KFZ- Strom für CD-Player im Auto

Also, ich habe folgendes vor:

Ich habe einen Mini-CD-MP3-Player (MP8010 von Cyberhome), den ich im Auto mit Strom versorgen will.

Daten des Players:

DC in mit 3,6 V. Leistung: 3W.

Bei Conrad Elektronik habe ich bereits auf Rat von Leuten eines anderen Forums folgende Bauteile geordert:

-Universal Spannungsregler Platine (Best.-Nr.: 115967)

-Spannungsregler IC LM317T (Best.-Nr.: 176001)

Ich werde dann also die Universalplatine mit dem Spannungsregler bestücken.
Nun wurde mir zu weiteren Maßnahmen geraten:

  1. sollte ich den Spannungsregler wegen relativ hoher Verlustleistung kühlen - ist nicht weiter schwer

  2. sollte ich, für den Fall, dass der Regler den Geist aufgibt und somit mein Player kaputt geht, irgendwie mit Hilfe eines Thyristors, einer Zenerdiode und einer Sicherung Gegenmaßnahmen ergreifen. Der Thyristor würde dann irgendwie die Ausgangsspannung kurzschließen und die Sicherung dann durchschmelzen. - ist diese Maßnahme notwendig? wie kann ich das genau realisieren, was für Bauteile brauche ich genau?

  3. sollte ich einen Tiefpass einbauen. Das ginge mit zwei Spulen und einem Kondensator. - was genau ist ein Tiefpass? Brauche ich den hier wirklich? Wie genau funktioniert das dann und welche Bauteile brauche ich?

Ihr seht schon, Fragen über Fragen.
Oberste Priorität ist natürlich, dass mein Player nicht kaputt geht.

Wäre schön, wenn einer ne Antwort auf eine der Fragen hätte.

Schonmal vielen Dank im Voraus.

MfG,
Manu

Hi Manu,

ich vermute mal, dass es sich hier nicht um ein Player fürs Auto handelt, sondern um einen Portablen Player.

Da stellt sich für mich die Frage ob es nicht ein Fertiges Netzteil für KFZ gibt.

Basteln mach zwar wohl spaß aber dir fehlt es wohl an genügen hintergrundwissen.

Ich würde mich dann auf jeden Fall nach einem Netzteil umschauen, da ist alles dran was Du brauchst.

Wenn ich mich täusche und der Player fürs Auto gedacht ist muss ich leider passen, da ich in dieser hinsicht alles Andere als Plan hab.

Schönen Gruß

Christian

Danke für die Antwort.
Jedoch gibt es leider nur ein normales Netzteil als Zubehör für das Gerät, kein 12V Adapter für das Auto.
Und die Bauteile habe ich auch schon bestellt.
Ganz alleine werde ich das auch nicht hinbekommen.
Ich werde mir dann jemanden mit etwas Fachwissen dazuholen.
Trotzdem Danke,
Manu

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

Daten des Players:
DC in mit 3,6 V. Leistung: 3W.

Da werden also schon fast 0,9A gebraucht! Das scheint mir zwar recht viel, aber schau doch mal nach, was in den technischen Daten des
Players wirklich steht (also nicht unbedingt nur die Daten den Netzteils nehmen) oder messe mal nach, wieviel im Mittel gebraucht
wird.
Warum das wichtig ist? Na ja, bei bis über 14V Bordspannung werden
dann über 10V am Regler verheizt. Mach fast 10W Verlustleistung,
was schon einen recht großen Kühlkörper (ca 10dm² Oberfläche
verlangt). Das ist schon recht unhandlich.

Eine bessere Variante wäre ein Step-Down-Regler, der bei
mehr als 70% Wirkungsgrad nur max. 1,3W Verlustleistung hätte.

Bei Conrad Elektronik habe ich bereits auf Rat von Leuten
eines anderen Forums folgende Bauteile geordert:

Na, hättest vielleicht doch erstmal den Rat von Fachleuten
abgewartet.

-Universal Spannungsregler Platine (Best.-Nr.: 115967)
-Spannungsregler IC LM317T (Best.-Nr.: 176001)

Der Spannungsregler geht schon. Ist auch recht bilig, dafür kostet
dann der Kühlkörper evtl. mehr.
Die Platine ist eigentlich ziehmlich überflüssig. Besser wäre
eine einfache Lochraster-Platine, auf die man alles nach belieben
und entsprechend eigenen Wünschen drauflöten kann.
Auf die bestellte leiterplatte kannst Du schlecht noch zusätzliche
Schutzbeschaltungen drauflöten. Am Kühlkörper ist das Ding auch
schlecht zu befestigen.

Ich werde dann also die Universalplatine mit dem
Spannungsregler bestücken.

Ich kann Dir mal paar Schatungen auf meinem Archiv schicken,
wo auch Schutzbeschaltungen mit drauf sind.

Nun wurde mir zu weiteren Maßnahmen geraten:

  1. sollte ich den Spannungsregler wegen relativ hoher
    Verlustleistung kühlen - ist nicht weiter schwer

Unbedingt, nicht am Kühlkörper sparen, das Ding muß auch im Sommer
bei Hitze über 40°C noch sicher funktionieren.
Auch bei den verwendeten BE (speziell Elkos) mögl. Typen mit
erweiterten Temperaturbereich wählen (-20…105°C)

  1. sollte ich, für den Fall, dass der Regler den Geist aufgibt
    und somit mein Player kaputt geht, irgendwie mit Hilfe eines
    Thyristors, einer Zenerdiode und einer Sicherung
    Gegenmaßnahmen ergreifen.

Das solltest Du unbedingt machen. Hier sparst Du sonst wenige €
und das kostet im Fehlerfall paar hundert €.

Der Thyristor würde dann irgendwie

die Ausgangsspannung kurzschließen und die Sicherung dann
durchschmelzen.

Sicherung (F1A) ist zu empfehlen.
Außerdem eine Strombegrenzung mit Vorwiderstand
-> z.B. 4,7Ohm/10Watt. Das entlastet den Regler erheblich, muß
aber wiederum so angebracht werden, daß die Leistung von ca. 4W
bei 0,8A nicht zu Problemem führt (Verbrennen der Leiterplatte,
Aufheizen anderer BE).
(Es reicht aber auch 1Ohm/1Watt, dann muß die Überspannungs-
beschaltung aber drauf angepaßt werden).

Eine Überspannungsschutzschaltung geht am besten mit einer
5V Transzorbdiode.
Besser wären noch zusätzlich 7 mal 1A-Siliziumdioden in Reihe,
die bei Überspannung von etwas mehr als 4V ansprechen würden und
dann die Sicherung durchbrennen lassen.

  • ist diese Maßnahme notwendig? wie kann ich
    das genau realisieren, was für Bauteile brauche ich genau?
  1. sollte ich einen Tiefpass einbauen. Das ginge mit zwei
    Spulen und einem Kondensator. - was genau ist ein Tiefpass?

Tiefpaß ist sowieso an einem Spanungsregler dran.
Zur Umschaltung eines Reglers gehören mindestens Elkos am
Eingang (z.B. 470uF/mind.35V) und 100…220uF/16V am Ausgang.
Außerdem Keramik-C je 100nF am Ein-/Ausgang.

Brauche ich den hier wirklich? Wie genau funktioniert das dann
und welche Bauteile brauche ich?
Ihr seht schon, Fragen über Fragen.
Oberste Priorität ist natürlich, dass mein Player nicht kaputt
geht.

Da ist zusätzlich noch ein Verpolschutz im Eingang der Schaltung
zweckmäßig (mind. 1A-Diode, besser 3A-Diode).

Ich empfehle überdimensionierte BE absichtlich, weil damit die
Zuverlässigkeit wesentlich höher wird.
Gruß Uwi

Hallo Manuel,

DC in mit 3,6 V. Leistung: 3W.

Ich nehme stark an, dass die 3W nur eine Spitzenlast und keine Dauerlast ist. Sonst wird’s heiß.

-Spannungsregler IC LM317T (Best.-Nr.: 176001)

Das ist im Prinzip ok. Der Ausgangsstrom müsste reichen.

Nun wurde mir zu weiteren Maßnahmen geraten:

  1. sollte ich den Spannungsregler wegen relativ hoher
    Verlustleistung kühlen - ist nicht weiter schwer

S. o.: Wenn der Player tatsächlich 3W aufnimmt, musst Du bis zu 9W vernichten - das wäre eine Menge. Folgende Sorge will ich Dir nehmen: Wenn der Regler zu heiß wird, regelt er von selbst die Spannung herunter, aber er geht nicht kaputt und nimmt nicht den Player mit.

  1. sollte ich, für den Fall, dass der Regler den Geist aufgibt
    und somit mein Player kaputt geht, irgendwie mit Hilfe eines
    Thyristors, einer Zenerdiode und einer Sicherung
    Gegenmaßnahmen ergreifen. Der Thyristor würde dann irgendwie
    die Ausgangsspannung kurzschließen und die Sicherung dann
    durchschmelzen. - ist diese Maßnahme notwendig?

Keine schlechte Idee.

  1. Als Überspannungsschutz empfehle ich hier einen Darlington NPN-Transistor im TO220-Gehäuse am Ausgang des Reglers. Wenn die Basis direkt an den Kollektor geschaltet ist, spricht er bei ca. 1,3V an und zieht bei höheren Spannungen viel Strom. Also einen Spannungsteiler 2:1, 220 Ohm : 100 Ohm Kollektor-Basis-Emitter.
    2.Einen Widerstand in die Zuleitung des Stabis (Aber der Kondensator bleibt am Eingang des Stabis!). Ca. 5 Ohm 5 Watt, dann kann der Stabi immer noch mehr als 1A liefern, aber der Maximalstrom bliebe im schlimmsten Fall auf ca. 2A begrenzt.
  2. Die größte Gefahr sind Überspannungen im Bordnetz: Zenerdiode, so einen Typ mit mehreren Watt, ca. 18 - 22V an den Stabi-Eingang. Ideal, wenn jetzt der Widerstand davor ist.

sollte ich einen Tiefpass einbauen. Das ginge mit zwei
Spulen und einem Kondensator. - was genau ist ein Tiefpass?
Brauche ich den hier wirklich? Wie genau funktioniert das dann
und welche Bauteile brauche ich?

Nein, ein Tiefpass ist Unsinn. Der Stabi ist 1000 mal effizienter als ein Tiefpass. Ein etwas größerer Elko am Eingang des Stabis reicht vollkommen für überlagerte, schnelle Spannungsänderungen (insbesondere wieder, wenn der Widerstand noch davor ist!).

Oberste Priorität ist natürlich, dass mein Player nicht kaputt
geht.

Gut isoliert und mechanisch einwandfrei zusammenbauen. Die Hauptsache, so glauben viele Leute, ist, dass es funktioniert. Ich sehe das anders, ich glaube dass diese Leute nicht sehr weit denken können. Du hast das hier auch schon gemerkt.

Viel Erfolg

Uwe

Korrektur
;… großen Kühlkörper (ca 10dm² Oberfläche

verlangt).

soll heißen ca. 2dm² effektive Oberfläche!
Gruß Uwi

Hallo, ich habe hier noch eine interessante Seite zu Spannungsreglern gefungen
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/…

Der LM317 ist ein regelbarer Spannungsregler und kein Festspannungsregler also frage ich mich ob hier eine Universalplatine die richtige ist?
Gruß Heinz

Zitat vom 15.08.2003…
Before you connect, be advised your are plugging into the supply from hell…"

Hallo Zusammen,

das ist ein (ernstzunehmendes) Zitat aus einem Datenblatt für einen Step-Down Netzteil (LTC1625)von Linear (Seite16 rechts unten).
Will sagen, daß es nicht ungefährlich ist für die Lebenserwartung von batteriegetriebenen Geräten den Spannungsregler so sorglos an zu schliessen.
Ich hab auch schon mal ein 12V Gerät angeschlossen (Mein Synthi war NICHT für den Zigarettenanzünder gedacht, hatte aber 12V Versorgung.
Was liegt also näher, nach ca. 10 min war er kaputt. Übrigens hatte er auch einen Regler intern für 9V Versorgung, so ähnlich wie der LM317…)
Filtern sollte schon sein.
Gruß Rudi

Hallo Uwi,

ich will wirklich nicht motzen, aber denkst du wirklich, dass Manuel mit deiner Erklärung was anfangen kann? Wenn er nichtmal weiß, was ein Tiefpass ist?

Ich denke, man sollte schon versuchen, die Erklärungen so zu verfassen, dass der Fragende auch was damit anfangen kann. Ansonsten ist es nämlich verplämperte Zeit oder wirkt gar als Protzerei den Lesern gegenüber.

Wenn dir das zu profan sein sollte, dich den Fragenden anzupassen, dann wäre es echt schade, denn deine Beiträge sind zuweilen recht hilfreich.

MfG. Günther

und wo ist das Problem???
Hallo,

ich will wirklich nicht motzen, aber denkst du wirklich, dass
Manuel mit deiner Erklärung was anfangen kann?

und warum sollte er nicht können. Laut ViKa steht er kurz vor dem
ABI, was vermuten läßt, daß er nicht an geistiger Umnachtung leidet.

Wenn er nichtmal weiß, was ein Tiefpass ist?

Dann muß er sich eben damit beschäftigen. Ist das ein Problem
für einen Jungerwachsenen, der evtl. noch studieren will?
Sowas läßt sich doch wohl mit etwas gutem Willen leicht im
Internet finden.

Ich denke, man sollte schon versuchen, die Erklärungen so zu
verfassen, dass der Fragende auch was damit anfangen kann.

Abgesehen davon, daß ich ihm wie versprochen Schaltpläne geschickt
habe, die das geschriebene grafisch gut verständlich darstellen,
ist wohl nichts daran ändern, daß hier noch keine Grafiken
eingebunden werden können. Elektronik mit Worten zu erklären
ist nun mal nicht sehr praktikabel. Ich sehe das mehr als Hinweis
auf die Möglichkeiten.

Ansonsten ist es nämlich verplämperte Zeit oder wirkt gar als
Protzerei den Lesern gegenüber.

So so, geht es Dir also so? Mußt ja auch nicht alles verstehen.
Außerdem, bischen Prozten kann ich doch… Man hat ja sonst nix.

Wenn dir das zu profan sein sollte, dich den Fragenden
anzupassen,

Wie sollte denn diese Anpassung aussehen? Grundschulniveau
oder noch etwas leichter?

dann wäre es echt schade, denn deine Beiträge sind
zuweilen recht hilfreich.

Na da danke ich aber auch :smile:
Gruß Uwi