Hallo Experten,
leider finde ich auf den einschlägigen Versichererseiten nicht die nötigen Berechnungen, deshalb frage ich hier:
Was kostet die Kfz-Versicherung für gewerblich vermietete Fahrzeuge (also solche, die als Selbstfahrermietfahrzeuge zugelassen werden)? Mir ist klar, dass das natürlich - wie immer - vom jeweiligen Fahrzeug, von SF-Klassen, vom Zulassungsort etc. abhängt. Aber vielleicht kann man ja einen Wert über den Daumen peilen, also: „…2,73 mal soviel wie bei einem privat genutzten Fahrzeug…“ - oder so…
Ist nur der Kaskoteil teurer oder auch die Haftpflicht?
Viele Grüße
Bonsai
Hallo Bonsai,
wichtig hierbei sind eigentlich nur 2-3 wesentliche Merkmale.
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Vorschadenquote oder Beleg darüber, dass Vermietgeschäft erst gegründet wurde
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Fahrzeugart (LKW, PKW, etc. ggf. die Nutzlast oder Anzahl der Plätze)
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meist Fahrzeugwert
Und dann kann die Prämie vom einem Makler/Vertreter berechnet werden, wenn überhaupt gewünscht. Vermietgeschäft ist nämlich so ziemlich das schlechteste Risiko.
Gruß
Marco
Hi Marco,
ich hab’s befürchtet 
Und dann kann die Prämie vom einem Makler/Vertreter berechnet
werden, wenn überhaupt gewünscht. Vermietgeschäft ist nämlich
so ziemlich das schlechteste Risiko.
Es geht um eine PKW-Vermietung im Luxussegment. Die Mietverträge wären nicht von der Europcar/Sixt/Budget-Stange, sondern individuell geregelt. Soll heißen, der Mieter ist mindestens 25, besser 30 Jahre alt und wird vor der Vermietungszusage eingeschätzt. Dazu kommt dann noch eine hohe Selbstbeteiligung, abgesichert durch eine Kaution.
Macht das das Risiko besser?
Gruß
Bonsai
Hallo Bonsai,
welche vertraglichen Abreden du mit deinen Kunden vereinbarst… das ist zunächst der Versicherung ziemlich egal.
Wenn du nen SB von 10.000 Euronen vereinbarst mit deinen Kunden und bei der Versicherung 500… dann wäre ggf. die Differenz dein Verdienst… das kostet natürlich unterschiedliche Prämien. Je geringer die Selbstbeteiligung, desto überproportionaler steigt die Prämie. Zumindest bei Vermietfahrzeugen.
Gruß
Marco
Hi, ich nochmal,
welche vertraglichen Abreden du mit deinen Kunden
vereinbarst… das ist zunächst der Versicherung ziemlich
egal.
Ist das so? Wird hier nicht zwischen dem Standardvermietgeschäft - das Du als das „ziemlich schlechteste Risiko“ bezeichnet hast - und dem von mir beschriebenen unterschieden?
Gerade die höheren Preise wie auch die evtl. hohe Selbstbeteiligung sollen ja Kunden fernhalten, die mit den Fahrzeugen umgehen, als wären sie im Autoscooter.
Wenn du nen SB von 10.000 Euronen vereinbarst mit deinen
Kunden und bei der Versicherung 500… dann wäre ggf. die
Differenz dein Verdienst… das kostet natürlich
unterschiedliche Prämien. Je geringer die Selbstbeteiligung,
desto überproportionaler steigt die Prämie. Zumindest bei
Vermietfahrzeugen.
Klar, das würde ich mit einer hohen SB auch erreichen wollen. Gerade im Vertrauen darauf, das die Klientel pfleglich mit den Fahrzeugen umgeht.
Meine Hoffnung wäre halt, dass sich eine Versicherung findet, die das Geschäftsmodell auch versteht und das Risiko dabei realistisch einschätzt.
Aber wenn ich Dich richtig verstehe, sollte ich das mal mit dem Berater meines Vertrauens besprechen.
Gruß
Bonsai
Hallo bonsai,
wie gesagt… es ist ein schwieriges Risiko… ich hab nicht gesagt, dass sich kein Versicherer finden wird.
Maßgeblich für den sind harte Zahlen… das heißt: Schaden im Verhältnis zu den Einnahmen.
Das Problem ist einfach… deine Klientel wird auch bei einem größeren Selbstbehalt durchaus mit größeren Sportwagen auch sportiver fahren.
Bedeutet im Umkehrschluss aber, dass sich die Frage nach Kleinschäden eher nicht stellt… sondern eigentlich immer nur nahe Totalschaden oder selbiger.
Wird der erreicht, ist die Prämie auf Lebzeiten verbraten. Das Problem daran ist halt… eine Prämie zu finden, die für dich einerseits tragbar ist und andererseits aber eben auch den Verlust der Gesellschaft im Rahmen hält. Ich würde hier entweder einen Makler konsultieren oder mehrere Vertreter. Bei dem Vertreter, bei dem du allerdings deine sonstigen Versicherungen hast, solltest du zumindest das beste Angebot im Endeffekt heraushandeln können, wenn du keinen Makler einschalten willst.
Insofern von dir richtig erkannt.
Gruß
Marco
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