Hallo,
Daten des Players:
DC in mit 3,6 V. Leistung: 3W.
Da werden also schon fast 0,9A gebraucht! Das scheint mir zwar recht viel, aber schau doch mal nach, was in den technischen Daten des
Players wirklich steht (also nicht unbedingt nur die Daten den Netzteils nehmen) oder messe mal nach, wieviel im Mittel gebraucht
wird.
Warum das wichtig ist? Na ja, bei bis über 14V Bordspannung werden
dann über 10V am Regler verheizt. Mach fast 10W Verlustleistung,
was schon einen recht großen Kühlkörper (ca 10dm² Oberfläche
verlangt). Das ist schon recht unhandlich.
Eine bessere Variante wäre ein Step-Down-Regler, der bei
mehr als 70% Wirkungsgrad nur max. 1,3W Verlustleistung hätte.
Bei Conrad Elektronik habe ich bereits auf Rat von Leuten
eines anderen Forums folgende Bauteile geordert:
Na, hättest vielleicht doch erstmal den Rat von Fachleuten
abgewartet.
-Universal Spannungsregler Platine (Best.-Nr.: 115967)
-Spannungsregler IC LM317T (Best.-Nr.: 176001)
Der Spannungsregler geht schon. Ist auch recht bilig, dafür kostet
dann der Kühlkörper evtl. mehr.
Die Platine ist eigentlich ziehmlich überflüssig. Besser wäre
eine einfache Lochraster-Platine, auf die man alles nach belieben
und entsprechend eigenen Wünschen drauflöten kann.
Auf die bestellte leiterplatte kannst Du schlecht noch zusätzliche
Schutzbeschaltungen drauflöten. Am Kühlkörper ist das Ding auch
schlecht zu befestigen.
Ich werde dann also die Universalplatine mit dem
Spannungsregler bestücken.
Ich kann Dir mal paar Schatungen auf meinem Archiv schicken,
wo auch Schutzbeschaltungen mit drauf sind.
Nun wurde mir zu weiteren Maßnahmen geraten:
- sollte ich den Spannungsregler wegen relativ hoher
Verlustleistung kühlen - ist nicht weiter schwer
Unbedingt, nicht am Kühlkörper sparen, das Ding muß auch im Sommer
bei Hitze über 40°C noch sicher funktionieren.
Auch bei den verwendeten BE (speziell Elkos) mögl. Typen mit
erweiterten Temperaturbereich wählen (-20…105°C)
- sollte ich, für den Fall, dass der Regler den Geist aufgibt
und somit mein Player kaputt geht, irgendwie mit Hilfe eines
Thyristors, einer Zenerdiode und einer Sicherung
Gegenmaßnahmen ergreifen.
Das solltest Du unbedingt machen. Hier sparst Du sonst wenige €
und das kostet im Fehlerfall paar hundert €.
Der Thyristor würde dann irgendwie
die Ausgangsspannung kurzschließen und die Sicherung dann
durchschmelzen.
Sicherung (F1A) ist zu empfehlen.
Außerdem eine Strombegrenzung mit Vorwiderstand
-> z.B. 4,7Ohm/10Watt. Das entlastet den Regler erheblich, muß
aber wiederum so angebracht werden, daß die Leistung von ca. 4W
bei 0,8A nicht zu Problemem führt (Verbrennen der Leiterplatte,
Aufheizen anderer BE).
(Es reicht aber auch 1Ohm/1Watt, dann muß die Überspannungs-
beschaltung aber drauf angepaßt werden).
Eine Überspannungsschutzschaltung geht am besten mit einer
5V Transzorbdiode.
Besser wären noch zusätzlich 7 mal 1A-Siliziumdioden in Reihe,
die bei Überspannung von etwas mehr als 4V ansprechen würden und
dann die Sicherung durchbrennen lassen.
- ist diese Maßnahme notwendig? wie kann ich
das genau realisieren, was für Bauteile brauche ich genau?
- sollte ich einen Tiefpass einbauen. Das ginge mit zwei
Spulen und einem Kondensator. - was genau ist ein Tiefpass?
Tiefpaß ist sowieso an einem Spanungsregler dran.
Zur Umschaltung eines Reglers gehören mindestens Elkos am
Eingang (z.B. 470uF/mind.35V) und 100…220uF/16V am Ausgang.
Außerdem Keramik-C je 100nF am Ein-/Ausgang.
Brauche ich den hier wirklich? Wie genau funktioniert das dann
und welche Bauteile brauche ich?
Ihr seht schon, Fragen über Fragen.
Oberste Priorität ist natürlich, dass mein Player nicht kaputt
geht.
Da ist zusätzlich noch ein Verpolschutz im Eingang der Schaltung
zweckmäßig (mind. 1A-Diode, besser 3A-Diode).
Ich empfehle überdimensionierte BE absichtlich, weil damit die
Zuverlässigkeit wesentlich höher wird.
Gruß Uwi