der Innenstadt von
Köln parkt und ständig Knöllchen kassiert. Dies geht über
mehrere Monate so. Die Übersicht über die Knöllchen sind
längst verloren.
Vielleicht sind es so ca. 70 ?!

in der Naivität hat man glatt übersehen,dass sowas verdammt teuer wird.Im Fernshen kam auch mal ein Fall aus Celle von einer Gewerbetreibenden, die nur eine Kurzeitparkzone vor ihrem Laden hatte. Sie hatte auch dutzende Knöllchen gefangen: Ergebnis: Einige 1000€s an Bussgeldern, über 30 Punkte in Flensburg, Lappen weg und MPU am Hals.

Bei solchen kosequenten nicht beachten von Regeln,ist die Behörde in den meisten Fällen rigoros.

Wallflower

Hallo!

  1. Frage
    Darf sie das überhaupt machen? Es wird doch für den „Arbeits
    bzw. Ausbildungsweg benötigt“

Ach komm, von Hürth nach Köln muss man zwingend das Auto nehmen? Selbst wenn die letzte Straßenbahnstation 1km von dieser Schule entfernt sein sollte, kann man sich da auch ein Fahrrad hinstellen. Ein Auto zu besitzen ist kein Menschenrecht.

Ist es üblich, dass ein Auto trotz so geringen Wertes
gepfändet wird?

Vielleicht nicht üblich, aber immerhin besser als nix. Die Pfändung wird ja auch nicht unbedingt vorgenommen, um das Auto zu versteigern, sondern um ein Druckmittel in der Hand zu haben.

Würde sie tatsächlich dafür ins Gefägnis gehen müssen wenn sie
das Geld nicht hat. Sie könnte 50 € monatlich abzahlen an
Raten allerdings würde sich die Stadt Köln vermutlich nicht
auf diese geringe Rate einlassen bei der Höhe.

Nun, was ist so einer Stadt wohl lieber? Leute, die im Gefängnis sitzen und ernährt werden müssen, oder Leute, die ihre Schulden bezahlen, so klein die Raten auch sein mögen?

Da es anscheinend ja Busgelder sind,

Nein, Bußgelder.

kann sie ihren
Führerschein verlieren?
Auch wenn sie das Geld irgendwie auftreiben würde und die
ganzen Schulden begleichen würde sprich die Busgelder zahlen
würde?

Das geschilderte Verhalten schreit geradezu nach einer Überprüfung der charakterlichen Eignung zur Teilnahme am Straßenverkehr. Google-Tipp: „Kim Fisher“

Hallo,

Teilantwort…

Es kommt aber noch schlimmer. Der Gerichtsvollzieher sagt die
Halterin müsse bei Nichtzahlung der Knöllchen ins Gefängnis da
das Busgelder sind die nicht bezahlt worden wären.

Erzwinungshaft nennt sich das wohl.
http://de.wikipedia.org/wiki/Erzwingungshaft

Hat denn der Betroffene alle Schreiben bisher ignoriert?

Würde sie tatsächlich dafür ins Gefägnis gehen müssen wenn sie
das Geld nicht hat. Sie könnte 50 € monatlich abzahlen an
Raten allerdings würde sich die Stadt Köln vermutlich nicht
auf diese geringe Rate einlassen bei der Höhe.

Kann passieren:
http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Don…

Da es anscheinend ja Busgelder sind, kann sie ihren
Führerschein verlieren?

ja, da man bei einer derartigen Wiederholungsrate davon ausgeht, dass derjenige nicht geeignet ist ein Fahrzeug zu führen. Die Knöllchen werden gegebenenfalls mit der Zeit auch teurer und dann sammeln sich Punkte in Flensburg an, auch eine MPU kann die Folge sein…
http://www.ratgeberrecht.eu/verkehr-aktuell/fuehrers…

Zum Rest kann ich leider nichts sagen.

Gruß
Maja

Ist es üblich, dass ein Auto trotz so geringen Wertes
gepfändet wird?

Vielleicht nicht üblich, aber immerhin besser als nix. Die
Pfändung wird ja auch nicht unbedingt vorgenommen, um das Auto
zu versteigern, sondern um ein Druckmittel in der Hand zu
haben.

Oder der Gerichtsvollzieher bringt die rostige Dreckschleuder zum Abwracken und kassiert stolze 2500 Euro dafür :wink:

LG, scio