KFZ-Schaden

Hallo,

Es geht ebenfalls um einen Schaden, wie bei meinem Vorgänger.
Ich habe einen Schaden von 772 Euro verursacht. Das Auto ist auf meine Mutter angemeldet, jedoch steht das Auto bei mir und ich bezahle alle Beiträge.
Nun werde ich von 70% auf 100% hochgestuft.
Ich habe das einmal ausgerechnet…

Schaden bezahlen ------ / ------Hochstufen
% ---- Jahresbeitrag – / — % ---- Jahresbeitrag
70 — 352,25 € ------- / — 100 — 503,22 €
60 — 301,93 € ------- / — 85 — 427,74 €
55 — 276,77 € ------- / — 70 — 352,25 €
55 — 276,77 € ------- / — 60 — 301,93 €
50 — 251,61 € ------- / — 55 — 276,77 €
50 — 251,61 € ------- / — 55 — 276,77 €
45 — 226,45 € ------- / — 50 — 251,61 €
45 — 226,45 € ------- / — 50 — 251,61 €
45 — 226,45 € ------- / — 45 — 226,45 €
40 — 201,29 € ------- / — 45 — 226,45 €
40 — 201,29 € ------- / — 45 — 226,45 €
40 — 201,29 € ------- / — 40 — 201,29 €
40 — 201,29 € ------- / — 40 — 201,29 €
35 — 176,13 € ------- / — 40 — 201,29 €
35 — 176,13 € ------- / — 40 — 201,29 €
35 — 176,13 € ------- / — 35 — 176,13 €

Bis 2023 hätte ich dann etwa 560 Euro mehr bezahlt. Der Schaden hat aber 772 Euro betragen.
Daher rechnet es sich bis 2023 nicht, den Schden zu übernehmen.

Ist das so richtig gerechnet? Habe ich etwas übersehen?

Hinzu kommt, dass ich (21 Jahre) das Auto bald auf meinen Namen laufen lasse.
Übernehme ich dann mit 23 (und 5 Jahren Führerschein) die SFK meiner Mutter oder mit welcher SFK beginne ich?
Welche SFK würde ich mit 22 Jahren und bald 4 Jahren Führerschein bekommen?

Was wäre wenn meine Mutter sich hochstufen lässt und das Auto verkauft / abmeldet. Muss sie dann den Restschaden bezahlen oder verfällt der?
Also sie übernimmt den Schaden nicht und nimmt die Erhöhung in Kauf. In einem Monat meldet sie das Auto ab. Sie bekommt dann ja den zuviel bezahlten Beitrag zurück. Und der Schaden?

Meine Versicherung ist da etwas unzuverlässig… Sie haben mehrmals Biefe verschlampt, mich einmal zu Versicherungsbetrug aufgefordert und sie drehen alles zu deren Vorteil hin.
Daher möchte ich mich mal von euch beraten lassen, was in dieser Situation am besten wäre.

Gruß
Tato

Hallo !

Also wenn Du selber ein Fahrzeug anmeldest dann wirst Du in der Regel nachdem Du 3 Jahre einen Führerschein besitzt auf die Schadenfreiheitsklasse 1 eingestuft.
Den Schadenfreiheitsrabatt Deiner Mutter kannst Du nur übernehmen wenn Deine Mutter auf den ihrigen verzichtet.
In wie fern glaubst Du, dass Dich Deine Versicherung zum Betrug aufgerufen hat ? Erkläre das doch einmal näher.

Übrigens kannst Du in der Regel bei Deiner Versicherung verlangen, dass diese nach Gutachten (wenn verlangt bei der Summe) oder Kostenvoranschlag abrechnet.
In diesem Falle kannst Du das Geld nehmen und den Wagen auch ohne Reparatur verkaufen. Die Höherstufung bleibt dann.
Soll der Schaden selber reguliert werden dann muss DIch Deine Versicherung zurückstufen und die zu viel bezahlten Beiträge zurückzahlen.
Mitlerweile gehen immer mehr Versicherer hin und verlangen das ein Schaden auch nach dem Gutachten und nach Kostenvoranschlag repariert wird. Leider gibt es in dem Bereich zu viele Betrügereien wo sich Personen Geld einstecken und Autos billig reparieren lassen. Zum Schaden aller, denn dadurch zahlt jeder mehr Beiträge.

Hallo,

Also wenn Du selber ein Fahrzeug anmeldest dann wirst Du in
der Regel nachdem Du 3 Jahre einen Führerschein besitzt auf
die Schadenfreiheitsklasse 1 eingestuft.

Ich (bzw. meine Mutter) werde jetzt auf 100% hochgestuft. Dann könnte ich ihn ja zugleich übernehmen, weil es nicht mehr günstiger ist.

Ich habe den Führerschein im Februar(dann werde ich 22) 4 Jahre bzw. mit 23 seit 5 Jahren. Wie sehe es dann aus?

Den Schadenfreiheitsrabatt Deiner Mutter kannst Du nur
übernehmen wenn Deine Mutter auf den ihrigen verzichtet.

Das würde sie tun. Doch dann würde das ja keinen Sinn machen, weil ich 100& übernehme und ich ebenfalls mit 100% starten würde.

Meine Berechnung (sofern sie stimmt) zeigt, dass es nicht sinnvoll wäre, den Schaden zu übernehmen.

Macht es Sinn jetzt noch bis 23 zu warten?
Laut Kundenbetreuer wäre dann ein Wechsel am sinnvollsten. Ihm fehlten aber sämmtliche Daten bei dieser Aussage.

In wie fern glaubst Du, dass Dich Deine Versicherung zum
Betrug aufgerufen hat ? Erkläre das doch einmal näher.

Ich war im öffentlichen Dienst tätig und habe gekündigt um ein Studium aufzunehmen. Mein Kundenbetreuer hat mir damals gesagt, ich solle es nicht melden, da dies nur eine Beitragserhöhung zur Folge hätte.

Das fand ich zuerst ok, aber schließlich wurde es mir zu unsicher. Ich hatte Angst, dass die Versicherung im Falle eines Schadens mir ein Verschweigen vorwirft und daraufhin die Zahlung verweigert.
Ich meldete es doch - und kassierte glatt eine Beitragerhöhung. Diese sollte laut der Beraterin am Telefon erst in etwa 2 Jahren kommen, weil man angeblich so lange braucht, bis die Änderung entdeckt wird…

Ich bin mit dieser Arbeitsweise sehr unzufrieden. Allerdings war es zu spät die Versicherung zu wechseln…

Gruß
Tato

Ich habe meinen Schaden nicht gemeldet. Die 300 Euro habe ich selbst übernommen.
Der Schaden am Gegner betrug 772 Euro. Ich finde das für die kleinen Macken recht viel, aber da kann man ja nichts machen…
Ich war leider die Verursacherin, der Fahrer saß noch nicht einmal im Auto.

Die Aussage mit den 23 Jahren bezieht sich darauf das junge Fahrer mehr zahlen.
Allerdings liegt diese Grenze bei einigen Versicherern bei 25 bei anderen bei 21 Jahren.

Die Sache mit dem ÖD Rabatt sehe ich auch ein wenig zwiespältig. Auch wenn einige Versicherer kaum auf die Rabattierung achten, so möchte ich im Schadensfall nicht meine Hand dafür ins Feuer legen.
Allerdings wird die Versicherung dann Deinen Schaden abweisen, sondern Beiträge nachfordern.

Entschieden…
Also ich habe da jetzt angerufen und ihn ein wenig ausgefragt.
Ich kann die SFK von meiner Mutter übernehmen (100%). Hinzu kommt allerdings, dass ich zu den neuen Tarifbedingungen abschließen würde.
Ein Aufschlag für Fahranfänger bis 23 kommt ebenfalls hinzu.
Das macht unterm Strich 100 Euro mehr im Jahr.
Wenn ich ehrlich bin, müsste ich dann noch GEZ anmelden - nochmal 60 Euro.
Ich bin doch nicht blöd…
Dann werde ich es weiterhin über meine Mutter laufen lassen und den Vertrag vorerst nicht überschreiben lassen.

Die Sache mit dem ÖD Rabatt sehe ich auch ein wenig
zwiespältig.

Mir war es zu riskant…

Hallo Tato,

Es geht ebenfalls um einen Schaden, wie bei meinem Vorgänger.
Ich habe einen Schaden von 772 Euro verursacht. Das Auto ist
auf meine Mutter angemeldet, jedoch steht das Auto bei mir und
ich bezahle alle Beiträge.
Nun werde ich von 70% auf 100% hochgestuft.
Ich habe das einmal ausgerechnet…

Schaden bezahlen ------ / ------Hochstufen
% ---- Jahresbeitrag – / — % ---- Jahresbeitrag
70 — 352,25 € ------- / — 100 — 503,22 €
60 — 301,93 € ------- / — 85 — 427,74 €
55 — 276,77 € ------- / — 70 — 352,25 €
55 — 276,77 € ------- / — 60 — 301,93 €
50 — 251,61 € ------- / — 55 — 276,77 €
50 — 251,61 € ------- / — 55 — 276,77 €
45 — 226,45 € ------- / — 50 — 251,61 €
45 — 226,45 € ------- / — 50 — 251,61 €
45 — 226,45 € ------- / — 45 — 226,45 €
40 — 201,29 € ------- / — 45 — 226,45 €
40 — 201,29 € ------- / — 45 — 226,45 €
40 — 201,29 € ------- / — 40 — 201,29 €
40 — 201,29 € ------- / — 40 — 201,29 €
35 — 176,13 € ------- / — 40 — 201,29 €
35 — 176,13 € ------- / — 40 — 201,29 €
35 — 176,13 € ------- / — 35 — 176,13 €

Bis 2023 hätte ich dann etwa 560 Euro mehr bezahlt. Der
Schaden hat aber 772 Euro betragen.
Daher rechnet es sich bis 2023 nicht, den Schden zu
übernehmen.

Ist das so richtig gerechnet? Habe ich etwas übersehen?

Die Berechnung ist falsch, weil du nicht berücksichtigt hast, dass du bei schadenfreiem Verlauf nach deiner Aufstellung auf 60% runter gingst, wenn du dieses Jahr bereits auf 70% fährst.

Hinzu kommt, dass ich (21 Jahre) das Auto bald auf meinen
Namen laufen lasse.
Übernehme ich dann mit 23 (und 5 Jahren Führerschein) die SFK
meiner Mutter oder mit welcher SFK beginne ich?
Welche SFK würde ich mit 22 Jahren und bald 4 Jahren
Führerschein bekommen?

Du hinkst mit dem Schadenfreiheitsrabatt immer eine Stufe hinterher. D.h. z.B. 2004 SF2 statt SF3, 2005 SF3 statt SF4 …

Was wäre wenn meine Mutter sich hochstufen lässt und das Auto
verkauft / abmeldet. Muss sie dann den Restschaden bezahlen
oder verfällt der?
Also sie übernimmt den Schaden nicht und nimmt die Erhöhung in
Kauf. In einem Monat meldet sie das Auto ab. Sie bekommt dann
ja den zuviel bezahlten Beitrag zurück. Und der Schaden?

Es gibt nur zwei Möglichkeiten:

  1. Mutter zahlt den Schaden aus eigener Tasche und der Vertrag wird zum 01.01.2005 in SF4 eingestuft.

oder

  1. Versicherer übernimmt die Zahlung und der Vertrag wird zum 01.01.2005 in SF1 eingestuft.

Daher möchte ich mich mal von euch beraten lassen, was in
dieser Situation am besten wäre.

Bei der sogenannten Führerscheinregelung wird ein Fahranfänger der drei Jahre den Führerschein hat übrigens in der Regel in SF1/2(meist 140%) eingestuft und nicht auf 100%. Sowas gibt es, wenn überhaupt, nur bei wenigen Gesellschaften oder unter bestimmten Voraussetzungen.

Ich bezweifele übrigens auch, dass du die 100% übernehmen könntest. Wenn die dir das schriftlich bestätigen, solltest du es auch in Anspruch nehmen, es sei denn der Preisunterschied ist zu hoch. Bei der Rabattübertragung würde auch der Schadenverlauf des Versicherungsvertrages berücksichtigt und das hieße in deinem Fall Rückstufung von SF2(85%), weil du nur diese SF-Klasse hättest erfahren können, auf SF1/2(140%).

Viele Grüße

Ralf

Hallo Ralf,

vielen Dank für den Hinweis. Mir ist das Wort „bisheriger Betrag“ auf der Beitragsrechnung nicht aufgefallen.

Daher habe ich meine Rechnung überarbeitet

ich zahle den Schaden — / — Versicherung zahlt den Schaden
% — Jahresbeitrag — / — % — Jahresbeitrag
60 — 301,93 € — / — 100 — 503,22 €
55 — 276,77 € — / — 85 — 427,74 €
55 — 276,77 € — / — 70 — 352,25 €
50 — 251,61 € — / — 60 — 301,93 €
50 — 251,61 € — / — 55 — 276,77 €
45 — 226,45 € — / — 55 — 276,77 €
45 — 226,45 € — / — 50 — 251,61 €
45 — 226,45 € — / — 50 — 251,61 €
40 — 201,29 € — / — 45 — 226,45 €
40 — 201,29 € — / — 45 — 226,45 €
40 — 201,29 € — / — 45 — 226,45 €
40 — 201,29 € — / — 40 — 201,29 €
35 — 176,13 € — / — 40 — 201,29 €
35 — 176,13 € — / — 40 — 201,29 €
35 — 176,13 € — / — 40 — 201,29 €

Dann habe ich 2023 nur 20 Euro Verlust, wenn die Versicherung den Schaden zahlt.
Ich will den Schaden jetzt nicht zahlen, weil ich dann 1080 Euro loswerde. Ich würde es nur tun, wenn es deutlich günstiger wäre.
Deutlich ist der Unterschied aber nicht…oder habe ich wieder etwas übersehen? Trotzdem reizt es mich, nur 300Euro statt 500Euro an die Versicherung zu zahlen…

Ich werde egal ob mit 21 oder 23 immer mit 140% eingestuft.
Die Prozente meiner Mutter kann ich (egal wann) so übernehmen (sofern sie auf ihre Prozente verzichtet), aber im Moment macht es einfach keinen Sinn, da ich einen Aufschlag für Fahranfänger bezahlen muss und ich zu neuen Tarifbedingungen abschließe. Das würde mich 100 Euro mehr kosten.

Viele Grüße
Tato

Bitte bei SF-Übertragungen auch beachten, daß nur der Rabatt übertragen werden kann, den Du Dir hättest theoretische selbst erfahren können. Also frühestens ab Führerscheindatum. Weiterhin ist zu beachten, daß ervetuelle Schäden dann auch mit übertragen werden. Kann dann u.U. schlechter als Führerscheineinstufung sein. Übrigens ist die Führerscheineinstufung bei den meisten Gesellschaften AFAIK SF 1/2 (140%). Mit Deiner Berechnung wäre ich auch etwas Vorsichtig. Was ist mit Unterbrechungen, Fahrzeugwechseln oder weiteren Schäden in der Zukunft. Insofern würde ich einen überschaubareren Zeitraum Wählen. IMHO ca. 3-5 Jahre.

SnakeShit